Entenbrust mit Kaffeesauce: Erfahrungsbericht und ein paar barbarische Methoden

Eine gute Sauce macht das halbe Essen, das wusste schon meine Oma. Und in der Tat war die Kaffeesauce ein wichtiger Aspekt, die mich dazu inspiriert hat, dieses Gericht nachzukochen. Ich mag nämlich ungewöhnliche Rezepte. Der andere war, dass das Gericht perfekt zu meiner ersten Weinvorstellung passt, wie man hier nachlesen kann.

Eins vorweg: Dafür, dass mipi solche Erinnerungslücken hatte, ist die Sauce fantastisch geworden.

Zwar taugt sie nicht zum Pur-Essen mit dem Löffel, aber zusammen mit dem Fleisch und auch mit dem Orangen-Kartoffelpüree ergibt sie einen tollen Geschmack. Ein paar Dinge habe ich aber doch anders gemacht. Zum Einen sind 200 ml Espresso wirklich eine Menge. Ich oute mich jetzt mal mit einer ganz unkulinarischen Methode, die ich immer anwende, wenn ich irgendwas mit Kaffee-Aroma machen möchte: Ich verwende löslichen Kaffee! Ehrlich, hab ich immer im Eisfach. Löslicher Kaffee hat mehrere Vorteile. Erst mal braucht man keine Espresso-Maschine - wobei die meisten Kulinariker eine zuhause haben dürften. Aber es geht auch schneller, und außerdem spart man sich im vorliegenden Fall das Einkochen. Ein Esslöffel hat in etwa denselben Effekt wie drei Tassen Espresso, die ich für völlig ausreichend halte, sonst wird's wirklich ziemlich bitter.

Granatapfelsirup habe ich bei mir daheim auch nicht. Ich habe deshalb Portwein verwendet (ca. 5 cl), und weil es immer noch ziemlich bitter war, 2 EL Johannisbeer-Gelee. Ohnehin tut fast allen Gerichten eine Prise Süße gut, es verstärkt den Geschmack und rundet ihn ab.

Wo ich gerade beim Outen bin, bekenne ich mich auch gleich noch zu einer zweiten, genauso barbarischen Methode, der ich mich beim Garen der Entenbrust bedient habe, die aber von durchschlagendem Erfolg war. Ich hatte meine Brüste relativ scharf angebraten und musste sie deshalb schon nach 2x2 min. aus der Pfanne nehmen und in den Ofen legen, sonst wären sie schwarz und die Sauce am Ende noch bitterer geworden. Nach 10 min. im Ofen waren sie erwartungsgemäß noch nicht durch. Ich habe dann nachgeholfen, in dem ich die Entenbrüste 2min. bei voller Leistung in die Mikrowelle gelegt habe. Jawohl, schlagt mich ruhig, auch mit der Mikrowelle kann man kulinarisch kochen! Das Fleisch war jedenfalls auf den Punkt: Rosa, zart, unblutig, lecker.

Wegen des Rosenkohls hatte ich erst Bedenken, da er normalerweise einen recht strengen Eigengeschmack hat. Durch das Dünsten in Orangensaft geht dieser Eigengeschmack jedoch in einem sehr feinen, herbfruchtigen Aroma auf.

Alles in allem: Ein geniales Rezept, mit dem man sich auch bei wichtigen Gästen nicht zu verstecken braucht. Allerdings ist man stramme zwei Stunden in der Küche beschäftigt.

Hey, eine Mikrowelle ist

Hey, eine Mikrowelle ist super zum Nachgaren geeignet. Und zum Reiskochen. Vor allem aber kann man damit Milch kochen, ohne dass sie überschäumt oder auf dem Boden ansetzt,-)

...... und Pudding wird auch

...... und Pudding wird auch genial in der MW *grins

Kleine Anmerkungen

Nicht, dass ich mich wirklich mit dem Kosmos Mikrowelle tiefer auseinander gesetzt habe, aber sie eröffnet sogar völlig neue Formen des Garens. Ich wette, wenn man seine MW so gut kennen lernt, wie dern eigenen Herd, könnte man viel mehr damit veranstalten - wenn man das rechte Gerät hat (wie ich zum Beispiel nicht).
Ansatzweise erahne ich das, wenn ich eine Suppe zu lange erhitze und sie am Tellerrand härter/trocken/leicht geröstet wird. Das perfektioniert zu beispielsweise: "Kartoffelsuppe mit (autarkem) Knusperrand", wäre sicher ein netter Gag.

Zur Ergänzung hier ein Sammellink, der mir im Gedächtnis blieb.

Und der Link im Artikel ist leider fehlgeleitet... sollte wohl dort hin gehen. Ohne nörgeln zu wollen.

Sehr schöner

Sehr schöner Erfahrungsbericht mit wertvollen Anregungen, aber für eine Mikrowelle haben wir leider keinen Platz ;-)

Demnächst versuche ich vielleicht mal eine Kaffee-Schokoladen-Sauce. Und die Schoko-Cola-Sauce, von der in diesem Film des öfteren die Rede war, finde ich auch sehr interessant.

Es bleibt spannend, und das ist das Schöne am Kochen.

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