Ich finde es immer wieder faszinierend, was professionelle Köche selbst aus den sogenannten "Abfällen" noch alles so zaubern. Bei diesem Gericht wird aus den Karkassen der Seezungen und den Abschnitten der Champignons eine sehr aromatische, köstliche Sauce zubereitet, und ich bezweifle sehr, dass man das mit Fonds aus dem Glas so hin bekäme. Daher empfiehlt es sich, entweder ganze Seezungen zu kaufen und sie selbst zu filetieren oder aber das den Fischhändler machen zu lassen, sich dann aber die Karkassen mitgeben zu lassen. Gekocht hat Lea Linster das seinerzeit beim Kerner. Die Kombination aus Fisch und Pilzen ist eher ungewöhnlich. In Italien würde man das wohl mare e monti nennen. Warum Lea Linster es allerdings als Seezunge "bonne femme" bezeichnet, hat sie damals beim Kerner nicht verraten.
(für 2 Personen)
Die Seezungen häuten und filetieren. Die Filets waschen und parieren. Die Filets kalt stellen. Die Abfälle (Gräten, Haut) beiseite stellen.Die Schaloten schälen und fein hacken. Die Champignons säubern und entstielen. Die Köpfe in feine Scheiben schneiden. Die Stiele fein hacken.
In einer Kasserolle die gehackten Champignonstiele und die Schalotten in etwas Butter leicht andünsten. Mit ca. 150 ml Sekt ablöschen und den Kalbsfond zugeben. Nun die Fischabfälle (Gräten, Haut) zugeben. Alles etwa 15 - 20 Minuten köcheln lassen, und anschließend durch ein feiner Sieb passieren. Die Sauce in einer kleinen Kasserolle reduzieren lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und ggf. etwas binden.
Die Champignonscheiben in einer Pfanne in etwas Butter kurz anbraten, salzen und pfeffern.
Etwas Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen. Die Seezungenfilets darin kurz von beiden Seiten braten bis sie gar sind. Kurz bevor sie gar sind, den Rest des Sekts angießen. Die Seezungenfilets aus der Pfanne nehmen und auf Küchentuch abtropfen lassen. Den Sud aus der Fischpfanne zu der Sauce geben und verrühren.
Die Seezungenfilets nun auf den Champignons servieren. Die Krabben darüber streuen, Kerbel zupfen und ebenfalls darüber streuen.
Dazu passen Petersilienkartoffeln.
ich nenne das keine Abfälle,
ich nenne das keine Abfälle, sondern bei mir gibt's immer den Fond aus den Fischresten......
ja wie denn sonst?
wenn nicht aus "Abfällen"? Und aus dem Glas ja schonmal gar nicht! :)
Schmeckt genauso zubereitet auch gut mit Scholle! Gibt es in einem ganz urigen Hafenrestaurant auf Romö in Dänemark. Dazu das Bier aus dem Plastikbecher.
Aus wenig Großes kochen, das
Aus wenig Großes kochen, das ist doch ehrliche Kunst.
Nur so gehts, das ganze
Nur so gehts, das ganze Viehzeug kaufen und dann komplett verwurschteln...
Perfekt - so macht kochen
Perfekt - so macht kochen Spass.. sehr ansprechendes Foto. Die Lea hat sehr gute Rezepte.. LG Alissa
Nice dish. Sometimes I deep
Nice dish. Sometimes I deep fried sole carcases....crispy and good!
Ein Traum
und das aus so wenig Zutaten!
Bonne femme
Ich habe schon oft aus einem meiner älteren Kochbücher ein Goldbarschfilet "Bonne Femme" gekocht. Das ist von der Grundzubereitung sehr ähnlich wie Deines, allerdings lange nicht so raffiniert. Ich würde vermuten, dass Lea Linster ein klassisches Gericht auf ihre Art umgesetzt hat.
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@Bolli: So soll es sein.
@Arthurs's Tochter: Klar, mit Scholle geht das sicher auch.
@SchnickSchnackSchnuck: Du sagst es.
@Claus: Das ist die Idealvorstellung. Manchmal fehlt allerdings die Zeit.
@Alissa: Danke.
@Peteformaton: Good idea.
@Tanja: Hier ist weniger mehr.
@Linda: Vermutlich hast Du Recht.
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