Perfekt zum sommerlichen Grillevent: Mediterraner Kartoffelsalat

Mediterraner Kartoffelsalat

Lange Zeit fristete das Buch Unser Kochbuch. Alternativen zu Fisch und Fleisch von Alfred Biolek und Eckart Witzigmann sein Dasein unbenutzt in unserem Kochbuchregal.

Dabei ist es immer noch nicht so einfach wirklich gute und interessante vegetarische Gerichte zu finden. Wörter die "Bratling" im Rezepttitel oder Zutaten wie Tofu, Grünkern oder Buchweizen wirken auf mich ziemlich abschreckend. Bei den Rezepten in diesem Buch von Biolek und Witzigmann ist das anders. Sie haben diesen gewissen Kick, der Lust aufs Nachkochen macht. Sei es nun Sauerkrautauflauf, Winterlicher Salat mit Datteln, Süßkartoffelpuffer mit Mango-Senf-Crème oder Mangoldstiele gefüllt mit Tomaten-Rosinen-Dip.

Dieser mediterrane Kartoffelsalat nun ist ebenfalls aus diesem Kochbuch. Es ist ein köstlicher, leichter Salat, der bestens als Beilage zum Grillen geeignet ist.

Soufflé glacé au café à la Wolfram Siebeck

Soufflé glacé au café

Eine goldene Regel beim Dessert lautet: "Eis geht immer" - nicht nur bei Kindern. Passend zum Sommeranfang deshalb hier mein Lieblingsdessert: Soufflé glacé au café - eigentlich ein Parfait, und kinderleicht innerhalb von 15 Minuten herzustellen. Auch bei opulenten Hauptgängen hat davon bisher noch jeder was genommen - und oft nicht nur einmal.

Puristisch und immer wieder gut: Pollo arosto con i limoni - Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Marcella Hazan gehört zu meinen absoluten LieblingsautorInnen, wenn es um die italienische Küche geht. Ihr Buch Die klassische italienische Küche ist längst ein Klassiker. Eines meiner Lieblingsrezepte daraus trägt den lapidaren Namen Brathuhn mit Zitrone. So unspektakulär der Name, so pur die Zubereitung: An das Huhn wird lediglich Salz, Pfeffer und Zitrone gegeben - das war's. Deshalb kommt es natürlich entscheidend auf die Fleischqualität an - schlechte Qualität kann sich hier nicht hinter Gewürzorgien verstecken und hat somit keine Chance.

Das Ergebnis ist allerdings der Hammer: Der Eigengeschmack des Huhns kommt voll zur Geltung und wird durch die wenigen Zutaten behutsam unterstützt. Das Fleisch ist wunderbar zart, und die Haut ist auch in der Realität so schön kross wie sie auf dem Foto aussieht.

Als Beilage passen sehr gut Mediterrane Stampfkartoffeln. Beträufelt mit etwas Bratensaft sind sie zu dem Huhn eine Offenbarung.

Terrassenwein: 2008 Marrenon rosé Côtes du Luberon Weinschlauch

2008 Marrenon rosé Weinschlauch

Die Schafskälte liegt hinter uns, der Terrassen-Saison steht nichts mehr im Wege. Die perfekte Ergänzung zu einem lauen Sommerabend auf der Terrasse ist für mich ein Glas Rosé. Leider gibt es da ein Problem: Die meisten Rosés halten sich nicht besonders lange in der geöffneten Flasche. Man muss sich dann gewöhnlich zwischen den zwei Alternativen entscheiden: Entweder mehr zu trinken - was auf Dauer nicht gesund ist - oder irgendwann den Rest verdorbenen Weins wegzuschütten - was schade ist. Glücklicherweise gibt es eine dritte Alternative ohne die beiden Nachteile. Sie ist allerdings schuld daran, dass auch dieses Foto nicht besonders spektakulär ausfällt - was man vom Gegenstand dieses Blogs bei weitem nicht behaupten kann.

Rhabarberkompott asiatisch

Rhabarberkompott asiatisch

Zugegeben, mit dem Foto werde ich sicher keinen Wettbewerb um das appetitlichste Foodfoto gewinnen, aber dennoch möchte ich Euch dieses Gericht nicht vorenthalten. Ein Gericht, das ich aus meinem ersten Kochkurs Asiatisch Kochen für Anfänger habe. Es passt perfekt in die Rhabarberzeit und bekommt den asiatischen Touch durch Kokosflocken und Kardamom.

Also: Einfach mal ausprobieren und nicht vom Foto abschrecken lassen.

Neue Rubrik: Der Weinvergleichstest - Teil 1: Toskana vs. Umbrien

Toskana vs. Umbrien

Mit diesem Beitrag möchten wir eine neue Serie auf Man kann's essen ins Leben rufen: Den Wein-Vergleichstest. Dazu inspiriert hat uns die Tatsache, dass es mittlerweile zahlreiche gut sortierte Online-Weinshops gibt. Studiert man das Angebot, steht man zum Einen vor der Frage: Kann ich der Beschreibung trauen? Oder auf neudeutsch: Gilt "what you read is what you drink"? Außerdem gibt es oft innerhalb einer Kategorie große Preisunterschiede, denen auf den Grund zu gehen es sich lohnen sollte. Ist hier teurer auch immer besser? Und last but not least haben sich manche Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Chardonnay mittlerweile um den ganzen Globus verbreitet. Eine interessante Frage hier wäre: Wer macht den besten?

Beginnen wollen wir mit zwei Weinen des Online-Shops Solvino.de (Motto: Lust auf das Besondere). Solvino hat seinen Schwerpunkt bei italienischen Weinen des gehobenen Segments, alle großen Namen von Vino Nobile und Chianti Classico über Amarone und Brunello bis Ornellaia sind vertreten. Der Durchschnittspreis des Angebots liegt denn auch deutlich oberhalb von 10 Euro, doch auch in dem von Man kann's essen anvisierten Marktsegment 5-10 Euro sind viele attraktive Weine dabei.

Unsere Kandidaten, der Peperino Rosso di Toscana IGT und der Rubesco Rosso di Torgiano DOC, sind beide aus der toskanischen Leitrebe, der Sangiovese, gekeltert - "zufällig" eine der Lieblingsreben von Weinnase. Beide Weine durften im Holzfass reifen, und beide wurden vom Gambero Rosso, Italiens führendem Weinmagazin, mit zwei Gläsern bewertet, was bedeutet, dass sie qualitativ zur oberen Mittelklasse zählen.

Salade d'asperges au saumon fumé - Spargelsalat mit Räucherlachs

Spargelsalat mit Räucherlachs

Zum Ende der Spargelsaison hier ein Gericht, das bei uns mittlerweile zum Klassiker avanciert ist: Elfie Castys Salade d'asperges au saumon fumé aus ihrem Buch Mit einer Prise Leidenschaft. Der Salat ist schnell gemacht und dennoch sehr lecker, und was die Spargelsorte angeht, ist man ziemlich frei - es passt sowohl weißer als auch grüner Spargel. Um den Genuss perfekt zu machen, sollte man dazu frisches Bauernbrot reichen.

Klassiker zum Spargel: 2008 Fürstenfass Riesling, Weinkellerei Hohenlohe, Württemberg

2008 Fürstenfass Riesling

Rieslingweine zählen nach wie vor zu den beliebtesten Begleitern traditioneller Spargelgerichte, vor allem wegen der riesling-typischen Säure. Früher, als Spargel noch eine knackig-bittere Geschmacksnote hatte (wer erinnert sich noch?), muss diese Allianz noch kongenialer gewesen sein. Heute schmeckt Spargel gefälliger, aber Riesling kann man immer noch gut dazu trinken, wie fast alle fruchtbetonten Weißweine. Schwerere Weißweine mit Holzfasstouch aus Australien oder Sauvignon blanc dagegen kommen mit Spargel gar nicht zurecht - zumindest meiner Erfahrung nach.

Das Angebot an hochwertigen Rieslingen ist in Deutschland glücklicherweise nach den Irrungen der 70er und 80er Jahre wieder riesig. Man erinnert sich mit Grausen an die Massen-Rieslinge von der Mosel, mal Zuckerwasser, mal essigsauer. Aus dieser Zeit stammt vermutlich meine instinktive Vorsicht gegenüber deutschen Weinen. Das ist heutzutage glücklicherweise nicht mehr begründet.

Fremdkochen im Mai: Orecchiette mit Pulpo

Orecchiette mit Pulpo

Da kann ich es ja gerade noch schaffen ...

Vor wenigen Tagen sah ich dieses Gericht bei Hüttenhilfe und habe es spontan für den diesmonatigen Fremdkoch-Event Meer zum Nachkochen ausgewählt.

Fremdkochen Meer

Dadurch, dass die Zubereitung des Pulpo doch einige Zeit in Anspruch nimmt (ca. 4 Stunden, und das Ablösen der Haut ist ziemlich fisselig) ist das Rezept definitiv nichts für die schnelle Küche. Allerdings wird man nach der Mühe mit einem köstlichen, mediterran-sommerlichen Gericht belohnt.

Dazu passt ein Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Bordeaux Clairet 2007.

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Erst vor kurzem bin ich auf das Buch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche von Tanja Grandits gestoßen. Es enthält zu 15 Aromen (angefangen bei Basilikum und Ingwer, weiter über Rosen und Vanille bis hin zu Wasabi und Zimt) jeweils sehr innovative Rezepte für Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Ich bin von dem Buch so angetan, dass ich mit Sicherheit in Zukunft noch öfter etwas daraus nachkochen werde.

Den Anfang macht Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl. Wer sich Vanille nur in Verbindung mit Süßspeisen vorstellen kann, dem sei versichert, dass sie sich auch bestens zum Aromatisieren von Öl oder Saucen gerade auch in Kombination mit Fisch oder Geflügel eignet. Zum Originalrezept gehören eigentlich noch Miesmuscheln, die ich allerdings weggelassen habe, und wir haben sie nicht vermisst.

Als Beilage passt Kartoffelpüree mit Lauch und Zitrone.

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