Hier also nun mein Debüt auf Man kann's essen!. Wer so lange wie ich in Indien lebt (nunmehr fast 5 Jahre) und ebenfalls begeisterter Hobbykoch ist, wird ggf. auch gerne das beste aus 'zwei Welten' kombinieren und Neues ausprobieren wollen. An reicher Inspiration aus der indischen Cuisine mangelt es wahrlich nicht. Insbesondere im Norden Indiens ist die Küche geprägt durch die Epoche des Mogulreichs (bekanntestes Bauwerk dieser Ära ist das Taj Mahal), z.B. Fleischgerichte (Lamm) aber auch Reisgerichte wie Pulao, etc.
Nicht zu vergessen die fantastische Vielfalt an Gewürzen, verschiedenen Hülsenfrüchten, Reis, Gemüse, etc. Manchmal verspüre ich dann aber doch die Lust, zwischendrin etwas 'Heimisches' zu essen und ggf. mit indischen Köstlichkeiten zu kombinieren. So ist auch das Rezept, das ich heute vorstelle, entstanden - relativ simpel, zeichnet sich aber zugleich durch ein reiches Geschmacksspektrum aus.
Das Kartoffel-Masala (potato masala) hat einen würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig frischen, säuerlichen Geschmack (Zitronensaft, Koriander und Ingwer). Demgegenüber hat der Fleischkäse einen leicht süßlichen Geschmack, der durch die karamellisierten Zwiebeln wundervoll abgerundet wird.
Nicht ganz einfach ist es hingegen, in Bangalore Fleichkäse aufzutreiben. Außer im deutschsprachigen Raum, vornehmlich Deutschland und Österreich ist Fleischkäse kaum bekannt (es existiert auch kein englischer Begriff dafür - am nächsten kommt wohl noch ‘meat loaf’ wobei das eigentlich eher einen ‘Hackbraten’ bezeichnet). Daher bleibt mir persönlich momentan nichts anderes übrig, als mir meinen Fleischkäse von Deutschland mitzubringen oder selbst zu machen (das Rezept werde ich vielleicht in einem meiner nächsten Beiträge vorstellen).
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