Tue Gutes und trink dir einen: Spirit of Africa Badischer Rotwein Cuvée

Spirit of Africa

Zu Weihnachten werden ja allerorten Spenden gesammelt, auf mal mehr, mal weniger originelle Weise. Außer einem guten Gewissen hat man selber davon meist allenfalls einen kleinen Steuervorteil, wenn überhaupt. Ich möchte deshalb heute einen Weg vorstellen, wie man gleichzeitig anderen und sich selbst Gutes tun kann, indem ich den wohl ersten Benefiz-Wein überhaupt vorstelle: Den Spirit of Africa Badischer Rotwein Cuvée.

Die Hälfte des Erlöses aus dem Verkauf dieses Weines geht nämlich an den Verein SupEdu e.V. Support & Education for a better world, dessen Ziel es ist, Kindern in aller Welt zu ihren Grundrechten, speziell Bildung, angemessene Ernährung und gesundheitliche Versorgung, zu verhelfen. Derzeitiger Schwerpunkt der Vereinsaktivität ist Kenia, wo man sich um Schul- und Waisenkinder kümmert. Mehr zum Wein im Artikel.

Der Spirit of Africa ist eine Sonderabfüllung des Winzerkellers Wiesloch. Er ist eine Cuvée aus Regent der Jahrgänge 2004 und 2005, im Stahltank gereift, die exklusiv für diese Benefizaktion kreiert wurde. Die Menge ist limitiert auf 2000 Flaschen.

Regent ist eine sehr junge Rotweinrebe. Freigegeben ist sie erst seit 1996, sie ist besonders widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten ("PiWi") und kommt mit bis zu 80% weniger Spritzmitteln aus. Die Regent ist eine Kreuzung aus Silvaner, Müller-Thurgau und der eher wenig bekannten Chambourcin. Die französische, etwa 100 Jahre alte Sorte bringt den Resistenzanteil mit ein. Die tiefdunkelroten Regent-Rotweine sind gehaltvoll, weisen meist eine angenehm milde Säure auf und erinnern im Charakter an mediterrane Rotweine.

Auch der Spirit of Africa hat eine kräftige rote Farbe. Er besitzt dezente Tannine, die aufgrund des reifen Alters bereits weitgehend abgebaut sind. Diese und seine zurückhaltende Säure sorgen für ein samtiges Mundgefühl, der Gaumen nimmt Aromen von roten Beeren wahr, darunter auch sortentypische Anklänge von Holunder.

Mit 12,5 Vol.-% ist der Spirit of Africa insgesamt ein eher leichter, süffiger Wein, nicht unbedingt zum Essen, aber gut einfach so zu trinken, evtl. zu Antipasti. Er ist ein wohltuender Kontrast zu den barriquelastigen, schweren Mainstream-Roten, mit denen der Markt derzeit geflutet wird. Für eine längere Lagerung ist der Wein eher nicht geeignet, auch dekantieren ist nicht nötig, und länger als einen Tag offen stehen lassen sollte man ihn ebenfalls nicht.

Der Preis pro Flasche liegt bei 7,50 € inkl. Geschenkkarton, für eine Kiste mit 6 Flaschen werden 35 € fällig. Dazu kommen Versandkosten, die mit der Menge variieren. Für 12 Flaschen werden z. B. marktübliche 8,50 € fällig. Pro Flasche liegt der Preis damit netto, d.h. abzüglich Benefiz-Anteil und Versand, unter 3 €, was ein konkurrenzloses Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Das mag auch daran liegen, dass der Kellermeister, der für diesen Wein verantwortlich zeichnet, Mitglied bei SupEdu ist. Eine angenehmere Art, Gutes zu tun, gibt es wohl kaum.

Exklusive Bezugsquelle ist der Verein SupEdu e.V., Bestellungen bitte per Mail an info@supedu.org.

Das ist schon eine nette

Das ist schon eine nette Idee, und im Gegensatz zu anderen Spendenaktionen wie etwa der dieser einen Biersorte ist der Spendenanteil ja auch ziemlich groß.
Da kann man nur hoffen, dass das Geld auch wirklich da ankommt, wo es gebraucht wird und auch richtig eingesetzt wird. Da kann man sich bei den häufig korrupten Regierungen in diesen Ländern ja leider nie ganz sicher sein.

Re: Spenden

Grundsätzlich teile ich Deine Bedenken. In diesem Fall ist es allerdings so, dass es aktive und ehemalige Kollegen von mir sind, die teilweise selbst vor Ort tätig sind. Für die lege ich meine Hand ins Feuer.

Es kommt an....

Hallo Oliver,
natürlich hast Du recht, mit den korrupten Regierungen in Afrika. Aber eine kleine Organisation wie unsere, hat es ja nicht gleich mit der Regierung zu tun ;-)
Aber auch in Behörden ist immer mal wieder 'ein Betrag durch die Hintertür' notwendig um voran zu kommen.
Ich kann aber berichten, dass ich in den letzten drei Monaten die ich in Kenia war, meistens andere Wege gefunden habe, ohne "Schmiergelder" zu bezahlen. Um es in Zahlen auszudrücken: Ich habe in dieser Zeit lediglich 18 Euro für solche Aktionen ausgegeben. Wenn ich alles zusammen zähle, was man in Kenia haben wollte 'um den Prozess zu beschleunigen', wären das 520 Euro gewesen.
Ganz ohne geht es aber leider nicht! Aber Du siehst, ich tue mein Bestes, um den Betrag so gering wie möglich zu halten. Das heisst allerdings, ich muss mehr Zeit aufwenden um die Dinge ohne 'Hintertürgeld' zu erledigen, und das ist manchmal ganz schön aufreibend. Es gibt sogar ein Sprichwort in Kenia "Gott gab den Europäern das Geld, aber uns die Zeit".
Viele Europäer machen den Fehler, Alles gleich und jetzt aufbauen zu wollen. Wir (SupEdu e.V.) machen es nach unseren Möglichkeiten (Spendeneingang) und ich laufe gerne mal ein paar Tage zu den verschiedensten Behörden um das "Hintertürgeld" zu vermeiden.
Also, Fazit: Wir tun unser Bestes, dass die Einnahmen aus dem Weinverkauf auch direkt ankommen. Ich nehme das Geld in die Hand und bringe es persönlich dahin, wo unser Projekt statt findet.

Ich hoffe ich konnte Deine Bedenken ein wenig zerstreuen.

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