Saisonstart: Teepralinen

Teepralinen

So, endlich ist es so weit: Pralinenzeit!

Und nicht vergessen: Pralinen an kühlem Ort (nicht: Kühlschrank!) aufbewahren, am besten im Keller und für jede Praline einzeln runterlaufen - das hilft, die gebunkerten Kalorien gleich wieder zu verbrennen ...

Zutaten

(für ca. 35 Stück)

Füllung

  • 100 g Sahne
  • 4 Beutel kräftiger Assam Tee
  • 200 g Milchkuvertüre (= weiße Schokolade)

Umhüllung

  • 400 g dunkle Kuvertüre
  • 60 g Vollmilchkuvertüre

Zubereitung

aus: Feinste Pralinen selbst gemacht (mit persönlichen Erfahrungskommentaren...)

Die Sahne in einem Topf aufkochen. Die Teebeutel einlegen, den Topf von der Kochstelle nehmen und den Tee etwa 10 min ziehen lassen. Die Teebeutel aus der Sahne entfernen. (da die Teebeutel sehr viel von der Sahne aufsaugen, nach dem Ziehen gut ausdrücken; ich habe die Sahne zwischendurch nochmals etwas erhitzt, da die Teebeutel nur wenig Farbe abgeben wollten - es war ihnen anscheinend in der mittlerweile lauwarmen Sahne zu kalt; schwarzer Tee liebt schließlich kochendes und nicht abgekühltes Wasser...)

Die Milchkuvertüre in feine Stücke hacken und in die warme Teesahne einrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. (sollte sich keine homogene Masse ergeben, lieber nicht den Topf direkt auf der Herdplatte erhitzen - auf diesem Weg löst sich eine Menge Fett heraus, das ich dann weggetan habe, was aber wegen seiner Funktion als Geschmacksträger und Schmelzgeber eigentlich hätte drinbleiben sollen...andererseits hatten die Pralinen auf diesem Weg vielleicht etwas weniger Kalorien)

Die Masse auf eine mit Backpapier ausgelegte Unterlage etwa 5 mm dick streichen. An einem kühlen Ort in 24 Stunden fest werden lassen.

Am nächsten Tag die erstarrte Masse mit einem Messer oder einer Rollharfe in 2 x 2 cm große Stücke schneiden.

Die dunkle Kuvertüre temperieren (ideal: 31 - 32 °C; ich präferiere die sog. Impfmethode). Die Rohlinge damit überziehen, auf Backpapier absetzen und trocknen lassen. Vollmilchkuvertüre (eigentlich stand im Originalrezept weiße Kuvertüre, die wollte ich aber nicht schon wieder verwenden) temperieren, in eine Spritztüte füllen, die Spitze mit einer Schere abschneiden (oder: Kuvertüre in Tüte geben und im Wasserbad vorsichtig schmelzen lassen, herunterkühlen auf 31 - 32 °C, dann Spitze abschneiden oder mit spitzem Gegenstand anstechen) und auf jede Praline z.B. das Wort "Tee" schreiben. (Im Pralinenkochbuch war diese Aufschrift höchst filigran und sehr gut leserlich - das bedarf entweder besonderer Gerätschaften, außerordentlicher feinmotorischer Fähigkeiten oder beidem. Für mich war das zu hoch - unter Amateur-Voraussetzung sind Phantasiemuster wie z.B. Spiralen, Schlangenlinien wesentlich einfacher zu realisieren; und wenn man es mit der Temperatur genau nimmt, kommt es auch nicht zu den weißen Verfärbungen, die dem Geschmack aber keinen Abbruch tun.)

auch hier ein Hinweis auf den Urheber des Rezeptes: E. Schell, Schokoladenmanufaktur Schell, Gundelsheim

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ha, wir haben die

ha, wir haben die süßwarenproduktion auch dieser tage losgehen lassen. by the way: diese teepralinen sehen sehr, sehr chic aus!

wie praktisch ! mit

wie praktisch ! mit Versandadresse :-) Tee hab ich genug.

Boar ne!

Die sehen ja mal - für selbstgemachte - richtig gut aus! Wir bzw. ich habe mich letztens auch daran versucht. "Mit etwas Geschick und Erfahrung gelingt aber auch diese Disziplin", sagte ich zu mir selbst. Denkste! Ich hatte eine sehr komische Anleitung und wohl nicht das nötige Geschick - so ist auch der erfahrensten Hobbykoch überfordert. Als ich 1 Kilogramm Schokolade erst vor Wut gegen den Fliesenspiegel gedonnert, dann in die Mülltonne geschmissen habe und die Küche aussah wie nach einem 30-jährigen Krieg, kam die Erkenntnis, dass es von vornerein zum Scheitern verurteilt war. Und das obwohl ich in der Küche kein Grobmotoriker bin...

Genial - Lecker -

Genial - Lecker - Wahnsinn!
Will ich auch!

Interessante Füllung

Das ist ja eine interessante Füllung: Tee-Sahne... oder Sahne-Tee? Sehr spannend. Vielleicht finde ich dieses Jahr auch mal wieder Zeit sowas auszuprobieren.

sowas filigranes krieg ich

sowas filigranes krieg ich mit meinen Wurschtfingern nicht hin...

Verführerisch

Verführerisch, nicht zum Naschen meine ich, das wäre zu trivial, sondern zum Nachmachen. Mut ist gefragt.

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[...] Bei Chriesi vom Almond Corner sah ich neulich einen zum sofortigen Nachkochen animierenden Bericht über diese Konfitüre, oder ist es eher ein Brotaufstrich? Nutella ist keine Konfitüre, ja, nehme ich an, aber in dieser Sache hier sind Früchte, Birnen, mit Schoki-Aroma, also ist es für mich eine Konfitüre. Und nach dem Degustieren kann ich sagen, eher muss ich: „Sie ist phantastisch, auch für mich.“ Nur auf Kuchen bin ich nicht so scharf, Schoki mag ich schon, auch in einer Form wie die der Teepralinen bei man kann’s essen. [...]

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[...] bei mankannsessen von mipi vorgestellten Tee-Pralinen ( Rezept siehe dort) reizten mich zur Nachmache, es klang so einfach, ist es vom Rezept her auch, aber von der [...]

Füllung erfolgreich mit Schokolade überziehen...

Hallo "Czsins,ezsj"!
Interessanter Erfahrungsbericht - die Idee, die vom Teebeutel aufgenommene Sahne nachzufüllen, ist schlau - mir kam die Masse später etwas trocken und fest vor, zumal sich bei mir ja auch durch zu starkes, völlig unprofessionelles Erhitzen zusätzlich noch Fett aus der Masse gelöst hatte, das ich dann einfach weggegossen habe... Ich hätte die Schokolade natürlich auch reiben müssen, dann wäre sie ja problemlos in der Sahne "untergegangen". Auch habe ich nicht so einen wunderbaren Rahmen - den sollte ich mir vielleicht mal anschaffen...

Für das Überziehen achte ich genau auf die Temperatur (31-32 °C) und nutze 2 Pralinengabeln, die ich mal zusammen mit einem Pralinenkochbuch erstanden habe. Die Zinken sind länger und dünner als bei normalen Gabeln, so dass die Schokolade gut abtropfen kann, dann streiche ich mit der zweiten Gabel nochmal die eingetauchte Pralinen von unten ab und setze sie dann auf Backpapier. Ein bißchen Kleckerei gibts dabei natürlich auch, hält sich aber in Grenzen. Kuvertürereste bewahre ich auf, um neue Pralinen zu machen oder was ich mir auch gut vorstellen kann: Milch reingeben, erhitzen und eine schöne heiße Schokolade genießen!

Als nächstes will ich Champagner-Trüffel probieren... dazu habe ich mir Pralinenhohlkörper bestellt, nachdem ich 2008 einmal (und nie wieder!) versucht habe mit - teuren - Hohlkörperformen selber welche zu gießen...eine einzige Katastrophe!
Auch hier kam bei mir die Erkenntnis: manche Dinge schafft eben nur ein Profi und das erkenne ich auch neidlos an.

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