Rieslingmousse mit Kompott von roten Stachelbeeren

Rieslingmousse mit Kompott von roten Stachelbeeren

Nachdem es in der vergangenen Woche an dieser Stelle Heidelbeer-Verrines gab, hier abermals ein Dessert im Glas. Passend zur Saison und zum aktuellen Garten-Koch-Event dieses Mal allerdings mit Stachelbeeren. Das Rezept stammt von essen & trinken. Die Kombination aus dem fruchtig-säuerlichen Kompott und der mild-cremigen Mousse ist extrem lecker, wenn auch nichts für die schlanke Linie.

Garten-Koch-Event

Lecker und unkompliziert: Heidelbeer-Verrines

Heidelbeer-Verrines

Es gibt die ersten Heidelbeeren. Wir haben die Saison mit Heidelbeer-Verrines eröffnet, einem leckeren Dessert, zu dem ich bei genussmousse angeregt worden bin, wo es das im letzten Sommer gab. Gegenüber der dortigen Version habe ich ein paar Änderungen vorgenommen: Für die Mascarponemasse wird Orangenlikör anstatt Amaretto sowie Limettensaft und weniger Zucker, dafür aber mehr Joghurt und Sahne verwendet. Und da die Minze bei uns im Garten immer noch wuchert, habe ich auch noch gehackte Minze untergerührt, was uns geschmacklich sehr gut gefallen hat. Bei den Keksen wollte ich eine Orangennote haben, und die Wahl fiel daher auf Cantuccini all'Arancia.

Alles in allem ist das ein einfach herzustellendes, sehr leckeres, sommerliches Dessert, das man auch sehr gut Gästen kredenzen kann, denn die einzelnen Bestandteile können vorbereitet werden. Zum Servieren schichtet man sie dann nur noch in die Gläser. Voilà.

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Schon wieder ein Rezept mit Minze. Aber was soll man machen, wenn die Minze im Garten wuchert? Dieses Mal habe ich mich für ein ziemlich ungewöhnliches Gericht entschieden, das ich einst bei Alfred Biolek gesehen habe: Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce. Was zunächst sehr gewöhnungsbedürftig klingt, hat sich als eine richtig gute Kombination entpuppt (auch wenn ein leicht schlechtes Gewissen wegen der Verwendung von Thunfisch bleibt).

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Rote-Zwiebel-Ragout und Minz-Joghurt

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Zwiebelragout und Minzjoghurt

retluhcsmmaL gab es jüngst bei einfach köstlich. Der Name ist ein Hingucker und verklausuliert die Zubereitungsart. Die Lammschulter ist dort nämlich rückwärts gebraten worden. Das bedeutet nicht etwa, dass der/die Kochende sich mit dem Rücken zum Herd stellt, sondern dass man die "normale" Reihenfolge, Fleisch zunächst scharf anzubraten, um es dann im Backofen bei niedriger Temperatur auf den gewünschten Garungsgrad zu bringen, umdreht. Diese Methode funktioniert nicht nur bei größeren Fleischstücken wie Lammschulter, sondern auch bei kleineren, wie - in diesem Fall - Stücken aus der Lammhüfte. Die werden bei 80 °C in den Backofen gegeben, bis die Kerntemperatur etwa 55 °C beträgt (das hat bei mir ca. 25 - 30 Minuten gedauert). Dann werden sie scharf angebraten, damit sie Farbe nehmen. Das Ergebnis ist ein innen wunderbar zartes Fleisch - genau so, wie es sein sollte.

Die Idee für dieses Rezept habe ich aus dem Buch Hitze von Bill Buford. Darin wird diese Kombination erwähnt, ohne die genaue Rezeptur zu nennen, was also noch kreative Freiheiten ließ. Zunächst hatte ich befürchtet, dass die roten Zwiebeln mit dem Rote-Bete-Saft etwas langweilig daher kommen würden, abgeschmeckt mit Zitrone, Zucker, Salz und Pfeffer erwies sich das Rote-Zwiebel-Ragout dann aber zum Glück als schön würzig. Die Bratkartoffeln schließlich bringen Rustikalität, der Minz-Joghurt angenehme Frische in dieses Gericht.

Puristisch und immer wieder gut: Pollo arosto con i limoni - Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Brathuhn mit Zitrone nach Marcella Hazan

Marcella Hazan gehört zu meinen absoluten LieblingsautorInnen, wenn es um die italienische Küche geht. Ihr Buch Die klassische italienische Küche ist längst ein Klassiker. Eines meiner Lieblingsrezepte daraus trägt den lapidaren Namen Brathuhn mit Zitrone. So unspektakulär der Name, so pur die Zubereitung: An das Huhn wird lediglich Salz, Pfeffer und Zitrone gegeben - das war's. Deshalb kommt es natürlich entscheidend auf die Fleischqualität an - schlechte Qualität kann sich hier nicht hinter Gewürzorgien verstecken und hat somit keine Chance.

Das Ergebnis ist allerdings der Hammer: Der Eigengeschmack des Huhns kommt voll zur Geltung und wird durch die wenigen Zutaten behutsam unterstützt. Das Fleisch ist wunderbar zart, und die Haut ist auch in der Realität so schön kross wie sie auf dem Foto aussieht.

Als Beilage passen sehr gut Mediterrane Stampfkartoffeln. Beträufelt mit etwas Bratensaft sind sie zu dem Huhn eine Offenbarung.

Salade d'asperges au saumon fumé - Spargelsalat mit Räucherlachs

Spargelsalat mit Räucherlachs

Zum Ende der Spargelsaison hier ein Gericht, das bei uns mittlerweile zum Klassiker avanciert ist: Elfie Castys Salade d'asperges au saumon fumé aus ihrem Buch Mit einer Prise Leidenschaft. Der Salat ist schnell gemacht und dennoch sehr lecker, und was die Spargelsorte angeht, ist man ziemlich frei - es passt sowohl weißer als auch grüner Spargel. Um den Genuss perfekt zu machen, sollte man dazu frisches Bauernbrot reichen.

Fremdkochen im Mai: Orecchiette mit Pulpo

Orecchiette mit Pulpo

Da kann ich es ja gerade noch schaffen ...

Vor wenigen Tagen sah ich dieses Gericht bei Hüttenhilfe und habe es spontan für den diesmonatigen Fremdkoch-Event Meer zum Nachkochen ausgewählt.

Fremdkochen Meer

Dadurch, dass die Zubereitung des Pulpo doch einige Zeit in Anspruch nimmt (ca. 4 Stunden, und das Ablösen der Haut ist ziemlich fisselig) ist das Rezept definitiv nichts für die schnelle Küche. Allerdings wird man nach der Mühe mit einem köstlichen, mediterran-sommerlichen Gericht belohnt.

Dazu passt ein Château Dubraud – Premières Côtes de Blaye Bordeaux Clairet 2007.

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Erst vor kurzem bin ich auf das Buch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche von Tanja Grandits gestoßen. Es enthält zu 15 Aromen (angefangen bei Basilikum und Ingwer, weiter über Rosen und Vanille bis hin zu Wasabi und Zimt) jeweils sehr innovative Rezepte für Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Ich bin von dem Buch so angetan, dass ich mit Sicherheit in Zukunft noch öfter etwas daraus nachkochen werde.

Den Anfang macht Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl. Wer sich Vanille nur in Verbindung mit Süßspeisen vorstellen kann, dem sei versichert, dass sie sich auch bestens zum Aromatisieren von Öl oder Saucen gerade auch in Kombination mit Fisch oder Geflügel eignet. Zum Originalrezept gehören eigentlich noch Miesmuscheln, die ich allerdings weggelassen habe, und wir haben sie nicht vermisst.

Als Beilage passt Kartoffelpüree mit Lauch und Zitrone.

Süßes Chili-Hähnchen vom Grill mit asiatischem Kartoffelsalat

Süßes Chili-Hähnchen vom Grill mit asiatischem Kartoffelsalat

Unser örtlicher Energieversorger beglückt uns in seiner Kundenzeitschrift nun auch mit Rezepten. Zur diesjährigen Grillsaison waren das unter anderem diese leckeren Hähnchenspieße, die uneingeschränkt zu empfehlen sind.

Als Beilage passte ein selbst erfundener asiatisch angehauchter Kartoffelsalat sehr gut. Für eine fettreduziertere Version kann man sicherlich die Mayonnaise durch Joghurt ersetzen. Auch etwas Ingwer würde sich sicherlich gut daran machen, und auch ein Schuss Kokosmilch wäre eine Möglichkeit. Mit dem Wasabi muss man etwas aufpassen, damit das ganze nicht so scharf wird, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Die Menge (1 kg Kartoffeln) ist für 2 Personen etwas reichlich. Wenn es beim Grill-Event noch weitere Beilagen (z.B. Salate, Brot) gibt, reicht das sicher auch für 4 Personen.

Neuer Fisch: Claresse in grüner Currysauce

Claresse in grüner Currysauce

Der Wunsch nach leichter asiatischer Küche wuchs bei uns. Da kam das Buch Thai-Currys: 120 Rezepte von Vatcharin Bhumichtir gerade recht. Neben den eigentlichen Rezepten enthält es ein Kapitel über die Grundlagen der Thaiküche, die Zubereitung von Currypasten und anderen Beilagen (wie etwa Pickles).

Unser Startrezept aus diesem Buch ist "Schellfisch mit grüner Currysauce". Mangels Schellfisch mussten wir einen Ersatz finden. Die Wahl fiel auf Claresse, eine Neuzüchtung aus zwei Welsarten, wie mir der Fischverkäufer erklärte. Im WWW werden solche Neuzüchtungen durchaus kontrovers diskutiert. Uns hat dieser Fisch allerdings gut gefallen. Er hat ein feines, festes Fleisch, und durch das Pochieren waren die Filets butterzart. Den Geschmack von Claresse würde ich als eher mild bezeichnen, was ich nicht negativ im Sinne von "geschmacklos" meine. Er hat hervorragend mit der Currysauce harmoniert. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt. Allerdings hatten die Filets relativ viel Fett, das ich vor der Zubereitung abgeschnitten habe.