Poulet sauté Vallée d'Auge

Poulet sauté Vallée d'Auge

Was macht der Weinblogger, wenn er zu einem fruchtigen, leichten Weißwein aus Frankreich gerade kein geeignetes Rezept findet? Er bloggt halt selbst eins. Auch, wenn ich mit Mipis Fotos nicht ganz mithalten kann. Meine Wahl fiel auf Poulet sauté Vallée d'Auge. Ein passender deutscher Name wäre wohl Huhn á la Normandie, denn das Pays d'Auge in der Normandie ist die Heimat des Calvados. Das Gericht besticht durch seine knappe Zutatenliste, die einfache Zubereitung und den typischen Geschmack nach Meer ... Verzeihung, mehr!

Lieblingsessen: Griechisches Hähnchen

Griechisches Hähnchen

Lieblingsrezepte sind in gewisser Hinsicht nichts für Foodblogger, denn deren Blog lebt davon, dass stets neue Kreationen erfunden bzw. nachgekocht und veröffentlicht werden. Lieblingsrezepte hingegen werden über Jahre kultiviert, immer wieder gekocht und dabei behutsam verfeinert, bis schießlich das - natürlich subjektive - Optimum erreicht ist.

Dieses hier ist eines unserer Lieblingsrezepte. Eine Freundin hatte es einmal für uns unter dem Namen Griechisches Hähnchen zubereitet. Aus dieser Ursprungsform haben wir es über die Jahre stetig weiterentwickelt, und seit geraumer Zeit ist es - zumindest für uns - perfekt.

Griechisches Hähnchen ist herrlich einfach, denn die Beilagen und die Sauce werden zusammen mit den Hähnchenkeulen im Backofen zubereiten. Allerdings muss man Knoblauch mögen, denn es wird gleich eine ganze Knolle verwendet. Dabei bleiben die Zehen ganz. Sie werden im Backofen weich und saugen sich mit der köstlichen Sauce voll.

Die getrockneten schwarzen Oliven karamelisieren während des Backvorganges. Das gibt ihnen eine tolle süßliche Kruste.

Thailändisch marinierter Fisch mit Bratkartoffeln

Thailändisch marinierter Fisch mit Bratkartoffeln

Vor Kurzem stand das Zeitmagazin unter dem Motto Das Rezept ihres Lebens. Darin haben Prominente ihre Lieblingsrezepte verraten. Es sind einige ganz brauchbare dabei (Rezepte, nicht Prominente). Man lernt aber auch Einiges über die darin vorkommenden Prominente. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Jürgen Vogel mal im Berliner Restaurant Exil als Koch gejobbt hat und dabei zu einem Meister der Wiener-Schnitzel-Zubereitung geworden ist.

Nachgekocht habe ich das Lieblingsrezept der Künstlerin Cornelia Schleime, von der ich - wie ich gestehen muss - noch nie gehört hatte. Das Gericht hat aber trotzdem gut geschmeckt.

Der Fisch (im Original wird Pangasius verwendet, den ich durch Kingklip ersetzt habe) bekommt durch die Marinade einen tollen pikant-frischen Geschmack. Als Beilage passen sehr gut Bratkartoffeln (natürlich aus Pellkartoffeln gemacht) mit Zwiebeln.

Strasbourger Mitbringsel Teil 3: Etang des Colombes Viognier 2007

Etang des Colombes Viognier 2007
Vigneron Independant

Einen reinsortigen Viognier zu keltern, ist für die meisten Winzer eine besondere Herausforderung. Die Sorte gilt als schwierig zu vinifizieren, weil ertragsarm und empfindlich. Der bekannteste Viognier - und wohl auch einer der teuersten - dürfte der Condrieu von der nördlichen Rhône sein, die ursprüngliche Heimat des Viognier. Winzer Christophe Gualco vom Château Etang des Colombes aus der Nähe von Carcassonne in der Region Corbières hat sich der Herausforderung gestellt, die sensible Viognier im heißen Süden Frankreichs zu kultivieren. Das Ergebnis, der Etang des Colombes Viognier 2007, kann sich sehen und trinken lassen.

Fremdkochen im März: Japanisches Rindfleisch mit Mandarinensauce und Pseudo-Shichimi

Japanisches Rindfleisch mit Mandarinensauce und Pseudo-Shichimi

Bei Foodfreak gab es vor kurzem Japanisches Rindfleisch mit Mandarinen-Soja-Sauce und Shichimi. Da passte es ganz wunderbar, dass das Thema des diesmonatigen Fremdkoch-Events Mandarinen sind. Ich packte also die Gelegenheit beim Schopf und kochte das Gericht nach. Leider war es auf die Schnelle nicht möglich, eine der Hauptzutaten, nämlich die japanische Gewürzmischung Shichimi Togarashi, aufzutreiben. Ersetzt wurde sie durch eine Mischung aus Sezuan-Pfeffer, Orangen-Pfeffer und Sesamsamen.

Fremdkochen Mandarinen

Ansonsten waren ja schon in Foodfreaks Rezept Verbesserungsanregungen enthalten. Die Frühlingszwiebeln habe ich im Ganzen blanchiert und dann gebraten, und in der Sauce wurde Knoblauch mitgekocht. Da bei uns Wert auf eine ausreichende Saucenmenge gelegt wird, basiert die Sauce auf einer größeren Flüssigkeitsmenge, die nicht ganz so stark eingekocht wurde wie bei Foodfreak. Trotzdem war das Ergebnis exquisit. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Gericht.

Strasbourger Mitbringsel Teil 2: Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Bordeaux Clairet 2007

Château Dubraud Clairet
Vigneron Independant

Eine Bauern- äh, Winzerregel besagt, dass Winzer, die gute Weißweine machen, auch passable Rosés produzieren. Dies dürfte daran liegen, dass beide Weintypen die Beherrschung vergleichbarer, sensibler Techniken erfordern. Der Blanc 2007 von Château Dubraud von Alain & Céline Vidal macht deshalb neugierig auf ihren Bordeaux Clairet 2007 - und das zu Recht. Ich konnte beide Weine auf der Straßburger Weinmesse verkosten.

Kabeljau auf mediterranem Wirsing

Kabeljau auf mediterranem Wirsing

Da Barbara pünktlich zur auslaufenden Wirsing-Saison dieses sehr leckere Wintergemüse zum Thema des diesmonatigen Garten-Koch-Event gemacht hat, reiche ich dieses Rezept ein. Das Wirsinggemüse bekommt durch den Chili und Aceto Balsamico eine leicht sauer-scharfe Note (und durch den Essig leider auch eine leicht bräunliche Farbe). Als Beilage passte sehr gut Kartoffelpüree mit Olivenöl und schwarzen Oliven (mediterran eben).

Wirsing

Strasbourger Mitbringsel Teil 1: Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Blanc

Château Dubraud blanc
Vigneron Independant

Der Blanc von Château Dubraud von Alain & Céline Vidal ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Hersteller exzellenter Rotweine oft auch ein Händchen für die Vinifikation von Weiß- und Roséweinen haben. Leider sind tanninbetonte Bordeaux-Rotweine nicht so mein Fall. Um so besser, dass Familie Vidal auch jeweils einen sehr guten Weiß- und einen Roséwein im Angebot hat. Auf der Straßburger Weinmesse konnte ich sie alle probieren.

Wer immer strebend sich bemüht bekommt 'ne gute Sauce: Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon

Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon

"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen" heißt es bei Goethe. Aufs Kochen abgewandelt müsste es heißen: "Wer immer strebend sich bemüht bekommt 'ne gute Sauce." So kürzlich geschehen bei einem Kochevent, das wir mit Freunden durchgeführt haben und dessen krönender Abschluss bereits verbloggt ist.

Aber auch das Hauptgericht (wir haben uns Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon von Thomas Kellermann zum Nachkochen ausgeguckt) war ein echtes Highlight, das ich nicht vorenthalten möchte. Das Beste daran war sicherlich die Sauce, die in einem stundenlangen Prozess beginnend beim Anrösten der Knochen bis hin zum Verfeinern mit Butter produziert worden ist.

Meine für die Sauce verantwortlichen Mitkocher haben sich bereits am frühen Nachmittag getroffen, damit diese pünktlich zum Abendessen serviert werden konnte. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ich habe selten eine so köstliche und aromatische Sauce genießen dürfen (auch wenn sie auf dem Bild etwas dünn aussieht). Kein Vergleich zur Verwendung von gekauftem Fond.

Das Kirsch-Sabayon hat eine fruchtige Note hineingebracht, und mit der Beilage (es gab Blumenkohl-Graupen-Gemüse) war dieses Gericht der würdige Mittelteil eines exquisiten Menüs.

Eine Reise ins Wein-Mekka: Salon des Vins des Vignerons Indépendants Strasbourg Februar 2009

Salon des Vins des Vignerons Indépendants Strasbourg Februar 2009

Die alljährlich im Februar stattfindende Weinmesse Salon des Vins des Vignerons Indépendants in Strasbourg (oder Straßburg, für Liebhaber der deutschen Schreibweise) ist nur eine von vielen derartigen Messen in Frankreich, aber aufgrund ihrer grenznahen Lage ein Mekka für alle Weinliebhaber im deutschen Südwesten und teilweise weit darüber hinaus - auf dem Parkplatz stand sogar ein Auto aus Jena. Die Vigneron Indépendant ist eine Vereinigung der selbstvermarktenden Winzer Frankreichs. Das bedeutet Probieren und Fachsimpeln direkt beim bzw. mit dem Winzer und Einkaufen ohne Zwischenhändler. Mithin die Gelegenheit für attraktive Schnäppchen und für die Entdeckung von Weinen, die man nirgendwo sonst bekommt.

Nach dem Essen: Prickelnder Lesegenuss mit dem neuen Buch von Ann Westphal

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