Man mag sich die vielleicht berechtigte Frage stellen, was ein Reisebericht über eine Wüstenreise in einem Foodblog zu suchen hat. Aber gerade bei einer Reise nach China spielt natürlich das Thema Essen eine große Rolle (die Frage, wie man sich in der Wüste ernährt, ist schließlich auch nicht ganz unspannend), und außerdem haben einige Leser seinerzeit den Wunsch nach einem Bericht und Fotos geäußert. Dem komme ich nun mit einem Weihnachtsspecial gerne nach.
Im zweiten Teil des Weihnachtsspecials startet endlich unsere Wüstenreise: 10 Tage werden wir durch die Wüste Gobi wandern und dabei u. a. ein Wüstenkloster besichtigen sowie die höchste Sanddüne der Welt erklimmen.
In die Wüste gehen ist in den Hochkulturen ein Akt der Reinigung, Selbstvermessung, der Verhaltensdisziplin und der Schärfung des Denkens. Jede Zivilisation vernachlässigt den Körper. Wir leben wie Tiere, die nie aus dem Stall herauskommen.
-- Otl Aicher in Gehen in der Wüste
Es gibt viele Wege, die zu essentiellen Erfahrungen im Leben führen. Der Weg über das Medium Natur ist einer davon. Aber keine andere Naturlandschaft übt eine stärkere Wirkung auf den Menschen aus als die Wüste. Von ihr geht eine zwingende Kraft aus, die jeden, der sie betritt, unweigerlich mit dem konfrontiert, was er noch zu lernen hat.
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