Nachdem der halb gesalzene Kabeljau nicht ganz schlecht war, versuche ich es hier einmal mit komplett eingesalzenem. 20 Minuten verbringen die Kabeljaufilets in einer Mischung aus zehn Teilen Salz und einem Teil Zucker. Danach sind sie wegen des Flüssigkeitsentzugs außen etwas fester, und sie behalten trotz gründlichem Abspülens unter fließendem Wasser einen salzigen Geschmack. Dazu passt die Süße der Granatapfelsauce wunderbar, und die Kartoffeln mit ihren Röstaromen und dem Rosmaringeschmack komplettieren die Komposition trefflich. Damit ist dieses Gericht prädestiniert für die Widerlegung des alten Irrglaubens, zu Fisch gehöre selbstverständlich Weißwein. Der trockene Spätburgunder aus deutschen Landen, der unser Begleiter zu diesem Essen war, hat jedenfalls ganz ausgezeichnet gepasst.
Fenchel und Orange sind eine fast schon klassische aber auf jeden Fall sehr gut harmonierende Kombination. Und man kann daraus auch eine schnelles leckeres Pastagericht zaubern. Das ist diesen Monat mein Beitrag zu Cucina rapida. Wer es gerne vegetarisch möchte, lässt die Krabben einfach weg.
Verlassen ausgetretener Pfade und Ausprobieren neuer Gerichte ist sehr reizvoll und gerade für Foodblogs unerlässlich. Manchmal verbietet sich jedoch jegliches Experimentieren, da man sich darauf verlassen können möchte, dass beim Kochen genau das gewünschte Ergebnis herauskommt.
In so einer Situation war ich, als mich beim Metzger aus der Auslage bilderbuchmäßige Rinderfiletsteaks anlächelten, vom Abhängen eine bläulich-rote Farbe und fein marmoriert - da konnte ich einfach nicht nein sagen. Die Steaks schrien nach einer klassischen Kombination, und so entschied ich mich für Portweinsauce mit Kartoffelgratin und grünen Bohnen. Einzig die Steaks wurden - anders als sonst - rückwärts gebraten. Mit - wie man sieht - durchschlagendem Erfolg: Butterweiches Fleisch mit schönen Röstaromen an der Außenseite.
Genau das Richtige zum Aufwärmen bei den aktuell herrschenden arktischen Temperaturen ist diese Rot-Bete-Suppe. Das Rezept stammt aus Gordon Ramsay's Buch Schnelle Sterneküche. Mr. Ramsay verwendet zwar geräucherte Entenbrust, geräucherte Forelle passt aber auch sehr gut.
Nach den fetten Feiertagen tut ein leichtes Gericht gut. Fündig geworden bin ich bei lamiacucina. Allerdings sind Robert's Spaghetti ai capperi e limone eher etwas für die warme Jahreszeit. Also wurde der Zitronensaft kurzerhand durch Orangensaft und die Kapern durch getrocknete Oliven ersetzt. Fertig war das winterkompatible, leichte Pastagericht.
Endlich mal eine Pralinenkreation, bei der alles rezeptgemäß und ohne Komplikationen funktioniert hat, insbsondere auch dank des Hinweises von Houdini, die Schokolade für die Füllung lieber zu raspeln anstatt in Stücken der heißen Sahne hinzuzufügen ... ein echtes Erfolgserlebnis, auch geschmacklich (und das sage ich von meinen Eigenprodukten wirklich selten ...)
Unaufhaltsam rückt das Weihnachtsfest näher. Da heißt es, den Körper langsam an die Herausforderungen, die die Festtage ihm abverlangen werden, heranzuführen. Insbesondere gilt es natürlich, die Bewältigung kalorienreicher Kost zu trainieren. Dieses Dessert ist dafür die optimale Vorbereitung. Der Trainingseffekt stellt sich unmittelbar ein - je mehr man davon isst, desto größer wird das Verlangen danach. Insofern ist diese Nachspeise der ultimative Renner für die Vorweihnachtszeit - zum Hineinsetzen.
Auf der Suche nach weihnachtskompatiblen Rezepten für Entenbrustfilets stieß ich bei Effilee auf dieses Gericht, in dem eine Portwein-Anis-Sauce zu geräucherter Taubenbrust in einem ziemlich komplexen (für mich zu komplexen) Arrangement gereicht wird. Wie sich herausstellte, passt diese Sauce aber auch sehr gut zu gebratenen Entenbrustfilets. Den Anisgeschmack darf man dabei nur als Hauch in der Sauce wahrnehmen. Mit der Dosierung des Anispulvers muss man also sehr vorsichtig sein.
Es zeigte sich, dass Rückwärts-Braten auch bei Entenbrustfilets klappt: Die Filets eine Stunde im Backofen bei 60 °C garen und danach in einer Pfanne bei hoher Hitze fertig braten. Perfekt!
Als Beilagen passen Kartoffelgratin nach Wolf Uecker und Rosenkohl à l'Orange.
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