Kabeljau mit Kartoffelkruste, Rotweinschalotten und Spinat

Kabeljau mit Kartoffelkruste, Rotweinschalotten und Spinat

Vor einigen Jahren dachte ich, dass ich mal ein Kochbuch von Johann Lafer brauche. Ich habe dann Kochen für Freunde gekauft, weil Lafer in seinen darin enthaltenen Rezepten oft einen asiatischen Einschlag hat. Dennoch stand es bis vor kurzem unbenutzt (bzw. unbekocht) im Regal. Zur Auswahl des Weihnachtsessens habe ich es dann mal wieder hervorgeholt und daraus dieses leckere Rezept nachgekocht.

Kollege Lafer verwendet für die Kartoffelkruste in lange Fäden geschnittene Kartoffeln. Dazu verwendet er einen Turning Slicer, den ich leider nicht mein eigen nenne (wie ich gesehen habe, gibt es so etwas mittlerweile auch bei Amazon). Man kommt allerdings auch ohne solch ein Maschinchen aus, indem man die Kartoffel einfach grob raspelt.

Geschmeckt hat das Gericht trotzdem sehr gut. Die Kombination aus dem Spinat, den Rotweinschalotten und dem Fisch mit der Kruste ist einfach klasse. Auf jeden Fall empfehle ich einen Rotwein (z.B. Spätburgunder) dazu.

Lachs-Confit mit Selleriepüree nach Lea Linster

Lachs-Confit mit Selleriepüree nach Lea Linster

Dies ist meiner Meinung nach eines der besten Rezepte Lea Linsters. Sie hat es vor ewigen Zeiten bei Kerner kocht! zubereitet. Die Lachsfilets werden in Olivenöl bei niedriger Temperatur langsam im Backofen gegart. Sie zergehen danach auf der Zunge. Köstlich!

Oktopussalat

Oktopussalat

Dieser Salat ist eines der effizientesten Gerichte wenn man das Aufwands-Eindruck-Schinde-Verhältnis zugrunde legt. Er kommt sowohl als Vorspeise als auch als Bestandteil eines Buffets sehr gut an, und dabei ist er total einfach zuzubereiten.

St. Petersfisch auf Wasabi-Wirsing

Das Frustierende am St. Petersfisch ist, dass selbst wenn man ein großes Exemplar für viel Geld kauft, nur relativ wenig Fleisch übrig bleibt (auf dem Foto unten sieht man die Dimensionen). Aber immerhin kann nach dem Auslösen der Filets aus den sogenannten Abfällen noch einen Fischfond herstellen.

Der Fisch nach dem Auslösen der Filets. Seine Länge (Maul- bis Schwanzspitze) beträgt ca. 50 cm.

Als Beilage gibt es Wirsing, der zunächst ziemlich traditionell zubereitet wird. Seinen Kick bekommt er dann im Sinne eines japanisch-deutschen Joint-Ventures durch die Zugabe von etwas Wasabi, wodurch er eine frische, pikante Note erhält. Mit dem Wasabi sollte man aber vorsichtig sein, da seine Schärfe nicht alles überlagern darf.

Dazu passen sehr gut Salzkartoffeln und eine klassische Weißwein-Sahne-Sauce.

Elefantenfischfilet mit Kürbisrisotto und Pilzen

Elefantenfischfilet mit Kürbisrisotto und Pilzen

Mal ehrlich: Wer außerhalb aquaristischer Fachzirkeln hat schon jemals etwas über Elefantenfische gehört? Ich zumindest nicht, und daher habe ich vermutlich ziemlich sparsam geschaut als der Fischhändler neulich (ich habe anscheinend einen etwas unschlüssigen Eindruck gemacht) zu mir sagte: "Na, heute mal einen schönen Elefantenfisch? Haben wir sonst nicht.".

Nachdem er mir weiter versichert hatte, dass der Fisch ein schmackhaftes, festes Fleisch und - so wie der Seeteufel - nur eine große Mittelgräte habe, griff ich zu. Der Fisch war ca. 40 cm lang, hat keine Schuppen, eine metallisch glänzende silberig-gräuliche Haut und vorne am Maul einen kleinen Rüssel (daher vermutlich der Name).

Wikipedia weiß über Elefantenfische, dass sie in afrikanischen Flüssen leben und - immerhin - von allen Knochenfischen das größte Kleinhirn haben.

Ich habe mich schließlich dazu entschieden, den Fisch passend zur Jahreszeit mit Kürbisrisotto und Pilzgemüse zuzubereiten.

Zerlegen ließ sich der Fisch einfach und schnell: Kopf ab, Schwanz ab, Bauch- und Rückenflossen ab und dann filetieren.

Und in der Tat hat sich der Fisch als sehr schmackhaft herausgestellt. Auch die Kombination mit Kürbis und Pilzen war sehr lecker.

Fazit: Manchmal lohnt es sich, auf seinen Fischhändler zu hören.

Gegrillte Kalmare mit Picada und Röstbrot

Gegrillte Kalmare mit Picada und Röstbrot

Bevor der Herbst so richtig beginnt, hier noch einmal ein puristisches, mediterranes Sommergericht.

Obwohl es sehr köstlich war, wird es mir aber auch immer in schlechter Erinnerung bleiben, denn bei der Zubereitung fand meine gusseiserne Grillpfanne den Tod. Sie ist mit einem lauten Knall geplatzt und hatte danach einen langen Riss. Da das Teil noch relativ neu war, ist eine Reklamation angesagt.

Für die verbliebenen Kalmare habe ich den Backofengrill verwendet. Also nicht durch die gerissene Grillpfanne vom Nachkochen abhalten lassen!

Geröstetes, überbackenes Brot mit Thunfisch und Pfirsichen

Geröstetes, überbackenes Brot mit Thunfisch und Pfirsichen

Hawaiitoast ist - wenn man Wikipedia glauben darf - in Deutschland in den Wirtschaftswunder-Jahren entstanden: "(Er) bündelte auf wenigen Quadratzentimetern Weizenbrot die Sehnsüchte einer ganzen Epoche: Die verschwenderische Kombination aus Schinken und Käse demonstrierte den neu gewonnenen Wohlstand, Ananas und Cocktailkirschen drückten die Sehnsucht nach der weiten Welt aus." schrieb Gudrun Rothaug einst.

Wie könnte eine modernisierte Variante dieses Klassikers aussehen? Thunfisch statt Schinken, aromatisches Dinkelbrot anstatt langweiliges Toastbrot. Für pikante Würze sorgt süße Chilisauce.

Gegrillte Makrelenfilets mit Chili-Kartoffelsalat und Wasabi-Gurken

Gegrillte Makrelenfilets mit Chili-Kartoffelsalat und Wasabi-Gurken

Vor kurzem ist mir das Buch "Hensslers Küche" von Steffen Henssler in die Hände gefallen. Mir gefiel, wie er japanische Einflüsse in seine Küche einbringt, und schließlich habe ich es gekauft.

In diesem Gericht wird sein Rezept für Wasabi-Gurken verwendet. Die Makrelen sehen zwar auf dem Foto ganz annehmbar aus. Aber das Grillen dieses Fisches, der ein eher weiches, fettiges Fleisch hat, war kein Vergnügen, sondern - im Gegenteil - eher nahe einem Desaster: Beim Wenden sind die Filets ziemlich zerfallen. In Zukunft werde ich für dieses Gericht wohl eher einen Fisch mit festerem Fleisch verwenden.

Nichtsdestotrotz war die Kombination aus gegrillten Fisch, dem Chili-Kartoffelsalat und den Wasabi-Gurken geschmacklich ein echtes Highlight (dies war zumindest das Feedback zu Hause, welches normalerweise brutal ehrlich und alles andere als zimperlich ist).

Seeteufel mit Mangosalat und Kokos-Limetten-Reis

Seeteufel mit Mangosalat und Kokos-Limetten-Reis

Flugobst, egal ob hier in Deutschland gekauft, oder von einem Reisenden aus dem Erzeugerland mitgebracht, erzeugt zwar wegen der miserablen CO2-Bilanz ein schlechtes Gewissen, dafür ist es aber im Aroma den unreif geernteten, auf dem Transport in unsere Breiten gereiften Südfrüchten klar überlegen. Mein schlechtes Gewissen war schnell vergessen, als mir ein Kollege vor einiger Zeit einen ganzen Sack frischer, reifer Mangos aus Indien mitgebrachte.

Dies ist der dritte Teil der Mangoverwertung. Dafür habe ich ein Gericht ausgesucht, das bei uns zu Hause sehr beliebt ist, sofern reife, aromatische Mangos verfügbar sind. Johann Lafer hat vor Jahren mal ein ähnliches Gericht beim Kerner gekocht.

Im wesentlichen sind dies marinierte und gebratene Seeteufelmedaillons auf einem Salat aus Mangos, Rucola und Frühlingszwiebeln. Wir haben das als Hauptgericht zusammen mit Kokos-Limetten-Reis genossen.

Das Essen ist tatsächlich so lecker, wie es auf dem Foto aussieht.

Seeteufel in Kokosmilch mit Mango-Karotten-Confit

Seeteufel in Kokosmilch mit Mango-Karotten-Confit

Vor einiger Zeit hat mir ein Kollege einen ganzen Sack voll frischer, reif geernteter Mangos aus Südindien mitgebracht. Geschmacklich sind solche Mangos ein echtes Highlight. Aber sie wollen natürlich auch verwertet werden. Für uns bedeutete das ein ganzes Wochenende im Zeichen der Mango, was wir sehr gerne erlitten haben. Die dabei entstandenen Rezepte möchte ich natürlich nicht vorenthalten und werde sie hier in loser Folge veröffentlichen.

Für das erste Gericht dieser Mangoverwertung bin ich bei Kerner fündig geworden. Johann Lafer hat es dort vor längerer Zeit einmal gekocht. Das Confit ist durch die Mangos und den Essig fruchtig-säuerlich, was durch die Kokossauce geschmacklich aufgefangen wird.

Leider konnte ich keinen frischen Koriander auftreiben. Daher kommt der Farbton Grün nicht vor, und Barbara wird wieder meinen Hang zur Farbe Gelb feststellen ;-)

Als Beilage passt sehr gut Kokos-Limetten-Reis.