Ich gesteh's lieber gleich: Bei dieser Verkostung habe ich gleich zwei Tabus gebrochen. Wein und Schokolade? Ein No-Go für mich - bisher. Und lieblicher Weißwein? Ist doch was für Kaffeetanten, geh mir fort mit dem klebrigen Zeug! Und dann noch beides gleichzeitig... Aber wenn es so nett präsentiert wird wie letztens bei dem Verkostungs-Event Wein und Schokolade des Winzerkellers Wiesloch, dann gibt man sich halt einen Ruck.
Und das war nicht umsonst. Vor allem, wenn man einen wirklich gut ausbalancierten Wein wie den Malscher Ölbaum 2009 Weißburgunder Kabinett lieblich des Winzerkellers Wiesloch mit einer so ungewöhnlichen und edlen Schokolade wie der Schweizer Marc Antoine weiße Schokolade Curry, Cocos, Banane kombiniert.
Dieser Auflauf ist eines unserer Lieblingsrezepte für unter der Woche, da er wenig Arbeit macht, leicht zuzubereiten ist und leicht im Magen liegt. Durch den Schafskäse und den Chili ist es dennoch herzhaft, sodass man kein Fleisch darin vermisst. Es ist ein Gericht für das ganze Jahr, saisongemäß tun wir noch etwas grünen Spargel dazu.
Straßenschlachten und Hausbesetzungen - das verbindet man mit Hamburgs berüchtigter Hafenstraße. Aber man kann dort auch gut essen, und zwar im Restaurant Schauermann. Eher nüchtern elegant eingerichtet, liegt das kleine Restaurant direkt an der Hafenstraße mit Blick auf die Elbe. Wer einen Platz am Fenster ergattert, bekommt einen schönen Blick auf das Dock 10 von Blohm und Voss. Claudia von Fool for Food, hat mir das Schauermann vor einigen Jahren empfohlen, und seitdem besuche ich es hin und wieder, wenn ich in Hamburg bin.
Mittlerweile hat es sogar Eingang in das Buch Butter bei die Fische: Hamburger Koch-Künstler. Ihre Rezepte. Ihre Restaurants. Ihre Ideen. gefunden, das ich bereits an anderer Stelle kurz vorgestellt habe. Auch das Schauermann ist darin mit einem 4-gängigen Menü vertreten. Ich habe mich zum Nachkochen für die Lammfiletspieße "Morocco Style" auf Paprika-Couscous entschieden. Ein mediterran-nordafrikanisch inspiriertes, eher leichtes Gericht. Das Lammfleisch (ich habe anstatt Filet Lammhüfte verwendet) ist durch das lange Marinieren wunderbar zart. Dafür sollte man sich unbedingt mal in die Hamburger Hafenstraße wagen ;-)
Neulich wollte ich eigentlich einen von Mipis Spargel-Klassikern zubereiten, das Thailändische Hähnchen mit grünem Spargel und Kokos-Limetten-Reis. Aber wie es der Teufel wollte, mein Basmati-Reis war alle, nur Milchreis war noch da. Da letzterer sich erfahrungsgemäß ohne Weiteres für Risotto eignet, habe ich mal eben umdisponiert und ganz mutig einen thailändisch inspirierten Risotto gebastelt. Das Ergebnis war bei aller Bescheidenheit so raffiniert, dass ich es hier als Variante präsentiere. Es lebe die Fusion-Küche!
Endlich gibt es die klassische Kombination aus Orange und grünem Spargel auch bei mankannsessen.de. Hier in einer Variante von Chili und Ciabatta. Köstlich! Selbst gefangene Forellen wie bei Petra hatte ich leider nicht zur Hand, daher kam Saibling zum Einsatz. Schön fand ich die Idee, den Spargel im Ofen zuzubereiten. Das klappt hervorragend. Wer von Spargel mit Sauce Hollandaise mittlerweile genug hat, sollte dieses Gericht unbedingt ausprobieren.
Wenn zwei Klassiker sich zusammentun, kommt oft etwas ganz Besonderes dabei heraus. Das beste Beispiel sind vielleicht Goethe und Schiller, deren gebündelte Schaffenskraft vor gut 200 Jahren in Weimar den Höhepunkt der deutschen Klassik markierte, manche sehen sie gar als Gründer derselben.
Auch bei Kochrezepten kann die Kombination klassischer Rezepturen Neues von eigenem Wert hervorbringen. In diesem Fall ist es die Kombination des königlichen Gemüses aus Deutschland, genannt Spargel, mit dem italienischen Klassiker, der Pizza margherita. Der gern mit dem Spargel zusammen gegessene Schinken ist ebenfalls dabei, wobei es in diesem Fall gern der aus Parma sein darf, ebenso die italienischen Zutaten Parmesan und Rucola. Und das Ergebnis? Bravo!
"Schaumig und luftig" ist das Thema des aktuell von Zorra gehosteten Blogevents. Da kam mir sofort Sabayon (oder italienisch Zabaglione) in den Sinn. Zwar ist diese Sauce hauptsächlich aus der Dessertwelt bekannt (es gibt sogar ein gleichnamiges italienisches Dessert), ganz allgemein bezeichnet Sabayon aber eine Saucenart, die auf Basis von im Wasserbad aufgeschlagenem Eigelb mit Aromaten hergestellt wird. Die Aromaten können für Desserts süß sein, man kann aber auch herzhafte Zutaten nehmen.
Bei diesem Gericht wird eine säuerlich-pikante Senf-Sabayon mit gegrillten Kalbssteaks und Rösti kombiniert. Das passt hervorragend und ist mein Beitrag zum Event.
Der Käsekuchen ist laut ZEITmagazin Nr. 17/2012 der Klassiker unter den deutschen Kuchen. Da muss was dran sein, denn Käsekuchen bekommt man in so ziemlich jeder Bäckerei. Wie bei allen Klassikern existieren Dutzende von verschiedenen Grundrezepten. Dabei gibt es allerdings ein Problem, das ich mit dem Autor des Artikels Matthias Stolz teile: Fast keiner schmeckt so, wie es eigentlich sein soll.
Eigentlich geht es mir bei fast jedem gekauften Kuchen so, der selbst gebackene schmeckt mir immer besser, besonders dann, wenn er von meiner besseren Hälfte gebacken wurde. Aber beim Käsekuchen ist es besonders krass, da man geneigt ist anzunehmen, dass man bei einem derart puristischen Rezept nicht viel falsch machen könne. Man kann offenbar doch.
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