Lieblingsessen Teil 2: Spargel-Lachs-Lasagne

Spargel-Lachs-Lasagne

Lasagne gehört bei uns zu den erklärten Lieblingsessen der ganzen Familie. Sie ist vergleichsweise einfach zuzubereiten, kann gut vorbereitet werden und gelingt immer, unabhängig von der Menge. Zur Spargelsaison gibt es bei uns jedoch diese Version, die den Klassiker mit Hackfleisch und Bechamel-Sauce (bei uns eigentlich eine Mischung aus Milch, Sahne und Crème fraîche) noch in den Schatten stellt.

Rezepte mit Lachs und Spargel gibt es haufenweise. In diesem hier werden beide auf das Eleganteste mit den leicht süßsäuerlichen Aromen von Tomaten und Weißwein kombiniert. Das Resultat ist zum Niederknien.

An diesem Gericht war ich zur Abwechslung mal gar nicht beteiligt. Das Rezept stammt von einer Freundin, und gekocht und fotografiert hat meine Liebste. Ich habe nur das Foto digital aufbereitet.

Lammrücken mit Pinienkernkruste und Selleriepüree á la Wolf Schönmehl

Lammrücken mit Pinienkernkruste

Dieses Gericht ist die Variation eines Rezepts aus dem Kochbuch "Ich koche, also bin ich" von Wolf Schönmehl. Gourmets aus der Region Heidelberg ist Wolf Schönmehl als ehemaliger Chef der hoch dekorierten Schönmehl's Schlossweinstube immer noch ein Begriff. Sie hoffen inständig, dass er bald eine neue Wirkungsstätte finden wird, die Schlossweinstube wurde leider Anfang des Jahres von der Mövenpick-Kette übernommen. Ich kann das Argument der Verantwortlichen nachvollziehen, Mövenpick hat sicher eine breitere Zielgruppe. Aber für die Gourmetszene ist es definitiv ein Verlust.

Das Kochbuch konnte seinerzeit nur vor Ort erworben werden und ist insofern eine Sensation, als dass Schönmehl dort all seine Lieblingsrezepte akribisch beschreibt, und zwar so, dass man es als durchschnittlich begabter Hobbykoch auch schafft, sie nachzukochen. Ich hüte es deshalb wie meinen Augapfel. Ausnahmsweise sei hier verraten, dass Wolf Schönmehl einen Online-Shop betreibt, bei dem man es zu einem äußerst fairen Preis kaufen kann.

Schönmehl verwendet für sein Rezept Hirschrücken und kocht dazu noch eine aufwändige Sauce. Das ist natürlich nie verkehrt, aber erstens ist Lammrücken einfacher zu beschaffen, zweitens geht es so schneller, drittens hatten wir hier zuletzt schon einige Male Hirsch, und viertens sind die übrigen Zutaten - Selleriepüree und Kartoffelgratin - so aromatisch, dass man auch ganz gut ohne Sauce auskommt. Das Foto oben hat übrigens keinen Rotstich, das Essen sah wirklich so aus.

Das erste Mal: Rindersteak auf Rösti, unter Morchelragout, an Portweinsauce

Rindersteak auf Rösti, unter Morchelragout, an Portweinsauce

Lange Zeit sind Rösti für mich so etwas wie ein Angstgegner im Fußball gewesen. Ich habe es nie hinbekommen, sie selbst zu machen und musste daher immer auf TK-Ware zurückgreifen. Vielleicht war mein Fehler, dass ich immer versucht habe, sie auf die Berner Art (also aus gekochten Kartoffeln) herzustellen.

Bei diesem Gericht habe ich mich an der ostschweizerischen Zubereitungsart orientiert, die mir anscheinend besser liegt, denn dieses Mal sind mir die Rösti tatsächlich gelungen. Und da ich in ihnen dann doch auch einen signifikanten Anteil Rosmarin verwendet habe, halte ich es für vertretbar, dieses Gericht zum diesmonatigen Garten-Koch-Event einzureichen.

Garten-Koch-Event April 2009 - Rosmarin [30. April 2009]

Die Kombination aus Morchelragout und Portweinsauce hat übrigens sehr gut gepasst. Das Ragout hat einen pilzig-erdigen Geschmack und die Sauce eine fruchtige Süße beigesteuert.

Wer immer strebend sich bemüht bekommt 'ne gute Sauce: Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon

Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon

"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen" heißt es bei Goethe. Aufs Kochen abgewandelt müsste es heißen: "Wer immer strebend sich bemüht bekommt 'ne gute Sauce." So kürzlich geschehen bei einem Kochevent, das wir mit Freunden durchgeführt haben und dessen krönender Abschluss bereits verbloggt ist.

Aber auch das Hauptgericht (wir haben uns Rehfilet im Würzmantel mit Kirsch-Sabayon von Thomas Kellermann zum Nachkochen ausgeguckt) war ein echtes Highlight, das ich nicht vorenthalten möchte. Das Beste daran war sicherlich die Sauce, die in einem stundenlangen Prozess beginnend beim Anrösten der Knochen bis hin zum Verfeinern mit Butter produziert worden ist.

Meine für die Sauce verantwortlichen Mitkocher haben sich bereits am frühen Nachmittag getroffen, damit diese pünktlich zum Abendessen serviert werden konnte. Und es hat sich wirklich gelohnt. Ich habe selten eine so köstliche und aromatische Sauce genießen dürfen (auch wenn sie auf dem Bild etwas dünn aussieht). Kein Vergleich zur Verwendung von gekauftem Fond.

Das Kirsch-Sabayon hat eine fruchtige Note hineingebracht, und mit der Beilage (es gab Blumenkohl-Graupen-Gemüse) war dieses Gericht der würdige Mittelteil eines exquisiten Menüs.

Steinbutt auf Senfrisotto mit karamellisiertem Wirsing

Steinbutt mit Senfrisotto und karamellisiertem Wirsing

Schon lange habe ich auf eine Gelegenheit gewartet, das Senfrisotto aus Herbert Hintners Kochbuch Meine Südtiroler Küche auszuprobieren. Er kombiniert es zwar mit Kaninchen, aber zu dem Steinbutt, den ich erstanden hatte, passte es auch sehr gut. Und da bekanntlich Winterzeit Wirsingzeit ist, gab es Wirsing als Beilage. Geschmacklich habe ich dabei wieder auf Herbert Hintners Rezept zurückgegriffen, denn er reicht karamellisierte Zwiebeln zu seinem Gericht. Also wurde der Wirsing karamellisiert. Seine Süße und das pikante Risotto harmonierten sehr gut.

Selleriesüppchen mit Wirsing und Wasabi

Selleriesüppchen mit Wirsing und Wasabi

Angeregt durch ein Rezept in Schrot & Korn ist dieses Gericht entstanden. Zitronensaft und Wasabi geben dem Süppchen eine frische, fruchtige - und damit unlangweilige - Note.

Rote-Bete-Risotto

Ich bin Risotto-Fan, weil es sich mit sehr vielen Zutaten kombinieren und verfeinern und sich somit extrem flexibel einsetzen lässt. Außerdem können die meisten Risotti (ich hoffe mal, dass das der korrekte Plural ist) sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage gereicht werden.

Die Kombination Rote Bete und Risotto kannte ich bisher nicht. Ich bin darauf durch ein Rezept von Sarah Wiener gestoßen, das sie bei JBK gekocht hat (und zwar ist es dasselbe, dass auch die Inspirationsquelle von Rosenkohl à l'Orange war). Allerdings war auch ich hier schöpferisch tätig, da ich es an meinen Geschmack (und Geldbeutel - an das Originalgericht gehören Trüffel) angepasst habe. Im WWW bin ich dann noch bei genial-lecker.de auf dieses Rezept von Tim Mälzer gestoßen.

Schokoladenparfait mit Früchtesauce

Dieses Rezept stammt von Wolfram Siebeck und passt perfekt in die Weihnachtszeit.

Putengulasch mit Estragonreis

Himbeerlikör