Marinierte Lammhüfte mit grünem Spargel und Balsamico-Portwein-Reduktion

Marinierte Lammhüfte mit grünem Spargel und Balsamico-Portwein-Reduktion

Der Zufall stand Pate bei diesem Gericht. Und zwar habe ich beim Metzger meines Vertrauens einen Freund und treuen Leser von mankannsessen.de getroffen. Wir begannen, über die Zubereitung von Lammhüfte zu fachsimpeln, und er erzählte, dass er das Fleisch gerne einige Stunden in Rotwein mariniert und dann grillt. Eine - wie ich fand - sehr gute Idee (danke, Alex!).

Als Gemüsebeilage bot sich - saisongemäß - grüner Spargel an. Und eine Balsamico-Portwein-Reduktion passt mit ihrem intensiven Aroma nicht nur sehr gut zu Lamm, sondern ist auch noch kinderleicht herzustellen.

Die Lammhüfte bekommt durch das Marinieren einen schönen Thymiangeschmack. Durch das Rückwärts-Braten ist sie innen schön saftig und außen kross. Auch wenn es manchem Leser ungewöhnlich erscheinen mag, passt als "Saucenträger" warmer Kartoffelsalat.

Schnell und unkompliziert: Kalbssteaks mit Kapernbutter

Kalbssteaks mit Kapernbutter

"Schnell und unkompliziert" ist der Untertitel des Buches Jahreszeiten von Donna Hay, aus dem dieses Rezept ist. Und das trifft voll und ganz auf dieses Gericht zu. Aber nicht nur das, es schmeckt auch noch sehr gut. Im Buch ist es zwar in die Rubrik "Sommer" einsortiert, aber angesichts des Wetters passt es jetzt auch schon.

Als Beilage empfehlen wir Kartoffelpüree.

Leichte Küche, die leicht gelingt: Paprika-Lauch-Quiche

Paprika-Lauch-Quiche

Über manche Rezepte stolpert man regelrecht, ich z.B. über dieses hier. Es stammt aus dem Büchlein Die besten Käsekuchen aus der Buchserie Meine Familie und ich, an der Kasse bei REWE erhältlich. Das Rezept und alle anderen aus diesen Zeitschriften und Büchern findet man auch auf der Seite daskochrezept.de

Hasenverwertung: Kaninchenkeulen in Estragonsauce

Kaninchenkeulen in Estragonsauce

Ostern ist lange vorbei, der Osterhase hat alle Eier gebracht und die sind wahrscheinlich schon komplett aufgegessen. Bleibt also noch der Hase ...

Hier bietet sich ein Rezept aus Alfred Bioleks Buch Meine neuen Rezept und Wein wie ich ihn mag an - vorausgesetzt man kann frischen Estragon ergattern, denn dieser gehört unbedingt dazu.

Ansonsten ist dieses Gericht ziemlich standardmäßig. Die Kaninchenkeulen werden in Weißwein (aber eben mit Estragon) geschmort. Dann wird die Sauce mit Sahne und weiterem Estragon verfeinert.

Köstlich dazu sind gebutterte Pellkartoffeln (dazu Kartoffel in Salzwasser gar kochen. Dann pellen und in etwas Butter schwenken, dabei salzen und pfeffern). La Ratte, Bamberger Hörnla oder (Moor-)Sieglinde sind besonders gut geeignet.

Schweinisch lecker: Gefülltes Schweinefilet mit Serranoschinken-Mantel

Gefülltes Schweinefilet mit Serranoschinken-Mantel

Das heutige Rezept ist ideal für Gastgeber, die mit wenig Aufwand und fast ohne Risiko ihre Gäste beeindrucken wollen. Das gefüllte Schweinefilet mit Serranoschinken-Mantel gelingt spielend leicht und macht mächtig was her. Dabei stammt auch dieses Rezept aus dem hier schon zweimal erwähnten Minimalisten-Kochbuch just five des britischen Fernsehkochs Ainsley Harriott. Um ein paar Korrekturen an seinem Rezept kommt man aber nicht herum.

Österlich: Abbacchio alla romana - Milchlamm mit Sardellen-Knoblauch-Sauce

Milchlamm mit Sardellen-Knoblauch-Sauce

Lamm und Sardellen, ist das etwa die italienische Form von Surf'n'Turf? Sicher nicht, denn die Sardellen werden hier fein gehackt lediglich zum Aromatisieren der Sauce benutzt. Auf jeden Fall ist Lamm mit Sardellen eine ungewöhnliche Kombination.

Dieses Gericht aus Latium stammt aus dem Buch Die echte italienische Küche von Reinhardt Hess und Sabine Sälzer. Ich habe es bereits vor Jahren zum ersten Mal gekocht, doch dann ist es aus mir unverständlichen Gründen in Vergessenheit geraten. Und das völlig zu Unrecht, denn es ist ein sehr schmackhaftes und aromatisches Frühlingsgericht. Wichtig ist, dass man möglichst zartes Lammfleisch dafür verwendet, am besten vom Milchlamm.

Ursprünglich sollte es als Beilage Rosmarinpolenta von hier geben, allerdings war kein Polentagries mehr im Haus, so dass die Idee zu Rosmarin-Couscous entstanden ist. Aber Kochen ohne Improvisation wäre ja auch langweilig.

In diesem Sinne: Allen Lesern ein frohes Osterfest!

Lieblingsrezept: Gulasch schlesische Art, verfeinert nach Siebeck

Gulasch

Es gibt Traditionsgerichte, die man seit seiner Kindheit kennt und liebt und die in der Erinnerung untrennbar mit Sonntagen, Kindergeburtstagen und anderen feierlichen Anlässen verknüpft sind, zu denen man sich diese Gerichte wünschen durfte.

Das Lieblingsgericht meiner Kindheit heißt "Gulasch mit Nudeln". Gulasch-Rezepte gibt es hunderte. Ich nenne meins hier "Gulasch schlesische Art, verfeinert nach Siebeck", weil das Grundrezept von meiner Mutter stammt, die es der Rezeptsammlung ihrer schlesischen Familie entnommen hat. Die Verfeinerung mit Pumpernickel und Sahne ist inspiriert von einem Beitrag der Reihe Siebeck's Sommerseminar aus der Zeitschrift DIE ZEIT des Jahres 2007.

Das Ursprungsrezept für dieses herzhafte Gericht stammt, wie die sprachliche Wurzel Gulyás beweist, aus Ungarn. Wolfram Siebeck informiert uns in seinem Beitrag allerdings auch darüber, dass die Ungarn darunter eher eine Gulaschsuppe verstanden, während das, was wir unter Gulasch verstehen, bei ihnen Pörkölt heißt. Rein lautmalerisch versteht es sich da leicht, dass wir uns im deutschsprachigen Raum lieber für Gulasch entschieden haben. Das dürfte der historisch engen Verbindung zwischen Österreich und Ungarn geschuldet sein und klingt für deutschgewohnte Ohren einfach leckerer.

Aus Italiens Küchen: Geschmorte Kalbshüfte nach Marianne Kaltenbach

Geschmorte Kalbshüfte nach Marianne Kaltenbach

Es ist alles andere als einfach, Bücher von Marianne Kaltenbach zu bekommen. Auf diese Schweizer Kochbuchautorin (mir kommt es fast so vor, als ob sie für die Schweiz das war, was Julia Child für die USA gewesen ist) wurde ich durch einige Posts bei lamiacucina aufmerksam. Da ihr Buch Aus Italiens Küchen derzeit leider nicht erhältlich ist, habe ich ein gebrauchtes Exemplar erstanden. Daraus stammt das vorliegende Rezept.

Im Original wird zwar Kalbsschulter verwendet, aber mit Kalbshüfte funktioniert es auch sehr gut. Vor allem ist es wichtig, das Fleisch bei wirklich kleinster Hitze zu schmoren. Dann wird man mit einem butterweichen, sehr schmackhaften Braten belohnt. Als Beilage passt Rosmarinpolenta (Rezept siehe hier) perfekt. Das Gericht kann gut vorbereitet werden und taugt somit für die entspannte Gästebewirtung.

Kaninchenkeulen in Senfsauce mit Tagliatelle und Rosenkohl

Kaninchenkeulen in Senfsauce

Alfred Biolek ist längst in Rente. Das heißt aber noch lange nicht, dass auch seine Bücher aufs Altenteil geschoben werden. Dieses Mal wurde ich in Bioleks Buch Meine neuen Rezepte und Wein wie ich ihn mag fündig.

Es enthält - wie auch seine anderen mir gekannten Bücher - einfach zuzubereitende, leckere Rezepte. In diese Kategorie gehört auch das vorliegende. Die Zubereitung ist völlig problemlos, das Resultat exquisit. Insbesondere die Senfsauce bekommt ein dickes Lob. Jahreszeitgemäß war Rosenkohl die Gemüsebeilage. Im Sommer würde sich Fenchel oder auch Zucchini anbieten.

Bioleks Buch reiche ich bei Foodfreaks Dauerevent Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen ein - und werde in Zukunft hoffentlich öfter mal wieder einen Blick hinein werfen ;-)

Weihnachtlich: Hirschkalbsrücken mit Pilzbutter, Orangen-Rösti und Gewürzjus

Hirschkalbsrücken mit Pilzbutter, Orangen-Rösti und Gewürzjus

Ich habe ein Gericht von Dieter Müller nachgekocht! Um seine Rezepte hatte ich bisher voller Ehrfurcht einen Bogen gemacht (einzige Ausnahme ist seine Weißwein-Sahne-Sauce, die bei uns mittlerweile Klassikerstatus bei Fischgerichten erlangt hat - das ist aber auch eher eine Standardsauce).

Bei den meisten Gerichten aus dem Dieter Müller Kochbuch kann ich nur mit den Ohren schlackern - alleine die Zutatenlisten erstrecken sich oft über zwei Seiten. Und so habe ich seine Kochbücher bisher stets in dem Bewusstsein durchgeblättert, dass die meisten Rezepte darin für mich schlicht und einfach nicht nachkochbar sind.

In Einfach und genial: Rezepte aus der Kochschule des Meisters sind die Rezepte etwas einfacher. Daraus stand Müllers "Hirschmedaillon mit Pilzkruste, Gewürzjus, Rotkohl und Schupfnudeln" Pate für diesen Beitrag. Das Hirschmedaillon wurde durch Hirschkalbsrücken und die Schupfnudeln durch Orangen-Rösti ersetzt. Vom Metzger gab es einen Rehunterschenkel geschenkt, der in die Saucenzubereitung wanderte (es geht aber auch ohne). Resultat war ein schön würzig-aromatisches Gericht, das auf jeden Fall das Zeug zum Festessen für Weihnachten hat.