Bulljabääs: Fischsuppe Sylter Art

Fischsuppe Sylter Art

Wer sagt denn, dass eine gute Bouillabaisse nur auf provencialische Art gelingen kann? In meinem letzten Urlaub auf Sylt habe ich mich auf lokal erhältliche Zutaten beschränkt, und siehe da: Auch eine "Bulljabääs" Sylter Art schmeckt ganz manierlich. Sie kommt ohne Muscheln und Safran aus, den Pastis ersetzt ein ordentlicher Schluck Küstennebel. Und wenn die echte Bouillabaisse wüsste, was ihr ohne die Sahne entgeht ...

Zutaten

für 3 Personen

  • 500 g Fischfilet (Rotbarsch, Dorsch)
  • 300 g Garnelen, küchenfertig
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 faustgroße Fenchelknollen
  • eine halbe Knoblauchknolle
  • 3 Schalotten
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 1 kleine Dose Tomaten
  • 10 cl Küstennebel
  • 1 Becher Sahne
  • 1 TL Thymian
  • 500 ml Gemüsebrühe (instant)
  • 1 Glas Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 3 getrocknete Chilischoten

Zubereitung

Fischfilets in ca. 2 cm lange Würfel schneiden, ebenso die geschälten Kartoffeln. Die Schalotten schälen und vierteln. Die Fenchelknollen und die Paprika putzen und in Streifen schneiden. Knoblauchzehen abziehen und fein würfeln. Tomaten abgießen und klein schneiden.

Butter in einem großen Suppentopf zerlassen, Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen. Fenchel, Kartoffeln und Paprika hinzufügen und ebenfalls anschwitzen. Mit Küstennebel ablöschen, mit Wein und Gemüsebrühe aufgießen und dünsten, bis die Kartoffeln fast gar sind, das sollte etwa 15 Minuten dauern.

Fischwürfel, Garnelen und Tomaten hinzufügen, mit Thymian, Salz, Pfeffer und zerstoßenen Chilischoten würzen. Mit Sahne aufgießen und den Fisch gar ziehen lassen. Abschmecken und servieren.

Dazu passt ...

... ein trockener, fruchtiger Weißwein aus Südfrankreich, z.B. ein Entre deux Mers oder ein Côtes du Rhône blanc. Ein formidables Exemplar dieses hierzulande leider kaum beachteten Weines habe ich von meinem jüngsten Streifzug über die Straßburger Weinmesse mitgebracht und werde es demnächst hier vorstellen.

ja ja, "tolle" Sache mit der

ja ja, "tolle" Sache mit der Crème bei 35° im Schatten im Süden.......Vergorene bouillabaisse, nein danke!
Lass die Crème mal lieber auf Sylt, da hat's ja selten über 20° im Sommer!

Re: Crème im Süden

Also meine Suppe hatte deutlich mehr als 35 °C. ...
Aber wenn's im Süden keine Kühlschränke gibt, sollte man's wohl doch lieber lassen ... ;-)

Kommentar

Das hört sich wirklich sehr lecker an, hier sind auch noch tolle Rezepte http://www.genuss.de/3/Essen-Trinken

Das ist ja mal ne klasse

Das ist ja mal ne klasse Kombination, das Rezept nehme ich mir gleich mal mit :-)

Der Hammer

Hab das Rezept eben mal ausprobiert, der Wahnsinn!
Ich musste zwar notgedrungen die Paprika und den Küstennebel substituieren, aber so ne Suppe ist ja variabel ;)

Achtung ... 3 Chilischoten

Achtung ... 3 Chilischoten sind definitiv zu viel!

Chili

Sind sie zu stark, bist Du zu schwach ... :-)

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