Für Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet: Kronstädter Apfelkuchen

Kronstädter Apfelkuchen

Herbstzeit ist Apfelzeit. Was kann man aus Äpfeln nicht alles herstellen? Wie man neulich hier sehen konnte, taugen sie ja sogar als "Sättigungsbeilage". Meine Lieblings-Verwendungsform ist allerdings Apfelkuchen in jeder denkbaren Variante, vor allem, wenn er von meiner liebsten Bäckermeisterin zubereitet wird. Meinen absoluten Favoriten, den Kronstädter Apfelkuchen, will ich heute hier vorstellen.

Kronstadt liegt buchstäblich in den Karpaten, in den rumänischen, um ganz genau zu sein. Offenbar wachsen dort köstliche Äpfel, und hochprozentigen Getränken ist man ebenfalls sehr zugetan. Dem nach dieser Stadt benannten Kuchenrezept merkt man das deutlich an. Es wird wesentlich beeinflusst durch die großzügige Verwendung von Spirituosen, idealerweise Calvados, und ist deshalb für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Auch wenn ja die alten Friesen ihre Kinder mit Met großgezogen haben sollen. Man kann für eine familienfreundliche Variante den Schnaps zwar weglassen, aber wie das mit alkoholischen Getränken so ist, schmeckt es dann nur halb so gut.

Im Internet findet man viele Quellen für dieses Rezept, die alle mehr oder weniger identisch sind. Meins ist allerdings das erste mit Foto. :-)

Zutaten

Hinweis: Die Menge der Zutaten ist für ein Backblech berechnet. Für eine 28er Springform sind die Mengenangaben zu halbieren. Das geschieht aber auf eigene Gefahr, es kann gut sein, dass man es hinterher bereut, nicht doch ein Blech gemacht zu haben.

für den Teig:

  • 360 g Mehl Type 405
  • 2 TL Backpulver
  • 180 g zimmerwarme Butter
  • 120 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • etwas Zitronenschale (oder Citro Back)
  • nach Geschmack 1 Handvoll Rosinen (kann, muss aber nicht)

für den Belag:

  • 1,5 kg säuerliche Äpfel (Boskoop, Elstar o.ä.)
  • 8 EL Zucker
  • 8 EL Calvados oder andere Spirituose nach Wahl
  • 2 EL Hagelzucker

für den Guss:

  • 60 g weiche Butter
  • 80 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Schuss Calvados o.ä.

Zubereitung

Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Zucker und dem Calvados (o.ä.) etwas ziehen lassen, ideal sind ein paar Stunden oder über Nacht. Wenn es schnell gehen soll, kann man die Äpfel aber auch direkt weiterverarbeiten. Wer mag, kann noch eine Handvoll Rosinen darunterrühren.

In der Zwischenzeit die Zutaten für den Teig mit Knethaken verarbeiten. Nicht wundern, wenn es nicht glatt wird, der Teig soll krümelig werden. Die Teigkrümel auf einem gefetteten Backblech verteilen und andrücken. Wem hier Zweifel kommen: Es gehören wirklich keine Eier an den Teig.

Die Äpfel auf dem Teigboden gleichmäßig verteilen und 1 EL Hagelzucker darüberstreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C auf mittlerer Schiene 30 min. backen.

Während der Kuchen backt, die Zutaten für den Guss mit dem Mixer schaumig rühren. Wenn der Kuchen gar ist, aus dem Ofen nehmen, den Guss über den Äpfeln verteilen und noch weitere 10 min. backen. Die ganz Harten träufeln jetzt noch mal einen Schuss Schnaps darüber, das ist mir dann aber doch zu viel.

Zur Deko noch 1 EL Hagelzucker darüberstreuen und mit Schlagsahne servieren.

Dazu passt ...

Eine Tasse Milchkaffee oder Darjeeling-Tee. :-)

Kronstadt scheint es in jedem

Kronstadt scheint es in jedem Land zu geben, ich kenne den gleichen Kuchen mit hoch% Guss auch als normannischen oder tarte alsacienne.....

Ich liebe Apfelkuchen. Und er

Ich liebe Apfelkuchen. Und er hier sieht besonders gut aus.

genau richtig für dieses

genau richtig für dieses nasskalte, stürmische Wetter hier! Der Kuchen wärmt dann wenigstens auch ein bisschen von innen :-)

Zum Glück bin ich knapp über

Zum Glück bin ich knapp über 18. ;-)

Neben "roh" essen und

Neben "roh" essen und Bratapfelmarmelade draus zu machen ist Kuchen meine 3. liebste Variante. Die Alkohol-Zugabe schafft fast Platz 2. Doch meine Bratapfelmarmelade hat enthält auch Rum ... also reicht es doch nicht ganz :-)

Absolut Saison, so muss es

Absolut Saison, so muss es sein... schönes Rezept. Ich habe auch gerade ein Apfel Post in der Pipline... geht aber mehr in die pikante Richtung.

Zum Krankessen!

Ich habe mal eine Weile in Remscheid gelebt. Wenn man dort etwa sehr schmackhaft fand, dann sagte man: "Da isst man sich 'nen Doktor dran." In unserer Küche hätte deshalb gestern eigentlich ein Ärztekongress tagen müssen, denn ich habe das Rezept ausprobiert und der Kuchen schmeckt so wunderbar, dass ich nur sagen kann: "Nachmachen!". Er ist einfach unbeschreiblich lecker! Übrigens sollte der Hinweis bei "Zutaten" unbedingt befolgt werden.

Rezept

Das Rezept und Bild sieht echt lecker aus. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Allerdings frage ich mich doch, was man anstatt dem Alkohol verwenden kann und ob es vom Geschmack her einen Unterschied machen wuerde? Was kann ich denn statt Calvados verwenden? Das Rezept sieht echt lecker und super saftig aus!

Re:

@Bolliskitchen: Aus Frankreich war damit eigentlich zu rechnen :-)
@Kochschlampe: What you see is what you get :-)
@Eva: So hab ich das noch gar nicht gesehen, stimmt aber.
@Christina: Schwein gehabt. ;-)
@barcalex: Klingt verlockend, hast Du das Rezept irgendwo?
@Andreas: Ich werde nachlesen.
@Jutta: Und, habt Ihr's überstanden?
@Leni: Versuch's vielleicht mal mit Apfelsirup.

@weinnase: Die

@weinnase: Die Bratapfelmarmelade ist hier zu finden:
http://www.allekochen.com/?p=741

lg barcalex

Hat auch der Tochter geschmeckt

Ein wirklich leckerer Kuchen, den ich gar nicht so hochprozentig fand (ich hab aber auch nur die Äpfel im Calvados eingeweicht. Zur Buttermasse hab ich keinen Alkohol dzugegeben. Meine jugendliche Tochter, die alles Alkoholische versschmäht (ja, die gibt es auch!), hat gerne zugegriffen. Der Rest der Familie auch. Daher ist die Warnung mit der runden Form durchaus angebracht: Das Blech war ruckzuck leer!

Mmmm ...

... ich glaube damit kann ich meine Kollegen im April begeistern, wenn ich geburtstagstechnisch Einen ausgebe :)

Nachgekocht ...

... und für sehr lecker befunden. Nur für ein Beweisfoto blieb keine Zeit mehr ;)

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