Erbsen-Minz-Guacamole mit gebackenem Thunfischtatar und Karottenmarmelade

Frittierte Thunfischbällchen auf Erbsen-Minz-Guacamole mit Karottenmarmelade

Von Tanja Grandits und ihrem überragenden Kochbuch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche war hier schon des Öfteren zu lesen. Nachdem ich das Buch neulich bei Mipi physisch in den Händen halten und darin blättern konnte, war klar: HABEN WOLLEN!!

Glücklicherweise ist dieses Buch nicht wie viele andere Sammlungen göttlicher Eingebungen zum Kochen vergriffen und nur für astronomische Geldsummen auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen, ich nenne seit Kurzem ein Exemplar mein eigen. Eigentlich kann man blind drin blättern und den Finger rein halten, um ein geniales Rezept vorzufinden, faszinierend klingen sie alle.

Das vorliegende hat meinen Ehrgeiz besonders herausgefordert, ums Frittieren drücke ich mich wegen des Aufwands und der Unmengen Öl, die man dafür braucht, sonst immer herum. Die von Tanja Grandits bei diesem Rezept gewählte Kombination fand ich dann aber so spannend, dass ich mich mal überwunden habe. Es war zwar über eine Stunde harte Arbeit in der Küche, aber es hat sich gelohnt.

Spargel mal anders: Spargelsülze mit Joghurt-Wasabi-Sauce

Spargelsülze mit Joghurt-Wasabi-Sauce

Spargel mal anders, so startet die Spargelsaison 2011 auf mankannsessen.de. Die ungewöhnlichen Vorspeise ist eine Sülze aus Spargelsud, Erbsen, Mortadella und natürlich Spargel.

Das Ganze ist schön frühlingshaft, lässt sich gut vorbereiten und eignet sich wunderbar als Gästeüberraschung.

Unbedingt dazu gehört die Joghurt-Wasabi-Sauce. Sie gibt dem ganzen eine leicht scharfe Frische. Wasabi sollte dabei nur sehr sparsam verwendet werden, damit der subtile Spargelgeschmack der Sülze nicht untergeht.

Japanisch für Anfänger: Nudeln mit Schweinefilet, Gemüse und Seetang

Nudeln mit Schweinefilet, Gemüse und Seetang

Japanische Küche hat mir schon immer einen Heidenrespekt eingeflößt, wie das Meiste, das aus Japan kommt. Die japanische Kultur ist irgendwie so - puristisch trifft es wohl am besten. Das ist auch das Merkmal fast aller japanischer Rezepte. Der Charakter eines Gerichts wird mehr als anderswo von der Eigenart seiner Zutaten bestimmt, Gewürze spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Liste der Zutaten klingt dabei oft Furcht einflößend: Wer weiß schon auf Anhieb, was Miso, Daikon oder Mirin ist, geschweige denn, wo man es bekommt. Da ist es gut, wenn es in meinem Lieblings-Asienkochbuch, dem Großen Buch der Asiatischen Küche, ein echtes Anfängerrezept gibt, das man nicht nur mit Zutaten aus dem ganz normalen Supermarkt, sondern auch ohne ein Sushi-Zertifikat und bis an die Zähne mit Haiku-Messern bewaffnet hinbekommt. Wobei es in der Küche kaum etwas Besseres gibt als ein Haiku-Messer.

Das 10.000-km-Essen: Saibling mit Wasabi-Risotto und Teriyaki-Schalotten

Saibling mit Wasabi-Risotto und Teriyaki-Schalotten

Auf diesem Teller liegen 10.000 km. Denn so groß ist in etwa die Entfernung zwischen Mailand, der Hauptstadt der Risotto-Gegend Italiens, und Tokyo der Hauptstadt des Landes, das uns Wasabi, Sake und Teriyaki-Sauce bescherte. So fern sich die Zutaten geografisch sind, so gut passen sie kulinarisch zusammen. Es ist allerdings wichtig, dass man nicht zuviel Wasabi in das Risotto gibt, denn sonst wird es gegenüber dem Saibling zu dominant. Die Teriyaki-Schalotten bringen eine rustikale Würze ins Spiel. Uns hat diese italienisch-japanische Koproduktion durchaus gut geschmeckt - aus naheliegenden Gründen ;-)

No risk, no fun: Lachs auf Wasabi-Risotto mit Portwein-Limetten-Schalotten

Lachs auf Wasabi-Risotto mit Portwein-Limetten-Schalotten

Dieses Gericht ist schon eine gewagte Mischung. Aber wie heißt es so schön: No risk, no fun. Und die Risikobereitschaft wird belohnt, denn diese Kombination passt wunderbar. Das durch den Wasabi japanisch angehauchte Risotto bringt eine pikante Schärfe mit, die Schalotten eine fruchtige Süße. Der Queller, den mir der italienische Verkäufer in der Metro samt Empfehlung für die Zubereitung wärmstens ans Herz gelegt hat, bringt den Meeresgeschmack. Der Lachs wird bei niedriger Temperatur im Backofen gegart. Damit er dabei nicht austrocknet, ist er in Klarsichtfolie eingewickelt. Aber keine Sorge, die 60 °C hält die Folie locker aus, und sie hat auf den Geschmack keinerlei negative Einflüsse. Alles in allem ist das eine tolle Kombination. Einfach mal ausprobieren.

Yaki-toro to avocado no wasabi-joyu ae - Tunfisch in Avocadohälften

Tunfisch in Avocadohälften

Japanisch kochen ist schon was für Freaks. Unter den asiatischen Küchen hat die japanische mehrere Alleinstellungsmerkmale, von den puristischen Rezepturen und Zubereitungsarten über die zwingend absolut frischen, exotischen Zutaten bis hin zur kühlen Ästhetik in der Präsentation. Allein die Zutaten stellen eine große Hürde dar. Die sind oft selbst in gut sortierten Asienläden schwer zu beschaffen, da deren Betreiber meist Thais, Vietnamesen oder Inder und in japanischen Artikeln nicht so gut sortiert sind. Da ist es ein schwacher Trost, ein wirklich gutes Kochbuch für japanische Küche wie Kochkurs für Feinschmecker: Japan von Emi Kazuko geschenkt zu bekommen. Ein tolles Buch mit authentischen Rezepturen und professionellen, ästhetischen Fotos. Schade, dass es vergriffen ist, über Amazon z.B. bekommt man nur noch gebrauchte Exemplare.

Der Anspruch des Buchs ist allerdings ziemlich hoch, die Zutatenlisten sind durch die Bank Respekt einflößend. Deshalb war ich froh, darin dieses Rezept für Tunfisch in Avocadohälften gefunden zu haben. Hierbei besteht die Herausforderung in erster Linie in der Beschaffung von frischem Tunfisch und reifen Avocados. Wobei ich hier verraten darf, dass ich das Rezept mit Tunfisch aus der Tiefkühltruhe gemacht habe, und es hat trotzdem sehr gut geschmeckt. Der Rest der Zutaten ist auch in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Fremdkochen im März: Japanisches Rindfleisch mit Mandarinensauce und Pseudo-Shichimi

Japanisches Rindfleisch mit Mandarinensauce und Pseudo-Shichimi

Bei Foodfreak gab es vor kurzem Japanisches Rindfleisch mit Mandarinen-Soja-Sauce und Shichimi. Da passte es ganz wunderbar, dass das Thema des diesmonatigen Fremdkoch-Events Mandarinen sind. Ich packte also die Gelegenheit beim Schopf und kochte das Gericht nach. Leider war es auf die Schnelle nicht möglich, eine der Hauptzutaten, nämlich die japanische Gewürzmischung Shichimi Togarashi, aufzutreiben. Ersetzt wurde sie durch eine Mischung aus Sezuan-Pfeffer, Orangen-Pfeffer und Sesamsamen.

Fremdkochen Mandarinen

Ansonsten waren ja schon in Foodfreaks Rezept Verbesserungsanregungen enthalten. Die Frühlingszwiebeln habe ich im Ganzen blanchiert und dann gebraten, und in der Sauce wurde Knoblauch mitgekocht. Da bei uns Wert auf eine ausreichende Saucenmenge gelegt wird, basiert die Sauce auf einer größeren Flüssigkeitsmenge, die nicht ganz so stark eingekocht wurde wie bei Foodfreak. Trotzdem war das Ergebnis exquisit. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Gericht.

Blog-Event XLII - Eintopf: Steinbeißer mit Spinat auf japanisch

Steinbeißer mit Spinat auf japanisch

Dieses Gericht ist zwar kein Eintopf im herkömmlichen Sinne, aber streng genommen gehört es in diese Kategorie, denn es wird (ausgenommen der Reis, der als Beilage gereicht wird) komplett in einem Topf zubereitet. Daher reiche ich es zum Blog-Event XLII - Eintopf ein.

Blog-Event XLII- Eintopf - Einsendeschluss 15. Februar

Geschmacklich ist das Gericht sehr pur. Die Pralinenmeisterin hat ihn als gesund bezeichnet. Mir hat's geschmeckt, und gesund ist es in der Tat.

Als Beilage passt dazu Basmatireis.

St. Petersfisch auf Wasabi-Wirsing

Das Frustierende am St. Petersfisch ist, dass selbst wenn man ein großes Exemplar für viel Geld kauft, nur relativ wenig Fleisch übrig bleibt (auf dem Foto unten sieht man die Dimensionen). Aber immerhin kann nach dem Auslösen der Filets aus den sogenannten Abfällen noch einen Fischfond herstellen.

Der Fisch nach dem Auslösen der Filets. Seine Länge (Maul- bis Schwanzspitze) beträgt ca. 50 cm.

Als Beilage gibt es Wirsing, der zunächst ziemlich traditionell zubereitet wird. Seinen Kick bekommt er dann im Sinne eines japanisch-deutschen Joint-Ventures durch die Zugabe von etwas Wasabi, wodurch er eine frische, pikante Note erhält. Mit dem Wasabi sollte man aber vorsichtig sein, da seine Schärfe nicht alles überlagern darf.

Dazu passen sehr gut Salzkartoffeln und eine klassische Weißwein-Sahne-Sauce.

Gegrillte Makrelenfilets mit Chili-Kartoffelsalat und Wasabi-Gurken

Gegrillte Makrelenfilets mit Chili-Kartoffelsalat und Wasabi-Gurken

Vor kurzem ist mir das Buch "Hensslers Küche" von Steffen Henssler in die Hände gefallen. Mir gefiel, wie er japanische Einflüsse in seine Küche einbringt, und schließlich habe ich es gekauft.

In diesem Gericht wird sein Rezept für Wasabi-Gurken verwendet. Die Makrelen sehen zwar auf dem Foto ganz annehmbar aus. Aber das Grillen dieses Fisches, der ein eher weiches, fettiges Fleisch hat, war kein Vergnügen, sondern - im Gegenteil - eher nahe einem Desaster: Beim Wenden sind die Filets ziemlich zerfallen. In Zukunft werde ich für dieses Gericht wohl eher einen Fisch mit festerem Fleisch verwenden.

Nichtsdestotrotz war die Kombination aus gegrillten Fisch, dem Chili-Kartoffelsalat und den Wasabi-Gurken geschmacklich ein echtes Highlight (dies war zumindest das Feedback zu Hause, welches normalerweise brutal ehrlich und alles andere als zimperlich ist).

Nach dem Essen: Prickelnder Lesegenuss mit dem neuen Buch von Ann Westphal