Über die einzig richtige Art, Rosmarinkartoffeln zuzubereiten

Über die einzig richtige Art, Rosmarinkartoffeln zuzubereiten

Zweifellos gehören Rosmarinkartoffeln zu den Klassikern der europäischen Küche, und wie es bei richtigen Klassikerrezepten der Fall ist, gibt es auch für Rosmarinkartoffeln verschiedene Ansichten über die einzig richtige Zubereitungsart.
Es scheint - ähnlich wie bei Rösti oder Bratkartoffeln - im Wesentlichen zwei Denkschulen zu geben: Die einen geben die rohen, mit Rosmarin gewürzten Kartoffeln in den Backofen und backen sie dort. Die anderen kochen die Kartoffeln zunächst und geben sie dann zum Bräunen entweder auch in den Backofen oder in eine Bratpfanne.

Ich persönlich finde, dass Letzteres die einzig richtige Art ist, Rosmarinkartoffeln zuzubereiten. Kartoffeln, die zunächst in der Schale gekocht und dann vor der Weiterverarbeitung abgekühlt sind, haben ein viel besseres, "kartoffeligeres" Aroma. Dadurch, dass die abgekühlten Kartoffeln dann langsam in der Pfanne gebraten werden, bekommt man aus meiner Sicht eine gleichmäßigere Bräunung hin.

Das Wichtigste bei der Zubereitung von Rosmarinkartoffeln ist, Geschmack - insbesondere
natürlich Rosmaringeschmack - an die relativ neutralen Kartoffeln zu bekommen. Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, bereits beim Kochen der Kartoffeln 1-2 Rosmarinzweige mit ins Wasser zu geben.

Auch die Kartoffelsorte spielt natürlich eine Rolle. Meine Favoriten sind La Ratte, Bamberger Hörnchen oder Moorsieglinde.

Alternativen zu meinem Rezept habe ich u.a. bei Winnegirl, genial lecker und Fool for Food gefunden.

Zutaten

(für 2 Personen)

  • 1 kg festkochende Kartoffeln (z.B. La Ratte, Bamberger Hörnchen oder Moorsieglinde)
  • 4 Zweige frischer Rosmarin
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Etwas Olivenöl
  • Salz (etwas gröberes Meersalz wie etwa [de Sel] passt hervorragend)
  • Pfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln zunächst gründlich säubern, falls nötig abbürsten (denn die Schale wird ja mitgegessen). Dann in einem Topf mit Salzwasser geben und gar kochen (eher kürzer als zu lang), dabei 2 Zweige Rosmarin mitkochen. Anschließend das Wasser abgießen, die Rosmarinzweige wegwerfen, und die Kartoffeln auskühlen lassen.

In einer ausreichend großem Pfanne etwas Olivenöl auf mittlere Stufe erhitzen. Die Knoblauchzehen schälen und halbieren. Die Hälften mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne geben. Einen weiteren Rosmarinzweig ebenfalls in die Pfanne geben. Den Knoblauch und den Rosmarinzweig hin und wieder in der Pfanne bewegen, damit das Öl den Geschmack annimmt.

In der Zwischenzeit die erkalteten Kartoffeln längs je nach Größe entweder in Hälften oder in Viertel schneiden. Die Kartoffelstücke in die Pfanne geben und langsam bräunen lassen. Dabei von Zeit zu Zeit - jedoch nicht zu häufig - wenden. Inzwischen die Nadeln des letzten Rosmarinzweiges fein hacken und beiseite stellen.

5 Minuten bevor die Kartoffeln fertig sind, den gehackten Rosmarin unter die Kartoffeln mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Kräuterkunde: Rosmarin

Alle verliebten Gaumenfreunde sollten sich den kommenden Montag, 14. Februar, dick im Kalender anstreichen, denn es ist wieder Valentinstag, der Tag der Liebenden! Und zu einem ordentlichen Valentinstag gehört natürlich ein schönes Essen zu zweit! Dami...

richtig

da habe ich Glück gehabt, ich blanchiere meine Kartoffelspalten etwa 2-3 Minuten bevor sie in den Ofen kommen und gehöre damit zur Fraktion der "Vorkocher" :-) Hier zu kommentieren und die Captcha-Hürde zu überspringen ist sehr schwer. Ich brauche im Durchschnitt 5 Anläufe.

Ja, das ist die "richtige"

Ja, das ist die "richtige" Fraktion ;-)

Bzgl. Captcha: Danke für den Hinweis. Jetzt sollte es einfacher gehen.

Ha, ich bin von der anderen

Ha, ich bin von der anderen Fraktion! ;-)

Das liegt sicher auch daran, dass mir die Geduld fehlt, dieses "langsam bräunen lassen" auszuführen. Ich haue die Kartoffeln roh und vor allem ohne Salz in den Backofen und kann mich währenddessen etwas anderem widmen.

Deine Schilderung erinnert mich an eine Art Bratkartoffeln mit Rosmarin, wie ich sie ab und zu serviert bekommen - mein Mitkoch hat die Geduld...

P.S.: Irgendwie kann ich nur als "Gast" schreiben, ist das normal so? Meinen Namen akzeptiert der Blog nicht, muss ich mich mit Passwort anmelden, nur um einen Kommentar schreiben zu können?

"Gast" ist nur die

"Gast" ist nur die Vorbelegung den Kommentierernamens. Den kannst Du ändern.
Selbstverständlich muss man sich nicht als Benutzer registrieren und mit Passwort melden, um einen Kommentar zu schreiebn ;-)

Ich sehe schon, 2009 muss

Ich sehe schon, 2009 muss Mutters Rosmarinbusch mal zu einer Rosmarinkartoffel-Versuchsreihe herhalten... klingt lecker.

Deine Schilderung erinnert

Deine Schilderung erinnert mich an eine Art Bratkartoffeln mit Rosmarin, wie ich sie ab und zu serviert bekommen - mein Mitkoch hat die Geduld.

Danke genau diese

Danke genau diese Zubereitungsart habe ich gesucht. So habe ich sie schonmal serviert bekommen und kann nur sagen es war köstlich. Macht man die Kartoffeln im Backofen haben sie leider viel weniger Geschmack. Danke!

Falls man gerade sehr viel Geduld...

...und recht kleine Kartoffeln hat, lässt sich auch "anders herum" kombinieren:

Die Rohen Kartoffeln halbieren / vierteln und in nicht zu wenig Schmalz und Öl in einer Gusseisernen Pfanne erst stark anbraten und dann bei schwacher Hitze garen (Je nach Größe der Kartoffeln 20-45 Min). So werden sie gleichmäßig schön braun und es geht nichts an Aroma verloren. Wie Du gebe ich kurz vor Ende der Garzeit Kräuter, aber auch grob gehackte Zwiebel und den Knoblauch zu. Leider nicht sehr Kalorienarm das ganze. ;-)

lG mene

Geduld

Danke für diese Variante. Ich glaube gar nicht mal, dass Deine Variante viel länger dauert als meine, denn immerhin spart man sich bei Deiner Variante ja das Kochen er Kartoffeln. Ich werde diese Variante mal ausprobieren. Dafür brauche ich aber erst einmal eine gusseiserne Pfanne.

Nette Variante

Je nachdem wieviel Zeit, Muße und Platz ich gerade habe, ist die Kombination aus Kochen und Braten auch mein Liebling. Bei Bratkartoffeln macht man es schließlich auch so (OK, da scheiden sich mitunter die Geister). Wenn man den Platz auf dem Herd braucht kann man den Backofen nutzen.

Für spontane schnelle und einfache Ofengerichte kann man sich selbst das Vorgaren sparen. Wenn ich abends von der Arbeit komme, ist es einfach relativ bequem bloß noch die Kartoffeln zu spalten, zu würzen (Salz, Pfeffer, Rosmarin, Paprika), etwas Sahne anzugießen, zwei gut gewürzte und mit Knoblauchscheiben bestückte Hänchenschenkel draufzulegen und das Ganze z.B. im offenen Bräter in den Backofen zu schieben.

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