Schwarztee-Kardamom-Trüffel

Kardomom-Tee-Trüffel

Trotz meiner Erlebnisse mit dem Champagner-Eiskonfekt habe ich mich nicht entmutigen lassen und mich doch wieder an ein neues Rezept herangetraut. Allerdings verlief auch hier nicht alles planmäßig ...

Sebastian Menges

Schwarztee-Kardamom-Trüffel-Variation

Zutaten

für 40 Stück (diese Angabe entnehme ich dem Rezept, aber sie stimmt überhaupt nicht; ich habe die halbe Menge gemacht und damit doppelte Anzahl an Pralinen erhalten...)

  • 2 EL schwarzer Tee (lose)
  • 200 g Sahne
  • 60 ml Rum
  • 15 Körner Kardamom, zerstoßen
  • 250 g Bitterkurvertüre
  • 315 g Vollmilchkuvertüre

Außerdem:

  • 40 Zartbitter-Hohlkugeln (Fachhandel oder internet-Versand)
  • etwa 600 g Bitterkuvertüre (ich habe mit etwas Edel-Vollmilch gemischt)
  • Kakaopulver

Zubereitung

Die Teeblätter mit 20 ml kochendem Wasser übergießen und in 7 Minuten zu einem würzigen Schwarztee ziehen lassen.

Sahne, Rum, Tee und Kardamom in einem Topf aufkochen, die Hitzezufuhr reduzieren und etwa 25 Minuten ziehen lassen (ich habe es sanft köcheln lassen, dabei allerdings nicht bedacht, dass sich dabei ja die Menge etwas reduziert; dadurch wurde die Füllung am Ende insgesamt vermutlich fester als vorgesehen...). Die gewürzte Sahne durch ein feines Sieb passieren.

Beide Kuvertüren hacken (oder raspeln mit der Küchenmaschine, wahlweise bzw. notfalls auch mit Omas Reibe inkl. abgegriebener Fingerkuppen, falls die Küchenmaschine wie in meinem Fall durch Überlastung den Geist aufgibt und anfängt zu qualmen und zu stinken - es handelte sich um ein "Markenprodukt" aus dem Hause eines großen Kaffeerösters, aber lassen wir das ... am Abend freute sich Mipi, dass er Kartoffeln von Hand reiben durfte, da Rösti auf dem Plan standen...) und in eine Schüssel geben. Die passierte heiße Sahne zugeben und alles mit einem Schneebesen glatt rühren (da ich das Reiben nach kürzester Zeit aufgegeben habe, mußte ich kreativ sein und habe die Schokolade im Wasserbad vorsichtig geschmolzen und dann mit der warmen Sahne mit dem Schneebesen vermengt, was gut funktionierte!). Die Ganache auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Die Ganache in die Hohlkugeln füllen. Kuvertüre temperieren und die Hohlkugeln (bei Bedarf - meine Füllung war so fest, dass dieser Schritt überflüssig wurde) damit verschließen. Die Trüffel mit der restlichen Kuvertüre durch Rollen in den Händen (Einweghandschuhe) überziehen. Mit Kakaopulver bestäuben (oder in Kakaopulver mit Hilfe einer Gabel wälzen und anschließend absieben - das hatte bei den Champagnertrüffeln so gut geklappt und funktionierte auch hier wieder und bewirkt einen leicht veränderten optischen Eindruck im Vergleich zum Rezeptfoto im Kochbuch, wo die Pralinen "kakaoiger" aussehen).

Da ich noch sehr viel von der Ganache übrig behalten habe und nur 30 Hohlkörper vorhanden waren, mußte ich erneut kreativ sein. Nun kam mir die relative feste Konsistenz der Füllmasse zugute, die ich auf Backpapier ausrollte und in Würfel schnitt. Die kleinen Würfel habe ich dann in wohltemperierter Kuvertüre, die ebenfalls noch übrig war, mit meinen Pralinenwerkzeugen gewälzt und wieder mal auf Backpapier abgesetzt, anschließend mit Pralinen-Glanzpuder bestäubt, von dem ich noch ein Pröbchen vom Pralinen-Zubehör-Versand rumliegen hatte. Daher also auch die 2 Fotos und 2 Ausführungen derselben Pralinenart, die sehr intensiv schokoladig schmeckt durch den hohen Anteil an Bitterschokolade.

ein Rezept von: Pralinen-Manufaktur Josef Große-Bölting e.K., Rhede

Die sehen ja wieder toll aus

Die sehen ja wieder toll aus (die Würfel gefallen mir persönlich sogar noch einen klitzekleinen Tick besser)! An die Pralinenherstellung habe ich mich bis jetzt noch nicht gewagt - könnte das ja eigentlich mal als Ansporn nehmen :-)

Wirklich toll

Man, die sehen aber wirklich toll aus. Habe selbst noch nie probiert, Pralines zu machen, aber würde auch kläglich scheitern, denke ich. Ich überlasse das lieber denjenigen, die auch Ahnung davon haben ;-)
Naja, vielleicht werde ich mich mal an einem ruhigen kalten Sonntag zu Hause mit meiner Frau einschließen und mich daran versuchen. Danke für das Rezept und die, wie immer, tollen Bilder.

Das obere Foto ist

Das obere Foto ist wunderschön!! Pralinen machen traue ich mich nicht, ich bin ja nicht so filigran ;)

Die Pralinen sehen wirklich

Die Pralinen sehen wirklich verlockend aus. Die würden bei mir einfach verschwinden und später würde ich mich wundern, wer die alle gegessen hat. Haha!

Wie war das mit dem Tee

Hallo,

ich hab da mal eine Frage.
Will die Pralinen in 14 Tagen für meine Mutter zum Geburtstag machen. Hab das Buch übrigens selber, war nur immer irritiert wenn da steht:
"Die Teeblätter mit 20 ml kochendem Wasser übergießen und in 7 Minuten zu einem würzigen Schwarztee ziehen lassen.
Sahne, Rum, Tee und Kardamom in einem Topf aufkochen...."
2EL Tee in 20 ml Wasser. Gibt das überhaupt Flüssigkeit?
Oder soll man die aufgequollenen Blätter in die Sahne tun?
Da du es schon gemacht hast, kannst du mir vielleicht meine Fragen beantworten.

Besten Dank, und LG
nique

wie war doch nochmal?

Hallo Nique,
ich habe das Rezept nur einmal gemacht und kann mich ehrlich gesagt nicht mehr genau an die Einzelheiten erinnern, habe es aber genauso gemacht wie oben beschrieben. Anscheinend kam es dabei tatsächlich zu einem Problem durch zu wenig Flüssigkeit in der Füllung, die sich dann - wie beschrieben - nur sehr schwer in die Hohlkörper füllen ließ. Wahrscheinlich tut etwas mehr Sahne oder Tee der Füllung eher gut, je nach Geschmack... Am besten ist das Flüssigkeitsverhältnis immer noch bei den Champagnertrüffeln - nach dem Rezept richte ich inzwischen alle anderen Trüffel aus und variiere die zugefügten "Getränke" einfach nach Belieben. Sehr gut ist auch eine Variation mit Weinbrand (statt Champagner und Marc de Champagne), und in den nächsten Tagen werde ich es mal mit einem richtig guten Rum aus Venezuela versuchen...
Trotz meiner Erinnerungslücken: viel Erfolg!

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