Weinempfehlung zu einem oder mehreren Gerichten

Strasbourger Mitbringsel Teil 3: Etang des Colombes Viognier 2007

Etang des Colombes Viognier 2007
Vigneron Independant

Einen reinsortigen Viognier zu keltern, ist für die meisten Winzer eine besondere Herausforderung. Die Sorte gilt als schwierig zu vinifizieren, weil ertragsarm und empfindlich. Der bekannteste Viognier - und wohl auch einer der teuersten - dürfte der Condrieu von der nördlichen Rhône sein, die ursprüngliche Heimat des Viognier. Winzer Christophe Gualco vom Château Etang des Colombes aus der Nähe von Carcassonne in der Region Corbières hat sich der Herausforderung gestellt, die sensible Viognier im heißen Süden Frankreichs zu kultivieren. Das Ergebnis, der Etang des Colombes Viognier 2007, kann sich sehen und trinken lassen.

Strasbourger Mitbringsel Teil 2: Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Bordeaux Clairet 2007

Château Dubraud Clairet
Vigneron Independant

Eine Bauern- äh, Winzerregel besagt, dass Winzer, die gute Weißweine machen, auch passable Rosés produzieren. Dies dürfte daran liegen, dass beide Weintypen die Beherrschung vergleichbarer, sensibler Techniken erfordern. Der Blanc 2007 von Château Dubraud von Alain & Céline Vidal macht deshalb neugierig auf ihren Bordeaux Clairet 2007 - und das zu Recht. Ich konnte beide Weine auf der Straßburger Weinmesse verkosten.

Strasbourger Mitbringsel Teil 1: Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Blanc

Château Dubraud blanc
Vigneron Independant

Der Blanc von Château Dubraud von Alain & Céline Vidal ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Hersteller exzellenter Rotweine oft auch ein Händchen für die Vinifikation von Weiß- und Roséweinen haben. Leider sind tanninbetonte Bordeaux-Rotweine nicht so mein Fall. Um so besser, dass Familie Vidal auch jeweils einen sehr guten Weiß- und einen Roséwein im Angebot hat. Auf der Straßburger Weinmesse konnte ich sie alle probieren.

Sardinier und Sardellen: Araja - Valli di Porto Pino 2004, Cantina Santadi (Sardinien)

Araja - Valli di Porto Pino 2004

Schon länger habe ich auf eine Gelegenheit gewartet, die Kalbsrouladen mit Tomaten-Sardellen-Mozzarella-Füllung mit dem Tomaten-Sardellen-Risotto nachzukochen. Mein letzter Italiener im Keller, der Araja - Valli di Porto Pino 2004 der Cantina Santadi aus Sardinien, schien mir ein geeigneter Begleiter zu diesem Gericht zu sein. Sardellen und Sardinien, das musste doch passen.

Weinrallye #20: Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken 2007 von Weingut Hercher zu Kabeljau mit Kartoffelkruste

 Spätburgunder Rotwein Spätlese trocken 2007 von Weingut Hercher
Weinrallye

Wein zum Fisch, aber nicht weiß und trocken - ein schönes Thema für eine Weinrallye und eine gute Motivation für mich, meinen Einstand in dieser erlauchten Community zu geben. Das Thema ist mir deshalb sympathisch, weil es eine gute Gelegenheit ist, alte Zöpfe und Konventionen des Weingenusses abzuservieren. Natürlich passt Rotwein zu Fisch! Das ist allein eine Frage der Geschmackskomposition. Und wenn es so tolle Gerichte gibt wie Kabeljau mit Kartoffelkruste, Rotweinschalotten und Spinat gibt, die den Rotwein sogar explizit einfordern, braucht man sich nicht mal zu überwinden.

Down Under Meets Asia: 2007 Captains Chardonnay-Sémillon von Hardy's

2007 Captains Chardonnay-Sémillon von Hardy's

Eine Weinempfehlung zu Gerichten asiatischer Provenienz wie dem Tigerwels mit Karottenrisotto zu geben ist immer eine Herausforderung, besonders bei Fischgerichten. Speziell die oft präsente Schärfe, egal ob von Chillies oder von Ingwer - in dem hier erwähnten Rezept ist beides drin - bringt viele typischerweise zu Fischgerichten gut passenden leichten Weißweine aus dem Gleichgewicht. Erfahrungsgemäß kommen die traditionell etwas robusteren "Hot-Wineyard"-Weißweine der südlichen Hemisphäre mit dieser Situation sehr gut zurecht. Das gilt insbesondere für den 2007 Captains Chardonnay-Sémillon von Hardy's.

Der Wein zum Schwein: Cappello di Prete - Salento Rosso IGT 2003

Der Wein zum Schwein: Cappello di Prete - Salento Rosso IGT 2003

Diese Weinempfehlung war eine echte Herausforderung - und die erste, wo ich meine ursprüngliche Wahl noch nach Öffnen der Flasche revidieren musste. Ich hatte die runde Süße des dazugehörigen Gerichts, des Toskanischen Wildschweinragouts, gehörig unterschätzt. Ursprünglich hatte ich mir einen apulischen Primitivo ausgeguckt. Das dafür so typische Kirscharoma, so dachte ich, sollte vorzüglich zu der fruchtigen Würzsauce passen. Doch leider erwies sich der Wein dann doch etwas zu herb, um die Sauce richtig abzurunden. Es half alles nichts, die Flasche wurde für den nächsten Tag weggestellt. So etwas passiert halt, wenn man seinen Wein in Online-Shops bestellt und sich zu sehr auf die Beschreibung verlässt (zur Verlässlichkeit von Weinbeschreibungen siehe meinen ersten Artikel). Für Neugierige: Es war der A Mano 2007 von Fusione aus Apulien. Ich werde ihn bei einer passenderen Gelegenheit hier ausführlich beschreiben.

Allerdings war jetzt Eile geboten, denn das Essen stand verzehrbereit auf dem Tisch. Die eiserne Reserve aus dem Keller musste ran: Der Cappello di Prete - Salento Rosso IGT 2003.

Edles von Aldi: Finca Sobreno Crianza DO 2004

Finca Sobreno Crianza DO 2004

Ich freue mich, mich Euch heute vorstellen zu können. Ab sofort werdet Ihr von mir hier regelmäßig über Weine lesen, die ich zu mipis Rezepten ausprobiert habe und hier vorstellen werde.

Philosophisches

Ein paar Worte zu mir und meiner Philosophie: Ich würde mich zwar nicht als Weinkenner, aber als Weinliebhaber bezeichnen. Mit Wein beschäftige ich mich seit über 20 Jahren. Ein guter Wein ist für mich Bestandteil jedes guten Essens. Wobei "gut" heißen soll: Der Wein soll gut schmecken und gut zum Essen passen. Letzteres sehe ich ganz unideologisch, z.B. kann Rotwein zu Fisch erfahrungsgemäß eine echte Bereichung sein, hierzu werde ich demnächst etwas schreiben. Andererseits gibt es Kombinationen, die einfach nicht hinhauen, wie z.B. Sauvignon zu Spargel oder Syrah zu Brie-Käse.

Ich möchte mich hier auf Weine beschränken, die man sich leisten kann, d.h. auf solche, die max. 10 Euro kosten.