Kulinarischer Herbst: Marinierte Kalbskoteletts mit Kürbis-Pilz-Gemüse

Mariniertes Kalbskotelett mit Kürbis-Pilz-Gemüse

Was in archaischen Zeiten der Menschheit das Jagen war, ist heute der Besuch beim Metzger. Hier kann Mann noch Mann sein, Nahrung für die Sippe heranschaffend, nur den eigenen Instinkten verpflichtet. Von einem dieser Beutezüge brachte ich jüngst Kalbskoteletts heim. Solch gutes Fleisch will natürlich sorgfältig behandelt werden. Nach einer ausführlichen Marinade in Rosmarin, Knoblauch und Olivenöl wird es einer langsamen Niedrigtemperaturgarung unterzogen, bevor schließlich das glorreiche Finale in der Grillpfanne folgt. Dazu leckeres saisonales Gemüse - so schmeckt der Herbst :-)

Erbsen-Minz-Guacamole mit gebackenem Thunfischtatar und Karottenmarmelade

Frittierte Thunfischbällchen auf Erbsen-Minz-Guacamole mit Karottenmarmelade

Von Tanja Grandits und ihrem überragenden Kochbuch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche war hier schon des Öfteren zu lesen. Nachdem ich das Buch neulich bei Mipi physisch in den Händen halten und darin blättern konnte, war klar: HABEN WOLLEN!!

Glücklicherweise ist dieses Buch nicht wie viele andere Sammlungen göttlicher Eingebungen zum Kochen vergriffen und nur für astronomische Geldsummen auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen, ich nenne seit Kurzem ein Exemplar mein eigen. Eigentlich kann man blind drin blättern und den Finger rein halten, um ein geniales Rezept vorzufinden, faszinierend klingen sie alle.

Das vorliegende hat meinen Ehrgeiz besonders herausgefordert, ums Frittieren drücke ich mich wegen des Aufwands und der Unmengen Öl, die man dafür braucht, sonst immer herum. Die von Tanja Grandits bei diesem Rezept gewählte Kombination fand ich dann aber so spannend, dass ich mich mal überwunden habe. Es war zwar über eine Stunde harte Arbeit in der Küche, aber es hat sich gelohnt.

In eigener Sache: Änderung der Kommentarfunktion wegen Spam-Flut

Wie manche vielleicht schon bemerkt haben, werden Kommentare auf mankannsessen.de seit Kurzem nicht mehr sofort nach der Eingabe sichtbar. Da wir derzeit von einer Spam-Flut mit mehreren Dutzend Schrott-Kommentaren pro Tag heimgesucht werden, sahen wir uns gezwungen, einen Genehmigungsschritt zwischenzuschalten. Bitte seht es uns nach, wenn Eure Kommentare deshalb mit ein wenig Verzögerung angezeigt werden. Wir freuen uns weiterhin über jeden ernst gemeinten.

Gar nicht verkalkt: Rudolf May Silvaner Kalkmineral 2011 Kabinett

Rudolf May Silvaner Kalkmineral 2011

Da ich nördlich der deutschen Weinbaugebiete geboren bin und auch dort sozialisiert wurde, hatte ich schon einige Vorurteile über Wein mitbekommen, bevor ich den ersten Schluck davon genießen konnte. Eins davon war: "Frankenwein ist sauer". Der trockene, eher säurebetonte Wein aus Franken war schon damals nichts für Weineinsteiger, die typischerweise eher den süßlichen Schoppenweinen zugeneigt sind. Im traditionellen Bocksbeutel abgefüllt, war der Frankenwein schon immer was für Kenner und Liebhaber.

Offizielle Statistiken erhärten dies, etwa 40% der Frankenweine mit amtlichem Prüfsiegel tragen das Prädikat "trocken", eine etwa gleich große Menge wird in den klassischen Bocksbeutelflaschen abgefüllt. Wobei die fränkische Version von "trocken" die verschärfte ist, denn in Franken darf ein trockener Wein nur maximal 4 g/l Restzucker enthalten anstatt wie sonst in Deutschland 9 g/l. Den ältesten Urahnen des Bocksbeutels, ein keltisches Tongefäß aus der Zeit um 1400 v. Chr., fand man übrigens auf fränkischem Boden bei Wenigumstadt. Neben der Müller-Thurgau ist die Silvaner die klassische, prägende Weinrebe in Franken.

Rudolf May ist Winzer im fränkischen Retzstadt, ca. 20 km nördlich von Würzburg. Sein relativ junges Weingut, gegründet erst 1999, ist mit 13 ha Anbaufläche nicht gerade klein. Man ist dort stolz auf sein "Terroir", karge, "skelettreiche" Böden, die von Muschelkalk geprägt sind, und praktiziert naturnahen Weinbau mit viel Handarbeit an vorzugsweise alten Rebstöcken. Neulich hatte ich das Vergnügen, seinen Silvaner Kalkmineral 2011 zu verkosten, ein Geschenk der Familie.

Cucina rapida im September 2012 - Zusammenfassung

Cucina rapida im September 2012
Der September ist zu Ende - Zeit für die Cucina-rapida-Zusammenfassung. Herzlichen Dank an alle Einsender für die rapiden Rezepte.

Komplementär-Ästhetik: Gelbes Hühnercurry mit Auberginen und Pfirsichen

Gelbes Hühnercurry mit Auberginen und Pfirsichen

Auch bei den besten Rezepten isst das Auge mit, und Komplementärkontraste wirken immer besonders ästhetisch. Das war bei mir Auslöser für die Idee, für ein gelbes Hühnercurry Auberginen mit Pfirsichen zu kombinieren. Das Ergebnis ist ein leichtes, leicht gelingendes und sehr schmackhaftes Gericht. Ich glaube, meine frühere Kunstlehrerin wäre begeistert gewesen.

Mare e monti: Pappardelle mit Kräuterseitlingen und Seeteufel

Pappardelle mit Kräuterseitlingen und Seeteufel

Mare e monti, das Beste aus dem Meer und von den Bergen - ein schönes Motto für diese Pastasauce. Wem die Kombination aus Pilzen und Fisch seltsam vorkommt, wird überrascht sein, wie gut das zusammenpasst - einfach mal ausprobieren. Die Zubereitung dieses wunderbar aromatischen, herbstlichen Pastagerichts ist jedenfalls nicht besonders schwierig. Anstatt der hier verwendeten Kräuterseitlinge könnte man auch Steinpilze und anstatt des Seeteufels eine andere Fischsorte verwenden. Wichtig ist nur, dass es ein Fisch mit einem festen Fleisch ist, da es sonst zerfällt.

Auch in nicht-homöopathischen Dosen gut verträglich: Harteneck Gutedel 2011

Harteneck Gutedel 2011

Das Weingut Harteneck liegt im Markgräflerland, das ist die sonnenverwöhnte Region ganz im Südwesten Deutschlands, südlich von Freiburg. Dort hat man sich ganz dem biologisch-dynamischen Weinbau nach Demeter-Regeln verschrieben, das ist die Premier League des Bio-Weins, ökologischer Landbau unter anthroposophischen Prinzipien. Bei den Anbaumethoden spielt z. B. Hornkiesel und Hornmist eine zentrale Rolle "für die Biodynamik zur Speicherung kosmischer Kräfte (sic!)". Da darf man doch mal gespannt sein, einen Wein, der kosmische Kräfte bündelt, habe ich noch nie probiert.

Die Gutedel, je nach Region auch Chasselas oder Fendant genannt, gilt als eine der ältesten Rebsorten. Nach einer Überlieferung soll ihr Ursprung in Ägypten vor 5.000 Jahren liegen, auch wenn dies wissenschaftlich nicht bestätigt ist. Sie ist die meistangebaute Rebsorte der Schweiz und im Markgräflerland. Der Harteneck Gutedel 2011 trocken ist nach eigenen Angaben der beliebteste Wein des Weinguts.

Leichte Herbstküche: Indisches Fischcurry mit Kürbis

Indisches Fischcurry mit Kürbis

Auch jenseits der zur Zeit wieder allgegenwärtigen Suppe gibt es nette Rezepte mit Kürbis. Das hat auch das Zeitmagazin erkannt. In seiner aktuellen Ausgabe wird unter dem Titel "das Laub fällt, der Kürbis kommt" ein indisches Fischcurry mit Kürbis vorgestellt. Mir zumindest war bisher nicht bekannt, dass Kürbis Bestandteil der indischen Speisekarte ist. Aber es scheint tatsächlich so zu sein. Denn immerhin stammt das Gericht aus Pushpesh Pant's Buch "Indien - Das Kochbuch: Das einzige Buch über die indische Küche, das Sie unbedingt besitzen sollten", dem Titel nach zu urteilen also DIE Autorität für die indische Küche (auch wenn die Erstellerin der bisher einzigen Kundenrezension bei amazon.de diesbzgl. leichte Zweifel zu haben scheint).

Wie dem auch sei, wir bei mankannsessen.de haben das Gericht nachgekocht und für sehr gut befunden. Man sollte unbedingt darauf achten, festes Fischfleich zu nehmen, da es ansonsten leicht zerfällt. Der von uns verwendete Kabeljau ist bei der Zubereitung leicht zerfleddert. Abgesehen davon ist das aber ein wirklich empfehlenswertes asiatisches Kürbisgericht. Mal etwas anderes als die ewige Suppe.

Fanpost: Geburtstagsteller à la Lohnde

Geburtstagsteller à la Lohnde

Jeder Blogger freut sich über Fanpost, wenn sie von der eigenen Familie kommt, um so mehr. Einer meiner eifrigsten Leser ist mein Vater, ein klassischer Silver Surfer. Besonders meinen Weinkritiken widmet er große Aufmerksamkeit.

Neulich fühlte er sich inspiriert, ein Geburtstags-Abendbrot, welches er für meine Mutter vorbereitet hatte, im Mankannsessen-Stil zu fotografieren und zu dokumentieren. Ich meinte daraufhin, wo er sich nun so viel Mühe gegeben hätte, könne ich es ja nun auch verbloggen. Nach anfänglichem Zögern stimmte er zu.

Hier also der Geburtstagsteller à la Lohnde, Foto und Text im Original, genaue Zutatenliste auf Anfrage.

Nach dem Essen: Prickelnder Lesegenuss mit dem neuen Buch von Ann Westphal

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