Kochen im Urlaub Teil 2: Makrele fusion baltisch-mediterran

Makrele fusion baltisch-mediterran

Zu Teil 2 meines Urlaubs-Kochblogs wurde ich genau genommen schon vor zwanzig Jahren inspiriert, als ich meinen Sommerurlaub in einer Privatpension nahe Dubrovnik im damaligen Jugoslawien (heute Kroatien) verbrachte. Vinco, unser Gastgeber, empfing uns damals mit einem Festmahl, das ausschließlich aus gegrillten Forellen bestand. Die Forellen betupfte er während des Grillens fortwährend mit einem in Knoblauchöl getauchten Kräuterzweig. Seitdem habe ich nie wieder ein ähnlich köstliches Fischgericht gegessen. Ich glaube, ich habe damals allein zwei ganze Forellen verdrückt. An diesem Tag hatte ich mir vorgenommen, so etwas einmal selbst hinzubekommen.

Blog-Event XLIX - Ferienküche (plus Wettbewerb) - Abgabetermin 15.9.2009

Warum das bisher trotz der offensichtlich eher banalen Zubereitungsart nie gelungen ist, mag wohl daran liegen, dass drei bestimmte Faktoren zusammenkommen müssen: Fangfrischer Fisch, die richtigen Gewürze, was in diesem Fall schlicht heißt: Kräuter und reichlich Knoblauch, und – last but not least – Urlaubsstimmung. Dieses Jahr war es endlich so weit. Das Ergebnis nenne ich mal kühn baltisch-mediterrane Fusion-Küche.

Kochen im Urlaub Teil 1: Thailändisch-baltisches Fischcurry

Thailändisch-baltisches Fischcurry

Die Urlaubssaison ist ja leider schon fast wieder vorbei. Eine der beliebteste Übungen heimkehrender Urlauber ist es, die daheimgebliebenen Freunde, Verwandten und Kollegen mit Urlaubsbildern und –videos zu nerven. Ich nehme mich da natürlich nicht aus, allerdings werde ich mich hier im Blog auf Fotos meiner Urlaubs-Kochrezepte beschränken. Und da mein lieber Co-Blogger Indian Summer gerade dabei ist, die Fusion-Küche hier salonfähig zu machen, springe ich auf diesen Trend auch gleich mit auf. Der erste Versuch ist ein Thai-Fischcurry mit baltischen Zutaten.

Alternative zur Grillsauce: Vietnamesischer Dip

Vietnamesischer Dip

Dieser Dip ist schnell gemacht, perfekt zu Fisch und Fleisch und passt - gerade für Liebhaber asiatischer Küche - auch daher sehr gut als Alternative zu Ketchup und Grillsaucen in die aktuelle Grillsaison. Inspiriert dazu hat mich das wunderbare Buch Vietnam - Küche & Kultur von Susanna Bingemer und Hans Gerlach.

Lammkoteletts mit Quittengelee-Glasur und grünen Bohnen

Lammkoteletts mit Quittengelee-Glasur und grünen Bohnen

Grüne Bohnen klassisch zubereitet (zusammen mit Bohnenkraut blanchiert und dann in Butter geschwenkt) sind mein Beitrag zum aktuellen Garten-Koch-Event.

Hier werden sie mit einem Gericht kombiniert, das Gitte Haenning einst bei alfredissimo gekocht hat: Lammkoteletts mit Quittengelee-Glasur. Die Süße des Quittengelees harmoniert dabei ausgesprochen gut mit dem Rosmarin und dem Knoblauch.

Dazu gab es Ofenkartoffeln mit Tzatziki.

Garten-Koch-Event August 2009: Bohnen [Einsendeschluß: 31.08.2009]

Mal wieder puristisch: Seezungenfilets auf rotem Babymangold

Seezungenfilets auf rotem Babymangold

Fisch mag ich am liebsten puritisch. An die Seezungen, die bei niedriger Temperatur im Backofen zubereitet werden, kommt nur Salz, Pfeffer und Zitrone. Beim Gemüsehändler sah ich Babymangold, von dem ich bisher gar nicht wusste, dass er überhaupt existiert. Er ist gesund und macht sich, nur mit etwas Knoblauch in Öl angeschwenkt, sowohl geschmacklich wie auch farblich sehr gut als Unterlage für die Seezungen. Komplettiert wird das Ganze mit Weißwein-Sahne-Sauce nach Dieter Müller und (hier nicht im Bild) Salzkartoffeln. Herrlich puristisch eben.

Schon oft gemacht, aber bisher nie verbloggt: Pizza mit Rucola, Schinken und Tomaten

Pizza mit Rucola

Einer meiner Lieblingspizzabeläge. Und dabei ist es auch noch so einfach: Man backt den Teig und belegt ihn dann mit den ganzen Köstlichkeiten. Fertig!

Mit einem kühlen Glas Rosé in der Abendsonne auf dem Balkon genossen ist das genau der richtig Tagesausklang.

Tunnu Auruduci: Süßsaure Tunfischsteaks

Süßsaure Tunfischsteaks

Wieder einmal habe ich ein Kochbuch entdeckt, das viel zu lange sein unbenutztes Dasein im Regal fristete und aus dem ich in Zukunft öfter etwas kochen sollte. Dieses Mal ist es David Ruggerio's Italienische Küche zwischen Palermo und Neapel. Neben den darin enthalten sehr schönen, süditalienischen Rezepten beschreibt Ruggerio darin Land und Leute, sowie Geschichten und Begebenheiten aus seiner Familie. Er selbst ist im New Yorker Stadtteil Little Italy aufgewachsen, seine Eltern stammen jedoch aus Sizilien bzw. Neapel.

Tunnu auruduci ist sizilianisch und steht für das italienische Tonno agro-dolci, also süßsaurer Tunfisch. Seine süßsaure Note bekommt das Gericht durch Rotweinessig und Zucker. Die Zwiebeln bringen dazu eine würzige Schärfe. Vielleicht kommen hier arabische Einflüsse durch. Als Beilage gab es, ganz mediterran, Stampfkartoffeln mit Olivenöl.

Virtuos und einfach: Fleischkäse mit Potato Masala

Fleischkäauml;se mit potato masala

Hier also nun mein Debüt auf Man kann's essen!. Wer so lange wie ich in Indien lebt (nunmehr fast 5 Jahre) und ebenfalls begeisterter Hobbykoch ist, wird ggf. auch gerne das beste aus 'zwei Welten' kombinieren und Neues ausprobieren wollen. An reicher Inspiration aus der indischen Cuisine mangelt es wahrlich nicht. Insbesondere im Norden Indiens ist die Küche geprägt durch die Epoche des Mogulreichs (bekanntestes Bauwerk dieser Ära ist das Taj Mahal), z.B. Fleischgerichte (Lamm) aber auch Reisgerichte wie Pulao, etc.

Nicht zu vergessen die fantastische Vielfalt an Gewürzen, verschiedenen Hülsenfrüchten, Reis, Gemüse, etc. Manchmal verspüre ich dann aber doch die Lust, zwischendrin etwas 'Heimisches' zu essen und ggf. mit indischen Köstlichkeiten zu kombinieren. So ist auch das Rezept, das ich heute vorstelle, entstanden - relativ simpel, zeichnet sich aber zugleich durch ein reiches Geschmacksspektrum aus.

Das Kartoffel-Masala (potato masala) hat einen würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig frischen, säuerlichen Geschmack (Zitronensaft, Koriander und Ingwer). Demgegenüber hat der Fleischkäse einen leicht süßlichen Geschmack, der durch die karamellisierten Zwiebeln wundervoll abgerundet wird.

Nicht ganz einfach ist es hingegen, in Bangalore Fleichkäse aufzutreiben. Außer im deutschsprachigen Raum, vornehmlich Deutschland und Österreich ist Fleischkäse kaum bekannt (es existiert auch kein englischer Begriff dafür - am nächsten kommt wohl noch ‘meat loaf’ wobei das eigentlich eher einen ‘Hackbraten’ bezeichnet). Daher bleibt mir persönlich momentan nichts anderes übrig, als mir meinen Fleischkäse von Deutschland mitzubringen oder selbst zu machen (das Rezept werde ich vielleicht in einem meiner nächsten Beiträge vorstellen).

Lecker und leicht: Rindersteak mit Kichererbsen-Salat und Portweinsauce

Rindersteak mit Kichererbsen-Salat und Portweinsauce

Manchmal findet man in Meine Familie & Ich (das ist eine dieser Zeitschriften, die einen meistens an Supermarktkassen anlachen) recht gute Rezepte. Dieses ist so eines. Ich hätte nicht gedacht, dass der Kichererbsensalat als Beilage zum Rindersteak dermaßen gut passt. Eine Sauce konnte ich mir dazu dann aber doch nicht verkneifen. Ansonsten haben wir bei diesem Gericht nichts vermisst. Durch den Salat als Beilage ist das Gericht schön leicht - einzig die Mehlbutter in der Sauce schlägt kalorienmäßig zu Buche. Alles in allem ist ein sehr leckeres, leichtes Sommergericht.

Pizza mit Räucherlachs

Pizza mit Räucherlachs

Über Tim Mälzer kann man sich sicher streiten, aber einige seiner Rezepte sind wirklich gut. So wie dieses hier. Abgesehen vom Teig (ich habe Pizza-Teig al Chef verwendet) lässt es sich sehr schnell zubereiten: Auf den fertig gebackenen Pizzateig wird eine Sauce aus Schmand, Sahne und Kräutern gegeben. Und dann wird der Räucherlachs schlicht darüber verteilt. Fertig!

Wenn es besonders schnell gehen soll, kann man versuchen, bereits fertigen Teig zu bekommen, den man nur noch ausrollen und in den Backofen schieben muss (z.B. kann man ja mal in einer Pizzeria nachfragen oder ein Fertigteigprodukt aus dem Supermarkt verwenden). In diesem Fall wäre diese Pizza ein heißer Kandidat für Cucina rapida.