Scharfe, gebackene Hähnchenkeulen (Masaledar murghi)

Scharfe, gebackene Hähnchenkeulen (Masaledar murghi)

Dies ist mein Beitrag zum Blogevent "Some like it HOT".

Ich bin mal wieder bei Madhur Jaffrey gelandet. Dieses Mal gibt es Hähnchenkeulen, die mit einer höllisch scharfen Paste mariniert sind. Das schreit natürlich nach neutralisierenden Beilagen. Dies sind Reis mit grünen Erbsen (Tahiri) und der Minzjoghurt mit Gurke von hier. Gerade der Joghurt ist wegen der darin enthaltenen Gurkenwürfel und der Minze sehr schön frisch und passt bestens zu den scharfen Keulen.

Das eigentlich scharfe bei diesem Gericht sind nicht so sehr die Keulen, sondern der Bratensatz. Darin hat sich die scharfe Paste gesammelt, die im Backofen von den Keulen herunter geflossen ist.

Spargelauflauf

Spargelauflauf

Zum Ende der Spargelsaison hier ein leckerer Spargelauflauf. Am Wochenende ist bei uns im Ort Spargelmarkt. Da gibt es dann die Dinge für die Hardcore-Spargel-Fans: Spargelschnaps, Spargeleis etc.

Rindfleisch mit Spinat (Dilli ka saag gosht - jedenfalls beinahe)

Rindfleisch mit Spinat (Dilli ka saag gosht - jedenfalls beinahe)

Dieses Gericht ist aus dem Buch "Indian Cookery" der indischen Autorin Madhur Jaffrey. Ich habe das Buch vor einigen Jahren während eines Aufenthaltes in Bangalore (Südindien) gekauft. Damals wollte ich unbedingt ein möglichst authentisches indisches Kochbuch haben, und dieses Buch war das einzige im Buchladen, das - obwohl in englischer Sprache geschrieben - zumindest die Mengenangaben in kontinentaleuropäischen Einheiten enthielt. Bücher, die lediglich britische Mengeneinheiten enthalten, sind nichts für mich, da ich als Mann nur eines von beiden gleichzeitig kann: Entweder kochen oder zwischen Mengeneinheiten umrechnen. dkduw.jpg

Nachdem ich es gekauft hatte, habe ich es aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen ungelesen zu Hause ins Regal gestellt. Dort stand es dann jahrelang ungenutzt. Unlängst nahm ich es wieder zur Hand, und habe festgestellt, dass es wirklich eine Menge sehr schöner Gerichte enthält. Die Zutaten sind nicht so exotisch als das man sie hier nicht bekäme, und zu jedem Gericht werden die passenden Beilagen empfohlen. Das ist gerade für Nichtexperten der indischen Küche hilfreich.

Ich bin von diesem Buch so angetan, dass ich hier in Zukunft sicher immer mal wieder einige Rezepte daraus veröffentlichen werde. Den Anfang macht "Rindfleisch mit Spinat". Eigentlich ist dieses Gericht für Lamm konzipiert (dann heißt es "Dilli ka saag gosht"). Laut Buch ist die Ersetzung des Lammfleisches durch Rind aber durchaus zulässig.

Das Gericht ist ein typisches indisches Schmorgericht mit einer Menge Zwiebeln und typisch indischen Gewürzen. Hinzu kommt frischer Spinat, der mitgeschmort wird. Das Essen ist scharf (aber nicht zu scharf). Als Beilage gab es würzigen Reis und Minzjoghurt mit Gurke. Der Joghurt bringt Frische hinzu und nimmt etwas Schärfe vom Fleisch weg.

Dies ist also mal wieder ein typischer Fall für DKduW.

Seezunge puristisch

Seezunge puristisch

Sie können so einfach sein, die wohlschmeckenden Gerichte.

Um ein schmackhaftes Mahl zu erhalten, ist es keineswegs notwendig, Gewürzorgien zu veranstalten oder mehrseitige Zubereitunganleitungen zu befolgen, bei denen man womöglich noch hochspezialisiertes Küchenequipment benötigt. Nein, ein simples gebratenes Fischfilet mit einer entsprechenden (ebenfalls simplen) Sauce ist völlig ausreichend.

Seezunge hört sich zwar nicht gerade nach cucina povera an, aber dennoch beherzigt dieses Gericht deren Grundsätze: Wenige, einfache und schmackhafte Zutaten.
Dazu passen gut puristische Salzkartoffeln ;-) Köstlich!

Thailändisches Hähnchen mit grünem Spargel und Kokos-Limetten-Reis

Thailändisches Hähnchen mit grünem Spargel und Kokos-Limetten-Reis

In der letzten Zeit habe ich in der Rezeptbloggosphäre verstärkt asiatische Gerichte gesehen (insbesondere bei der Kollegin Lotta). So bekam ich Lust, meinen Wok auch mal wieder anzuheizen.

Am Wochenende hatte ich endlich Gelegenheit dazu. Mein Metzger hatte sehr schöne Hähnchenbrust, und außerdem habe ich gemäß Saison grünen Spargel erworben. Dann kurzerhand ein Rezept für Hähnchen mit grünen Bohnen an die herrschenden Realitäten (sprich: Spargel anstatt Bohnen) angepasst und das Woken konnte losgehen.

Als Beilage gab es Kokos-Limetten-Reis, welcher geschmacklich sehr gut gepasst hat.

Die roten Chilischoten, die ich verwendet habe, waren eher von der milden Sorte. Ansonsten hätte dieses Gericht durchaus ein Beitrag für den Blogevent XXXV sein können.

Steinbeißer mit Rotweinessig-Zabaione und Kartoffelsalat

Steinbeißer mit Rotweinessig-Zabaione und Kartoffelsalat

Diese "Komposition in Gelb" könnte man auch sehr gut als "Jaunette vom Steinbeißer" bezeichnen. So wie "Blanquette vom Kalb" zeigt es uns, dass Vielfarbigkeit nicht unbedingt eine notwendige Voraussetzung für leckeres Essen ist.

Die Anregung dazu kam durch ein Rezept von lamiacucina. Darin wurde eine Balsamico-Zabaione zu Kabeljaufilets mit Pinienkernpanade gereicht. Besonders interessant fand ich die Essig-Zabaione. Da ich kein Freund von paniertem Fisch bin und ich eine Balsamico-Zabaione zu "plain" Fisch zu wuchtig fand, wurde die Idee mit der Rotweinessig-Zabaione geboren.

Die Anregung für die Zubereitung der Fischfilets habe ich von genussmousse. In seinem Rezept wird allerdings Kabeljau verwendet. Für den Steinbeißer musste die Garzeit angepasst werden. Anstatt Steinbeißer kann man aber auch jeden anderen Fisch, der ein festes, weißes, nicht zu fettiges Fleisch hat, verwenden.

Beilage ist 'warmer' Kartoffelsalat, der ebenfalls mit Rotweinessig zubereitet wird.

Obwohl das Gericht erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig aussieht (irgendwie ist es wirklich nur gelb), hat uns die Kombination aus der Zabaione, dem Kartoffelsalat und dem Fisch, der durch die Zesten leicht zitronig schmeckt, wirklich begeistert.

Neben dem sehr positiven Geschmackserlebnis gibt es leider auch einen Wermutstropfen: Obwohl die Zabaione geschmacklich sehr gut war, fanden wir ihre Konsistenz zu dickflüssig (man sieht es ja auch auf dem Bild). Daher wird mich dieses Rezept zwecks Verbesserung auch noch in Zukunft beschäftigen. Ich werde berichten.

Spargelsalat

Spargelsalat

Schon wieder ein schnelles Gericht. Frisches Holzofenbrot mit Butter sorgt bei diesem leichten Salat für die rustikale Note.

Man kann's essen!

Ailes de raie sautées

Ailes de raie sautées

Rochenflügel (ailes de raie) sind für Grätenhasser genau das Richtige, denn Rochen sind Knorpelfische und haben daher keine Gräten. Im Inneren der Flügel befindet sich lediglich eine dünne Knorpelschicht, von der sich das zarte und wohlschmeckende Fleisch in gegartem Zustand allerdings sehr leicht abschaben lässt.

Leider ist es nach meiner Erfahrung relativ schwer, in Deutschland Rochen zu bekommen. In Frankreich ist das anders. Dort wird Rochen in so gut wie jedem Supermarkt angeboten, der eine etwas besser sortierte Fischtheke hat. Daher essen wir Rochen fast ausschließlich dort im Urlaub, sofern wir eine entsprechende Kochgelegenheit haben, wie unlängst geschehen.

Dieses Mal hatte ich Rick Stein's "Die große Fischkochschule" dabei. Ich hatte das Buch vor Jahren in irgendeinem Urlaub am Meer gekauft und dann ziemlich lange nicht hineingeschaut. Dabei ist es sehr gut und hilfreich. Insbesondere handwerkliche Dinge, wie etwa das Enthäuten und Filettieren verschiedener Fischarten, werden dort sehr verständlich, ausführlich und bebildert erklärt. Für dieses Rochengericht habe ich mich an dem Rezept "Gebratene Rochenflügel mit Chilibohnen" orientiert. Also mal wieder ein typischer Fall für DKduW.

Als Beilagen passen sehr gut eine Aioli, oder aber eine pikante Joghurtsauce (Joghurt + Knoblauch, Salz, Pfeffer), sowie frisches Baguette und ein knackiger Salat.

Involtini con spinaci e salsa di Marsala

Involtini con spinaci e salsa di Marsala

Meine ersten Rouladen (pardon: Involtini).

Das Rezept habe ich einem Buch von Lea Linster entnommen und etwas abgewandelt. Es enthält zwei Füllungen:

  • Tapenade und getrocknete Tomaten
  • Senf und Zwiebeln

Keine der Füllungen war gegenüber der anderen so gut oder so schlecht, dass wir einen Favoriten hätten küren können. Sie sind einfach beide sehr lecker. Auf dem Foto sieht man nur die Involtini mit Oliven-Tomatenfüllung, da die Involtini mit Senf-Zwiebelfüllung etwas monochrom waren.

Spinat als Beilage passt auch sehr gut. Hier ist allerdings aus meiner Sicht etwas Knoblauch ein Muss. Auf Muskat, den Frau Linster verwendet, kann ich dann verzichten. Zu Lea Linsters Rezept ergänzt habe ich noch die Marsala-Sauce.

Wer einen Saucenträger benötigt: Die einzig wahren Rosmarinkartoffeln passen gut.

Kalmare mit Mangoldfüllung auf Zitronenrisotto

Kalmare mit Mangoldfüllung auf Zitronenrisotto

"Es ist Mangoldzeit!" rief mir mein Gemüsehändler neulich zu. Und außerdem sei Mangold doch sooo gesund. Durch diese äußerst schlagenden Argumente überzeugt, wagte ich mich an dieses Gemüse, das bisher für mich einen weißen Fleck auf der Landkarte der Ingredenzien darstellte, heran.

Laut Wikipedia ist Mangold (beta vulgaris subsp. vulgaris var. vulgaris) ein spinatartiges Gemüse, das allerdings botanisch zur Familie der Rüben gehört. Es enthält sehr viel Vitamin K, außerdem Vitamin A und E, sowie Natrium, Magnesium, Kalium und Eisen. Somit ist - und da hat mein Gemüsehändler recht - Mangold sehr gesund. In unseren Breitengraden wird Mangold jedoch noch nicht zur Zeit (da hatte er laut Wikipedia unrecht), sondern erst zwischen Juni und August geerntet.
Insofern war also ein sommerliches Rezept angesagt. Das habe ich mit Calamars farcis aux blettes in dem Buch "Südfrankreich - Küche & Kultur" von Cornelia Schinharl und Jörg Zipprick gefunden. Die lapidare Beilagenempfehlung "Reis oder Baguette" lädt zu Interpretationen ein. Ich habe mich für Zitronenrisotto entschieden. Das passte wunderbar.

Fazit: Der Sommer kann kommen!