Neuer Fisch: Claresse in grüner Currysauce

Claresse in grüner Currysauce

Der Wunsch nach leichter asiatischer Küche wuchs bei uns. Da kam das Buch Thai-Currys: 120 Rezepte von Vatcharin Bhumichtir gerade recht. Neben den eigentlichen Rezepten enthält es ein Kapitel über die Grundlagen der Thaiküche, die Zubereitung von Currypasten und anderen Beilagen (wie etwa Pickles).

Unser Startrezept aus diesem Buch ist "Schellfisch mit grüner Currysauce". Mangels Schellfisch mussten wir einen Ersatz finden. Die Wahl fiel auf Claresse, eine Neuzüchtung aus zwei Welsarten, wie mir der Fischverkäufer erklärte. Im WWW werden solche Neuzüchtungen durchaus kontrovers diskutiert. Uns hat dieser Fisch allerdings gut gefallen. Er hat ein feines, festes Fleisch, und durch das Pochieren waren die Filets butterzart. Den Geschmack von Claresse würde ich als eher mild bezeichnen, was ich nicht negativ im Sinne von "geschmacklos" meine. Er hat hervorragend mit der Currysauce harmoniert. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt. Allerdings hatten die Filets relativ viel Fett, das ich vor der Zubereitung abgeschnitten habe.

Wieder zurück: Saibling auf grünem Spargel mit Minzpesto

Saibling auf grünem Spargel mit Minzpesto

Wieder zurück aus dem Urlaub starte ich mit einem Gericht, das perfekt in den Frühling und in die Spargelzeit passt.

Die Idee, Minze mit Fisch zu kombinieren habe ich von Herbert Hintner. In seinem Buch Meine Südtiroler Küche gibt es nämlich das Gericht Minzrisotto mit Zander, welches uns aber nicht so richtig überzeugen konnte.

Dieses Minzpesto zu Saibling ist nun der Versuch, Fisch und Minze einander doch noch näher zu bringen. Und dieses Mal ist es voll und ganz gelungen. Ein wunderbares Frühlingsgericht, das durch das Minzpesto seinen Geschmacks- und Frischekick bekommt. Salzkartoffeln sind dazu die perfekte Beilage.

Lieblingsessen Teil 2: Spargel-Lachs-Lasagne

Spargel-Lachs-Lasagne

Lasagne gehört bei uns zu den erklärten Lieblingsessen der ganzen Familie. Sie ist vergleichsweise einfach zuzubereiten, kann gut vorbereitet werden und gelingt immer, unabhängig von der Menge. Zur Spargelsaison gibt es bei uns jedoch diese Version, die den Klassiker mit Hackfleisch und Bechamel-Sauce (bei uns eigentlich eine Mischung aus Milch, Sahne und Crème fraîche) noch in den Schatten stellt.

Rezepte mit Lachs und Spargel gibt es haufenweise. In diesem hier werden beide auf das Eleganteste mit den leicht süßsäuerlichen Aromen von Tomaten und Weißwein kombiniert. Das Resultat ist zum Niederknien.

An diesem Gericht war ich zur Abwechslung mal gar nicht beteiligt. Das Rezept stammt von einer Freundin, und gekocht und fotografiert hat meine Liebste. Ich habe nur das Foto digital aufbereitet.

Ein Hauch von Japan: Rote Bete gefüllt mit Lachsragout auf Wasabi-Spinat

Rote Bete gefüllt mit Lachsragout auf Wasabi-Spinat

Gefüllte Rote Bete standen schon lange auf der Nachkochliste. Aber in den Rezepten, die ich bisher gesehen hatte, fand ich die Füllung immer etwas langweilig. Da habe ich eben dieses japanisch angehauchte Lachsragout erfunden. Der japanische Hauch manifestiert sich zum einen im Mirin (süßer Sake), der dem Ragout eine leichte Süße, und zum anderen im Wasabi, der dem Spinat eine frische Schärfe gibt. Eine - wie wir fanden - zusammen mit der Roten Bete sehr schmackhafte Kombination.

Die Roten Bete wurden nach bewährter Methode im Backofen gegart. Der Rote-Bete-Geschmack bleibt bei dieser Methode sehr gut erhalten.

Fremdkochen Bärlauch: Lachs auf Keniabohnen mit Bärlauchpesto

Fremdkochen Bärlauch: Lachs auf Keniabohnen mit Bärlauchpesto
Fremdkochen Bärlauch

Zugegeben, ich bin spät dran, außerdem ist dies jetzt das dritte Lachsrezept beim Fremdkochen Bärlauch. Und streng genommen ist dieser Beitrag sogar nur ein halbes Fremdkochen, denn das Originalrezept von Jamie Oliver verwendet Pesto Genovese, also mit Basilikum, und ist bei Kocheria zu finden.

Ich finde aber, dass Bärlauchpesto mit seinem feinen Aroma nicht nur noch besser zum Lachs passt, sondern auch, dass das Gericht so genial einfach zu kochen und dabei so lecker ist, dass ich es trotzdem riskiere.

Thailändisch marinierter Fisch mit Bratkartoffeln

Thailändisch marinierter Fisch mit Bratkartoffeln

Vor Kurzem stand das Zeitmagazin unter dem Motto Das Rezept ihres Lebens. Darin haben Prominente ihre Lieblingsrezepte verraten. Es sind einige ganz brauchbare dabei (Rezepte, nicht Prominente). Man lernt aber auch Einiges über die darin vorkommenden Prominente. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Jürgen Vogel mal im Berliner Restaurant Exil als Koch gejobbt hat und dabei zu einem Meister der Wiener-Schnitzel-Zubereitung geworden ist.

Nachgekocht habe ich das Lieblingsrezept der Künstlerin Cornelia Schleime, von der ich - wie ich gestehen muss - noch nie gehört hatte. Das Gericht hat aber trotzdem gut geschmeckt.

Der Fisch (im Original wird Pangasius verwendet, den ich durch Kingklip ersetzt habe) bekommt durch die Marinade einen tollen pikant-frischen Geschmack. Als Beilage passen sehr gut Bratkartoffeln (natürlich aus Pellkartoffeln gemacht) mit Zwiebeln.

Kabeljau auf mediterranem Wirsing

Kabeljau auf mediterranem Wirsing

Da Barbara pünktlich zur auslaufenden Wirsing-Saison dieses sehr leckere Wintergemüse zum Thema des diesmonatigen Garten-Koch-Event gemacht hat, reiche ich dieses Rezept ein. Das Wirsinggemüse bekommt durch den Chili und Aceto Balsamico eine leicht sauer-scharfe Note (und durch den Essig leider auch eine leicht bräunliche Farbe). Als Beilage passte sehr gut Kartoffelpüree mit Olivenöl und schwarzen Oliven (mediterran eben).

Wirsing

Steinbutt auf Senfrisotto mit karamellisiertem Wirsing

Steinbutt mit Senfrisotto und karamellisiertem Wirsing

Schon lange habe ich auf eine Gelegenheit gewartet, das Senfrisotto aus Herbert Hintners Kochbuch Meine Südtiroler Küche auszuprobieren. Er kombiniert es zwar mit Kaninchen, aber zu dem Steinbutt, den ich erstanden hatte, passte es auch sehr gut. Und da bekanntlich Winterzeit Wirsingzeit ist, gab es Wirsing als Beilage. Geschmacklich habe ich dabei wieder auf Herbert Hintners Rezept zurückgegriffen, denn er reicht karamellisierte Zwiebeln zu seinem Gericht. Also wurde der Wirsing karamellisiert. Seine Süße und das pikante Risotto harmonierten sehr gut.

Psi in der Küche: Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce

Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce

Kann ein Kochbuch telepathische Fähigkeiten entwickeln? Als rationaler Kopfmensch hätte ich diese Frage bis vor kurzem klar verneint. Aber mittlerweile bin ich nicht mehr so sicher. Denn das Buch In Love with Ginger von Eva-Maria Panzer steht bei mir seit einiger Zeit im Regal. Ich habe es durchgelesen und gestaunt, was man alles mit Ingwer machen kann, aber bisher noch nie etwas daraus gekocht. Doch seit ich es besitze, verspüre ich was Ingwerrezepte angeht einen echten Kreativitätsschub.

So habe ich an dieser Stelle vor einiger Zeit die Linguine mit Ingwer und Kokosmilch veröffentlicht, nun folgt der Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce, und Weiteres ist in der Pipeline. Haben wir es hier wirklich mit einem Psi-Phänomen zu tun? Keine Ahnung. Vielleicht hat der Ingwer ja auch für eine Neuverschaltung meiner Synapsen gesorgt. Das wäre dann eine rationale Erklärung.

Wie auch immer, köstlich war's allemal. Das leicht süßliche Karottenrisotto harmoniert vorzüglich mit der säuerlichen Schärfe der Ingwersauce. Den Tigerwels kann man aber auch durch jeden anderen Fisch, der ein festes, weißes Fleisch hat, ersetzen.

Blog-Event XLII - Eintopf: Steinbeißer mit Spinat auf japanisch

Steinbeißer mit Spinat auf japanisch

Dieses Gericht ist zwar kein Eintopf im herkömmlichen Sinne, aber streng genommen gehört es in diese Kategorie, denn es wird (ausgenommen der Reis, der als Beilage gereicht wird) komplett in einem Topf zubereitet. Daher reiche ich es zum Blog-Event XLII - Eintopf ein.

Blog-Event XLII- Eintopf - Einsendeschluss 15. Februar

Geschmacklich ist das Gericht sehr pur. Die Pralinenmeisterin hat ihn als gesund bezeichnet. Mir hat's geschmeckt, und gesund ist es in der Tat.

Als Beilage passt dazu Basmatireis.