Bei Nudelsalat denkt man eigentlich nicht spontan an Gourmetküche. Es sei denn, an der sonst eher rustikalen Grillbeilage hat sich ein hochdekorierter Küchenmagier wie Manfred Schwarz zu schaffen gemacht. Der Clou dieses Rezepts besteht in einer überraschend effizienten Garmethode für den Lachs. Das Ergebnis ist dermaßen delikat, dass es bei uns Karriere als Familienstandardgericht an Heiligabend gemacht hat. Unter anderem auch deswegen, weil es so herrlich einfach und schnell zuzubereiten ist. Echte Cucina rapida eben.
Eigentlich sollte dieses Rezept mein Gruß an den Frühling werden. Da der sich noch Zeit lässt, deklariere ich es halt als Fastenspeise.
Nach den türkisch inspirierten Cannelloni und den Cannelloni con pesce e zucca hier abermals eine experimentelle Cannelloni-Variante, dieses Mal mit arabischen Einflüssen. Die Cannelloni werden dabei mit Lammhackfleisch, das mit Harissa und Ras el-Hanout gewürzt und mit getrockneten Feigen gemischt ist, gefüllt. Zusammen mit der Paprika-Tomaten-Sauce und dem Minz-Zitronen-Joghurt, der eine fruchtige Frische hineinbringt, schmeckt das ganz wunderbar. Und da ich mir durchaus vorstellen könnte, dass es so ein Gericht, heimische Zutaten mit italienischen Einflüssen kombinierend, auch in Marokko geben könnte, reiche ich es zum 5. Mediterranen Kochevent "Marokko" ein.
Fenchel und Orange sind eine fast schon klassische aber auf jeden Fall sehr gut harmonierende Kombination. Und man kann daraus auch eine schnelles leckeres Pastagericht zaubern. Das ist diesen Monat mein Beitrag zu Cucina rapida. Wer es gerne vegetarisch möchte, lässt die Krabben einfach weg.
Nach den fetten Feiertagen tut ein leichtes Gericht gut. Fündig geworden bin ich bei lamiacucina. Allerdings sind Robert's Spaghetti ai capperi e limone eher etwas für die warme Jahreszeit. Also wurde der Zitronensaft kurzerhand durch Orangensaft und die Kapern durch getrocknete Oliven ersetzt. Fertig war das winterkompatible, leichte Pastagericht.
Wie es scheint, ist die Foodblogger-Gemeinde noch auf der Suche nach dem perfekten Gnocchi-Rezept (siehe etwa hier, hier und hier). Da also die Herstellung sehr guter Gnocchi alles andere als einfach zu sein scheint, verwende ich bisher immer Fertigware. Dass allerdings der Kauf selbiger auch nicht so ganz einfach ist, zeigt der folgenden Dialog, der sich im örtlichen Supermarkt abgespielt hat:
Bei Fool for Food entdeckt: Pasta mit Tomatensauce und Salsiccia. Ganz davon abgesehen, dass das bei Fool for Food extrem köstlich aussah, hat es mich doch sehr an ein Gericht erinnert, das in Der Pate Teil 1 von den Mafiosi des Corleone-Clans immer dann gekocht wurde, wenn sie mit anderen Clans im Krieg lagen.
Zum Nachkochen ist dieses leckere Gericht jedenfalls ein Angebot, das man nicht ablehnen kann* ;-) - dazu braucht es zum Glück nicht erst einen Mafiakrieg.
Wie würde man eine herbstliche Lasagne zubereiten? Natürlich mit Pilzen und Kürbis. Die Rolle der Bechamel übernimmt dabei die Kürbissauce. Dadurch ist diese vegetarische Lasagne eher leicht und nicht so kalorienreich. Sehr gut hat uns die Kombination mit der Balsamico-Portwein-Reduktion gefallen. Denn obwohl die Kürbissauce mit Zitronensaft und Chili pikant abgeschmeckt war, wäre die Lasagne ohne die Reduktion wohl etwas langweilig gewesen. Mit der Reduktion aber war es großartig.
Mit Cannelloni ist in diesem Blog schon experimentiert worden. Aber kann man Cannelloni auch mit Fisch füllen? Die Antwort lautet ja. Und es schmeckt sogar überraschend gut. Hier werden die Pastaröhren mit einer Mischung aus Steinbeißer und Ricotta (lediglich aromisiert mit Zitronenzesten, Salz und Pfeffer) gefüllt. Dazu wird passend zur Jahreszeit ein fruchtig-scharfes Ragù aus Kürbis kombiniert.
Für die farbliche Ausgewogenheit wäre sicherlich ein frisches Grün von Vorteil, etwa indem man mit frisch gehackter Petersilie garniert. Diese war leider gerade nicht zur Hand. Aber es ist natürlich auch denkbar z. B. gehackte Zucchini in die Füllung zu geben. Die nächsten Experimente warten also schon ...
Langsam, aber doch deutlich merkbar geht der Sommer in den Herbst über. Im Sinne einer saisonalen Küche bedeutet Herbst für mich u.a. Kochen mit Pilzen, aber auch mit Kräutern wie Salbei. So ist die Idee zu dieser Pastasauce entstanden. Die Pilzsalsa besteht aus feingehackten Steinpilzen und Champignons und ist, da sie mit dem Einweichwasser der Steinpilze stark eingekocht wurde, sehr aromatisch. Ein echtes Highlight sind die gerösteten Salbeiblätter mit ihrer Kombination aus Salbei- und Röstgeschmack. Als Reminiszens an den ausklingenden Sommer wird das Ganze mit frischen Tomaten kombiniert.
Eigentlich ist das auch Cucina rapida, da ich diesen Monat aber bereits einen Beitrag eingereicht habe, lasse ich es dabei bewenden.
Beim örtlichen Gemüsehändler konnte ich ein Päckchen lokal angebauter, gemischter Tomaten erstehen. Sie schrien förmlich danach, zusammen mit den im Kühlschrank ihrer Verwendung harrender Zucchini zu einer leichten, sommerlichen Pastasauce verarbeitet zu werden. Das Ergebnis hat nicht enttäuscht - im Gegenteil. Die Tomaten, die nur am Ende kurz mit der Pasta geschwenkt werden, waren noch schön bissfest und aromatisch. Die angebratenen Zucchinischeiben brachten Rustikalität hinein.
Das ist mein Beitrag zu Cucina rapida für diesen Monat.
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