Babylonische Sprachverwirrung? - Gnocchi mit Tomaten-Morchel-Sauce

Gnocchi mit Tomaten-Morchel-Sauce

Wie es scheint, ist die Foodblogger-Gemeinde noch auf der Suche nach dem perfekten Gnocchi-Rezept (siehe etwa hier, hier und hier). Da also die Herstellung sehr guter Gnocchi alles andere als einfach zu sein scheint, verwende ich bisher immer Fertigware. Dass allerdings der Kauf selbiger auch nicht so ganz einfach ist, zeigt der folgenden Dialog, der sich im örtlichen Supermarkt abgespielt hat:

mipi:
Entschuldigung, ich hätte eine Frage. Und zwar suche ich fertige, abgepackte Njocki. Können Sie mir sagen, wo ich die finde?
Verkäuferin:
Was suchen Sie?
mipi (überdeutlich artikulierend):
Ich suche NJOCKI.
Verkäuferin:
Was ist denn das?
mipi:
Das sind so kleine runde italienische Teigdinger aus Kartoffelmasse. Man schmeißt sie in heißes Wasser und lässt sie gar ziehen. So ähnlich wie Schupfnudeln.
Verkäuferin:
Ach so, Sie meinen GNOTSCHI. Hier bei uns heißt das GNOTSCHI. Die sind dahinten im Regal bei den Schupfnudeln.

Solch eine babylonische Sprachverwirrung lässt sich natürlich leicht vermeiden, indem man seine Gnocchi selber herstellt. Aber ich weiß jetzt ja wo sie liegen, die Gnotschi, und muss somit nicht mehr fragen. Andererseits, vielleicht lohnt sich die Eigenproduktion ja doch. Es soll da so ein tolles Rezept von Elfie Casty geben, in dem Quark verwendet wird ...

Zutaten

(für 2 Personen)

  • 25 g getrocknete Morcheln
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL frischer, gehackter Rosmarin
  • 1 rote Chili
  • 800 ml Dosentomaten
  • Etwas Butter
  • Etwas Sherry
  • 200 ml Crème fraîche
  • 500 g Gnocchi
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Morcheln in 1/2 l heißem Wasser mindestens 1 Stunde lang einweichen. Anschließend abgießen, das Einweichwasser aufbewahren und filtern (etwa mit Küchenkrepp). Die Morcheln gründlich spülen und klein schneiden.

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Chili entkernen und ebenfalls fein hacken. Von den Dosentomaten den Stielansatz entfernen und in Stücke schneiden. Den Tomatensaft aufbewahren.

In einer Pfanne, in der auch die Gnocchi Platz haben, die Butter bei mitteler Hitze zerlassen und Schalotten, Knoblauch, Rosmarin und Chili anbraten. Mit etwas Sherry ablöschen und die Tomaten samt Saft sowie die Morcheln samt Einweichwasser hinzugeben. Salzen und bei mittlerer Hitze in ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Anschließend die Crème fraîche hinzufügen, verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Währenddessen die Gnocchi nach Anleitung garen und danach in die Pfanne geben. Mit der Sauce verrühren und zusammen mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Gnotschi

Wahrscheinlich lagen die gleich neben den Sutschini ... :-)

Ach ja, die Gnotschi! Dazu

Ach ja, die Gnotschi! Dazu trinkt man dann noch einen lecker Grittscho, gell?

Aber das Rezept klingt lecker, muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren. Ich kaufe die NJOCKI übrigens auch schnöde im Supermarkt. ;)

Knotschis und Schlupfnudeln

Das Rezept klingt absolut lecker. Fertige Gnocchis sind völlig ok. Wenn man sie aber selber machen möchte, kann ich diese hier http://www.foolforfood.de/index.php/yumyum/rezept-ricotta-gnocchi#more931 nur empfehlen! Göttlich, weil leicht und zart.

Das heisst doch Knottschie!

Solche Leute kenne ich auch, die immer Knottschie essen. Sie erklären anderen Leuten auch gerne, dass sie keine Ahnung haben, wenn sie von Njocki sprechen. - Vielleicht meinen sie ja wirklich was anderes?

@Andrea: Das heißt aber Gritschiiiio! Heißt ja schließlich Auch Karpatschiiio ;o)

Heute ess' ich garantiert nichts Italienisches mehr...

Ich glaube, meine

Ich glaube, meine Schwiegermutter würde mich exkommunizieren lassen, bei Fertig-Gnotschis.....Neben Gnotschis finde ich Latte Mattschiato und zwei expressos auch gan schön...:-)

Aha....

... noch eine Bezeichnung :-)))
hier bei uns im Haus werden die Gnocci von meinem Mann " Knitschies " genannt :-)))
Bis vor kurzem habe ich sie auch immer im Supermarkt gekauft und so hat men Mann sie dann beim Essen " empfunden "
Ich habe dann das Rezept von Frau L. probiert und seitdem werden sie nur noch selber gemacht und bekommen nicht die Bezeichnung " Knitschies "
Dein Rezept ist Klasse und es ist schon auf die Liste gesetzt, die übrigens immer länger wird .....

Deshalb suche ich die

Deshalb suche ich die selber... Auch im Supermarkt, meistens jedenfalls. Bei uns gibt's ja meist Cucina rapida...

Ich hab mich auch mal weggeworfen, als jemand sagte, als Brot kaufe er gerne auch mal Ziiia-badda.

die Ricottavariante kann ich

die Ricottavariante kann ich auch empfehlen !

Mist!

Die Bemerkung mit dem Expresso hat mir Peppinella schon weggeschnappt! ;)
Ich kann aber noch die beliebte Kaffeehaus-Variante eines Cappuccinos nachschieben:
Tässken Kaffee mit Sahnehaube!
Wirklich erlebt! Und danach gibts ein Glas pinno kritscho... Oder einen Prosecco.
"Fizzante oder Spumante"?
"ähhh...."

Aber auch ich gehöre zu den Leidgeplagten auf der Suche nach dem perfekten Rezept:
Ich sach nur "Süßkartoffelgnocchis", zur Nichtnachahmung bei mir empfohlen ;)

Sprach Kuddel Muddel

Ach man muß auch mal die leidgeprüften Menschen im Verkauf in Schutz nehmen. Die Kundin,die bei mir ein Paket Jolö kaufen wollte,wäre fast um ihr Vergnügen gekommen. Nach mühevollen Fingerzeig Übungen - "Meinen Sie DIE? Ach nein,DIE vielleicht? - sind wir dann irgendwann bei "Gauloises" hängen geblieben.
Regel Nummer 1: Nur das essen,trinken,oder rauchen was man auch aussprechen kann!

Gnotschi finde ich nach

Gnotschi finde ich nach meinen Erfahrungen mit dem Biss meiner selbstgebastelten und auch mancher in Restaurants einen sehr treffenden Ausdruck für die Dinger, lautmalerisch deren Pampigkeit beschreibend.
Ich nehme mal an, die bei Frau L und anderen gerühmten tun dem Namen Nioggi wirklich Ehre.

Gnotschi ist der Fachausdruck

Gnotschi ist der Fachausdruck für matschige Gnocchi. Die Frau kennt sich also voll aus und du machst sie lächerlich. ;-) Sieht lecker aus dein Gnoccchiraguu.

Eine sehr deutsche

Eine sehr deutsche "Diskussion".
Wenn der italienische Kellner (vielleicht auch die italienische Schwiegermutter) in der hiesigen Expressobar an jedes Wort ein eigentlich meist unnötiges "e" hängt und manchesmal nach Jahren noch kreativst mit dem Satzbau umgeht, dann ist das charmant, schließlich ist er/sie Italiener/in und das darf man hören.
Wenn vergleichbares dann aus dem Mund von Else aus Hintertupfingen kommt, die vielleicht einfach über keine Fremdsprachenkenntnisse verfügt oder nicht zur weltgewandten Toscana-Fraktion unserer Gesellschaft gehört, dann ist das....eben nicht dasselbe.
Warum eigentlich?
Anka, die im Übrigen weiss, wie man Gnocchi ausspricht!

Super Rezept

Wow, dass hat einfach Super geklappt und geschmeckt! ich habe das Rezept letztes Wochenende für meine Freundinnen ausprobiert und die waren wirklich alle einstimmig begeistert! Mir hat es auch wirklich gut geschmeckt, und ich war überrascht, dass es beim ersten mal ausprobieren so gut geklappt hat! Danke...wirklich toller Tipp.

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