Abgekocht und ausgelutscht

Dass in Restaurantküchen (auch wenn es sich um Spitzenhäuser handelt) nicht unbedingt die allerbesten Arbeitsbedingungen und Umgangsformen herrschen, wissen wir aus Büchern wie Geständnisse eines Küchenchefs von Anthony Bourdain oder Hitze von Bill Buford. Aber die Praktiken eines deutschen Gourmet-Restaurants, die Günter Wallraff in der aktuellen Ausgabe des Zeit-Magazins in seinem Artikel Unfeine Küche und einem Interview beschreibt, bezeichne ich als Ausbeutung.

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Schon wieder ein Rezept mit Minze. Aber was soll man machen, wenn die Minze im Garten wuchert? Dieses Mal habe ich mich für ein ziemlich ungewöhnliches Gericht entschieden, das ich einst bei Alfred Biolek gesehen habe: Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce. Was zunächst sehr gewöhnungsbedürftig klingt, hat sich als eine richtig gute Kombination entpuppt (auch wenn ein leicht schlechtes Gewissen wegen der Verwendung von Thunfisch bleibt).

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Rote-Zwiebel-Ragout und Minz-Joghurt

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Zwiebelragout und Minzjoghurt

retluhcsmmaL gab es jüngst bei einfach köstlich. Der Name ist ein Hingucker und verklausuliert die Zubereitungsart. Die Lammschulter ist dort nämlich rückwärts gebraten worden. Das bedeutet nicht etwa, dass der/die Kochende sich mit dem Rücken zum Herd stellt, sondern dass man die "normale" Reihenfolge, Fleisch zunächst scharf anzubraten, um es dann im Backofen bei niedriger Temperatur auf den gewünschten Garungsgrad zu bringen, umdreht. Diese Methode funktioniert nicht nur bei größeren Fleischstücken wie Lammschulter, sondern auch bei kleineren, wie - in diesem Fall - Stücken aus der Lammhüfte. Die werden bei 80 °C in den Backofen gegeben, bis die Kerntemperatur etwa 55 °C beträgt (das hat bei mir ca. 25 - 30 Minuten gedauert). Dann werden sie scharf angebraten, damit sie Farbe nehmen. Das Ergebnis ist ein innen wunderbar zartes Fleisch - genau so, wie es sein sollte.

Die Idee für dieses Rezept habe ich aus dem Buch Hitze von Bill Buford. Darin wird diese Kombination erwähnt, ohne die genaue Rezeptur zu nennen, was also noch kreative Freiheiten ließ. Zunächst hatte ich befürchtet, dass die roten Zwiebeln mit dem Rote-Bete-Saft etwas langweilig daher kommen würden, abgeschmeckt mit Zitrone, Zucker, Salz und Pfeffer erwies sich das Rote-Zwiebel-Ragout dann aber zum Glück als schön würzig. Die Bratkartoffeln schließlich bringen Rustikalität, der Minz-Joghurt angenehme Frische in dieses Gericht.

Perfekt zum sommerlichen Grillevent: Mediterraner Kartoffelsalat

Mediterraner Kartoffelsalat

Lange Zeit fristete das Buch Unser Kochbuch. Alternativen zu Fisch und Fleisch von Alfred Biolek und Eckart Witzigmann sein Dasein unbenutzt in unserem Kochbuchregal.

Dabei ist es immer noch nicht so einfach wirklich gute und interessante vegetarische Gerichte zu finden. Wörter die "Bratling" im Rezepttitel oder Zutaten wie Tofu, Grünkern oder Buchweizen wirken auf mich ziemlich abschreckend. Bei den Rezepten in diesem Buch von Biolek und Witzigmann ist das anders. Sie haben diesen gewissen Kick, der Lust aufs Nachkochen macht. Sei es nun Sauerkrautauflauf, Winterlicher Salat mit Datteln, Süßkartoffelpuffer mit Mango-Senf-Crème oder Mangoldstiele gefüllt mit Tomaten-Rosinen-Dip.

Dieser mediterrane Kartoffelsalat nun ist ebenfalls aus diesem Kochbuch. Es ist ein köstlicher, leichter Salat, der bestens als Beilage zum Grillen geeignet ist.

Soufflé glacé au café à la Wolfram Siebeck

Soufflé glacé au café

Eine goldene Regel beim Dessert lautet: "Eis geht immer" - nicht nur bei Kindern. Passend zum Sommeranfang deshalb hier mein Lieblingsdessert: Soufflé glacé au café - eigentlich ein Parfait, und kinderleicht innerhalb von 15 Minuten herzustellen. Auch bei opulenten Hauptgängen hat davon bisher noch jeder was genommen - und oft nicht nur einmal.

Puristisch und immer wieder gut: Pollo arosto con i limoni - Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Marcella Hazan gehört zu meinen absoluten LieblingsautorInnen, wenn es um die italienische Küche geht. Ihr Buch Die klassische italienische Küche ist längst ein Klassiker. Eines meiner Lieblingsrezepte daraus trägt den lapidaren Namen Brathuhn mit Zitrone. So unspektakulär der Name, so pur die Zubereitung: An das Huhn wird lediglich Salz, Pfeffer und Zitrone gegeben - das war's. Deshalb kommt es natürlich entscheidend auf die Fleischqualität an - schlechte Qualität kann sich hier nicht hinter Gewürzorgien verstecken und hat somit keine Chance.

Das Ergebnis ist allerdings der Hammer: Der Eigengeschmack des Huhns kommt voll zur Geltung und wird durch die wenigen Zutaten behutsam unterstützt. Das Fleisch ist wunderbar zart, und die Haut ist auch in der Realität so schön kross wie sie auf dem Foto aussieht.

Als Beilage passen sehr gut Mediterrane Stampfkartoffeln. Beträufelt mit etwas Bratensaft sind sie zu dem Huhn eine Offenbarung.

Terrassenwein: 2008 Marrenon rosé Côtes du Luberon Weinschlauch

2008 Marrenon rosé Weinschlauch

Die Schafskälte liegt hinter uns, der Terrassen-Saison steht nichts mehr im Wege. Die perfekte Ergänzung zu einem lauen Sommerabend auf der Terrasse ist für mich ein Glas Rosé. Leider gibt es da ein Problem: Die meisten Rosés halten sich nicht besonders lange in der geöffneten Flasche. Man muss sich dann gewöhnlich zwischen den zwei Alternativen entscheiden: Entweder mehr zu trinken - was auf Dauer nicht gesund ist - oder irgendwann den Rest verdorbenen Weins wegzuschütten - was schade ist. Glücklicherweise gibt es eine dritte Alternative ohne die beiden Nachteile. Sie ist allerdings schuld daran, dass auch dieses Foto nicht besonders spektakulär ausfällt - was man vom Gegenstand dieses Blogs bei weitem nicht behaupten kann.

Rhabarberkompott asiatisch

Rhabarberkompott asiatisch

Zugegeben, mit dem Foto werde ich sicher keinen Wettbewerb um das appetitlichste Foodfoto gewinnen, aber dennoch möchte ich Euch dieses Gericht nicht vorenthalten. Ein Gericht, das ich aus meinem ersten Kochkurs Asiatisch Kochen für Anfänger habe. Es passt perfekt in die Rhabarberzeit und bekommt den asiatischen Touch durch Kokosflocken und Kardamom.

Also: Einfach mal ausprobieren und nicht vom Foto abschrecken lassen.

Neue Rubrik: Der Weinvergleichstest - Teil 1: Toskana vs. Umbrien

Toskana vs. Umbrien

Mit diesem Beitrag möchten wir eine neue Serie auf Man kann's essen ins Leben rufen: Den Wein-Vergleichstest. Dazu inspiriert hat uns die Tatsache, dass es mittlerweile zahlreiche gut sortierte Online-Weinshops gibt. Studiert man das Angebot, steht man zum Einen vor der Frage: Kann ich der Beschreibung trauen? Oder auf neudeutsch: Gilt "what you read is what you drink"? Außerdem gibt es oft innerhalb einer Kategorie große Preisunterschiede, denen auf den Grund zu gehen es sich lohnen sollte. Ist hier teurer auch immer besser? Und last but not least haben sich manche Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Chardonnay mittlerweile um den ganzen Globus verbreitet. Eine interessante Frage hier wäre: Wer macht den besten?

Beginnen wollen wir mit zwei Weinen des Online-Shops Solvino.de (Motto: Lust auf das Besondere). Solvino hat seinen Schwerpunkt bei italienischen Weinen des gehobenen Segments, alle großen Namen von Vino Nobile und Chianti Classico über Amarone und Brunello bis Ornellaia sind vertreten. Der Durchschnittspreis des Angebots liegt denn auch deutlich oberhalb von 10 Euro, doch auch in dem von Man kann's essen anvisierten Marktsegment 5-10 Euro sind viele attraktive Weine dabei.

Unsere Kandidaten, der Peperino Rosso di Toscana IGT und der Rubesco Rosso di Torgiano DOC, sind beide aus der toskanischen Leitrebe, der Sangiovese, gekeltert - "zufällig" eine der Lieblingsreben von Weinnase. Beide Weine durften im Holzfass reifen, und beide wurden vom Gambero Rosso, Italiens führendem Weinmagazin, mit zwei Gläsern bewertet, was bedeutet, dass sie qualitativ zur oberen Mittelklasse zählen.

Salade d'asperges au saumon fumé - Spargelsalat mit Räucherlachs

Spargelsalat mit Räucherlachs

Zum Ende der Spargelsaison hier ein Gericht, das bei uns mittlerweile zum Klassiker avanciert ist: Elfie Castys Salade d'asperges au saumon fumé aus ihrem Buch Mit einer Prise Leidenschaft. Der Salat ist schnell gemacht und dennoch sehr lecker, und was die Spargelsorte angeht, ist man ziemlich frei - es passt sowohl weißer als auch grüner Spargel. Um den Genuss perfekt zu machen, sollte man dazu frisches Bauernbrot reichen.

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