Bluten oder Heulen?

Im Wissen-Teil der letzten Zeit war ein Artikel über ein japanisches Messer, das anscheinend so scharf ist, dass man nicht heulen muss, wenn man damit Zwiebeln schneidet. Der neugierige Zeit-Redakteur hat das natürlich ausgetestet, und siehe da: Es scheint wirklich zu stimmen.

Leider erfordert dieses mimosenhafte Messer regelmäßiges Einölen damit es nicht rostet. Dabei hat sich der Arme dann derbe geschnitten.

Also heißt es leider: Entweder Bluten oder weiterhin Heulen.

scharf

Ich finde, das ist allgemein bei richtig scharfen Messern so. Bei diesen japanischen bestimmt noch mehr, aber ich kenne mich: bei mir würde es am Pflegen scheitern.

Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, kleine, unscharfe Messer zum Zwiebelschneiden zu benutzen, das war echt tränenreich. Daheim mit unseren normalen Küchenmessern spürt man fast nichts. Auch gut mit richtigen Messern: Orangen kann man durchschneiden, ohne dass es sabbert.

Hier ist erklärt, warum

Hier ist erklärt, warum gute Messer weniger zu Tränen reizen:
http://www.fh-welcome.de/bpt/2005/080205_bpt_zwiebel.html

Eigene Erfahrungen

durfte ich mit so einem Messer auch schon mal sammeln. Das war superoberscharf.
Gut scharf ist ein Messer übrigens auch dann, wenn man eine Tomate damit in der Luft über der Schüssel in Scheiben schneiden kann.

Die Pflege ist sicherlich

Die Pflege ist sicherlich das grösste Problem bei solchen "Übermessern". Da hab ichs wie Barbara. Aber dass aufgrund der Schärfe eines Messers so gut wie kein Druck auf die Zwiebel ausgeübt wird und folglich die Tränen ausbleiben finde ich genial.

Ich lasse Zwiebel lieber schneiden. :-)

Jetzt wo du's sagst ...

Ich hab ja seit kurzem auch ein Sudoku Santoku-Messer, allerdings rostfrei von Zwilling ... seitdem schneide ich - mit einem recht großen Messer - die Zwiebeln fein wie nie, und wenn ich recht nachdenke, ja, ja, ja, geweint habe ich nur, als ich meinen Finger erwischt habe. Nein, auch nicht, bin ja keine Küchen-Memme!

Pflege vs. Vergnügen japanischer Messer

Hi,

also ich muss sagen so aufwendig, wie von Barbara gedacht, ist die Pflege eines japanischen Messers gar nicht. Du darfst es halt nur nicht in die Spülmaschine geben. Ansonsten unter fließend Wasser abspülen, abtrocknen, fertig. Ab und an mal nachschärfen, das entspannt Körper und Geist ;o)

Wem das also zu viel ist, der hat das Vergnügen, dass ein solches Messer beim Kochen macht (keine Tränen bei den Zwiebeln, geht durch Gemüse und Fleisch wie durch warme Butter usw...) nicht verdient :o)

VG
MM

Pingback

[...] Bluten oder Heulen? [...]

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.