Herbst mediterran: Kürbis-Quiche mit Parmesan-Mürbteigboden und Salbei

Kürbis-Quiche mit Parmesan-Mürbteigboden und Salbei

Und weiter geht's mit den Herbstrezepten. Dieses mediterran angehauchte haben wir bei dem Blog mit dem schönen badischen Namen Schöner Tag noch entdeckt. Dass Kürbis ein durchaus edles Gemüse sein kann, wenn man ihn nur richtig zubereitet, zeigt sich hier einmal mehr.

Das fast puristisch anmutende Rezept kommt mit wenigen Zutaten und vor allem fast ohne Gewürz aus, sein wichtiger und dominanter Bestandteil ist Parmesan. Die Mengenangaben sind übrigens so korrekt, das Verhältnis von Mehl zu Parmesan im Mürbteig ist tatsächlich 3:2. Wir haben es mit zwei minimalen Veränderungen nachgekocht bzw. gebacken: Mit Mascarpone statt Sauerrahm, der musste nämlich weg. Und auf das Eiertrennen haben wir verzichtet, eigentlich aus Flüchtigkeit. Hat aber beides sehr gut funktioniert.

Ach so, und wir haben gleich die doppelte Menge gemacht, trotzdem war die Quiche nach 24 Stunden verputzt. Die Menge im Originalrezept ist eher was für eine Vorspeise. In kleine Happen geschnitten, können wir sie uns als Hors d'oeuvre zu einem Glas Sekt gut vorstellen.

Zutaten

für zwei Personen als Hauptgericht oder für vier Personen als Vorspeise
Für den Parmesan-Mürbteig:

  • 100g Mehl
  • 65g frisch geriebener Parmesan
  • 65g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 EL Sauerrahm, saure Sahne oder Mascarpone

Für den Belag:

  • 8-10 Blätter frischer Salbei
  • 300g Kürbis-Fruchtfleisch, vorbereitet gewogen (bei mir: Hokkaido)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • 100ml Fruchtsaft, z. B. Apfelsaft
  • 1 Ei
  • 75g Sauerrahm, saure Sahne oder Mascarpone
  • Salz, Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Butter
  • Parmesan am Stück zum Garnieren

Zubereitung

Für den Teig das Mehl mit dem geriebenen Parmesan in einer Schüssel mischen und die kalte Butter in Stückchen und das Ei dazu geben. Sauerrahm oder Alternativen ebenfalls dazugeben und mit der Küchenmaschine (Knethaken verwenden) durchkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank 30 Minuten kaltstellen.

Für die Füllung die Hälfte der Salbeiblätter fein hacken. Kürbis waschen, halbieren, mit einem Esslöffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch herauskratzen. Kürbis in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Zwiebeln mit dem gehackten Salbei darin anschwitzen. Dann die Kürbiswürfel zugeben, ebenfalls anschwitzen. Mit Fruchtsaft ablöschen, salzen und den Kürbis bei mittlerer Hitze zugedeckt in ca. 15 Minuten weich kochen. Anschließend mit dem Stabmixer fein pürieren und abschmecken, ggf. nachsalzen.

In einer Schüssel das Ei und den Sauerrahm miteinander vermischen. Creme kräftig mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. Kürbispüree unterrühren.

Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit dem Nudelholz zu einem gleichmäßigen, dünnen Rechteck ausrollen. Teig in die Tarteform legen, dabei rundherum einen Rand hochziehen.

Kürbis-Sauerrahm-Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Kürbis-Quiche im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 30-35 Minuten backen.

Kürbis-Quiche aus dem Backofen nehmen. Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die restlichen Salbeiblätter darin knusprig braten. Salbeiblätter und frisch gehobelte Parmesanspäne auf der Quiche verteilen. Nochmals etwas schwarzen Pfeffer darüber mahlen, dann die Tarte (lau-)warm servieren.

Dazu passt...

... ein kräftiger Rosé, gerne ein mediterraner. Wir hatten z. B. den Mesa/4.9 Rosado aus dem Mesa-Projekt von vinos.de. Dazu an dieser Stelle nur so viel: Wenn es einen todsicheren Tipp für Weine mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt, dann ist es dieser. Der einzige Haken: Man muss sich mit der Herkunftsbezeichnung "Vino de Espana" zufrieden geben. Das ist aber definitiv kein Risiko. Wer's nicht glaubt: Einfach ausprobieren!

Nicht so begeistert

Ich habs ausprobiert und bin nicht so begeistert. Der Boden ist großartig (wird sicher für andere Tartes genutzt), die Füllung ist optisch sehr toll. Geschmacklich war es ok (ich würde nächstes Mal etwas Chili hinzufügen), das Problem ist die Konsistenz. Es fehlt eindeutig etwas zum Kauen (der Boden allein reicht da nicht). Vielleicht ist es tatsächlich besser die Tarte als Häppchen zu servieren und nicht als Hauptmahlzeit. Dann stört die sehr einseitige Textur vielleicht nicht so.
Insgesamt hat sich der Versuch trotzdem gelohnt. Erstens habe ich ein tollen Tarteboden entdeckt (danke dafür!) und zweitens weiß ich, dass ich mir den Versuch mit Pumpkin Pie wohl sparen kann, der dürfte hier auch nicht auf Begeisterung stoßen. ;)

Re: Nicht so begeistert

Danke für Dein ehrliches Feedback, die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Idee: Wem tatsächlich Biss fehlen sollte, der kann das Rezept evtl. mit etwas Müsli-Crunch ergänzen.

Das Kürbis Quiche mit Parmesan Rezept

Hallo,
ich habe es probiert und fand es genial. Allerdings ein paar Abweichungen :-)
Der Kürbis (Butternut) gab mehr her, also habe ich alle Angaben verdoppelt und eine Hohe Springform gewählt. Der Kürbis wurde geraspelt, und nur kurz in der Pfanne mit den Zutaten plus Pinienkerne angeschwitzt, anschliessend wurde nicht püriert (!!) denn ich wollte etwas Biss haben. Zum Ablöschen unbeding Orangensaft, das gibt eine Super Frucht - Säure.
Das nächste Mal versuche ich diesen Teig mit der Tarte Tartin!
Toll!
Grüße, Uwe

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