Psi in der Küche: Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce

Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce

Kann ein Kochbuch telepathische Fähigkeiten entwickeln? Als rationaler Kopfmensch hätte ich diese Frage bis vor kurzem klar verneint. Aber mittlerweile bin ich nicht mehr so sicher. Denn das Buch In Love with Ginger von Eva-Maria Panzer steht bei mir seit einiger Zeit im Regal. Ich habe es durchgelesen und gestaunt, was man alles mit Ingwer machen kann, aber bisher noch nie etwas daraus gekocht. Doch seit ich es besitze, verspüre ich was Ingwerrezepte angeht einen echten Kreativitätsschub.

So habe ich an dieser Stelle vor einiger Zeit die Linguine mit Ingwer und Kokosmilch veröffentlicht, nun folgt der Tigerwels mit Karottenrisotto und Ingwersauce, und Weiteres ist in der Pipeline. Haben wir es hier wirklich mit einem Psi-Phänomen zu tun? Keine Ahnung. Vielleicht hat der Ingwer ja auch für eine Neuverschaltung meiner Synapsen gesorgt. Das wäre dann eine rationale Erklärung.

Wie auch immer, köstlich war's allemal. Das leicht süßliche Karottenrisotto harmoniert vorzüglich mit der säuerlichen Schärfe der Ingwersauce. Den Tigerwels kann man aber auch durch jeden anderen Fisch, der ein festes, weißes Fleisch hat, ersetzen.

Toskanisches Wildschweinragout

Toskanisches Wildschweinragout

Hier nun das Hauptgericht zur Beilage. Vor Jahren hat es Bettina Böttinger mal beim Biolek gekocht.

Das Raffinierte an diesem Gericht ist die Würzsauce, in der u.a. Kakaopulver enthalten ist. Als ich das Gericht zum ersten Mal gekocht habe (damals war ich noch relativ neu im Kochhobby) fand ich diese Sauce sehr seltsam und glaubte nicht, dass das schmecken kann. Aber es schmeckt tatsächlich wunderbar. Und die gebratene Rosmarinpolenta passt einfach klasse dazu.

Bin mal gespannt, welchen Wein weinnase dazu empfehlen wird ...

Gebratene Rosmarinpolenta

Gebratene Rosmarinpolenta

Vor kurzem habe ich diese Polentavariation ausprobiert. Sie hat sich als eine klasse Beilage zu Wildgerichten entpuppt. Vor dem Braten habe ich die erkaltete Polenta in Pommes-Frites-große Stifte geschnitten. Leider sind diese dann bei Braten ziemlich zerfallen. Der Geschmack war jedoch großartig. Nur eines darf man nicht machen: Mit Rosmarin sparen.

Italy meets Thailand: Linguine mit Ingwer und Kokosmilch

Italy meets Thailand: Linguine mit Ingwer und Kokosmilch

Nachdem ich bei Chili und Ciabatta die Empfehlung des Buches In Love with Ginger von Eva-Maria Panzer gelesen habe, habe ich mir das Buch glatt gekauft, und ich muss sagen, die darin enthaltenen Ideen zu Rezepten mit Ingwer sind überaus anregend. Sie sind sogar so anregend, dass mir spontan diese thailändisch inspirierte Sauce zu Linguine eingefallen ist.

Sie enthält fast ausschließlich Zutaten, die man entweder gut zu Hause vorrätig haben oder bei einem kurzen Besuch im Supermarkt frisch beschaffen kann. Damit ist dieses Gericht für die schnelle Feierabendküche qualifiziert und kommt in die Kategorie Pasta rapida.

Übrigens schmeckt die Sauce auch noch richtig gut. Demnächst werde ich dann auch mal nachgekochte Rezepte aus In Love with Ginger verbloggen ;-)

Pappardelle mit Hirsch-Ragù

Pappardelle mit Hirsch-Ragù

Manche Leute verstehen partout nicht, dass man aus beim Metzger erstandenem Hirschgulasch auch etwas anderes als Hirschgulasch zaubern kann. Mich haben die Pappardelle mit Hirsch-Ragù aus Giorgio Locatelli's sehr anregendem Buch Made in Italy - Das Kochbuch angelächelt. Ein wunderbar kräftiges und aromatisches Ragù, das perfekt in die Winterzeit passt. Es hat das Zeug, all jene zu überzeugen, die es immer noch viel zu schade finden, Hirschgulasch zu Pastasauce zu verarbeiten.

Tagliatelle mit Kräuterseitlingen

Tagliatelle mit Kräuterseitlingen

Ein klassisches und puristisches Pastagericht für den Herbst. Es ist inspiriert durch ein Rezept aus Giorgio Locatelli's wunderbarem Buch Made in Italy - Das Kochbuch.

Ich musste Giorgio's Rezept allerdings etwas abwandeln, da ich keine wurmfreien Steinpilze bekommen habe (Ersatz: Kräuterseitlinge) und da ich auch keine Pappardelle zur Hand hatte (Ersatz: Tagliatelle). Geschmeckt hat es uns trotzdem sehr gut.

Limetten-Mascarpone-Tarte

Limetten-Mascarpone-Tarte

Der Keksboden von Petras Johannisbeer-Quarktorte hat mich seinerzeit extrem angesprochen. Jetzt habe ich sie nachgemacht.

Belagmäßig habe ich mich allerdings für Limette-Mascarpone entschieden (die Sahne aus Petras Rezept weggelassen, dafür die doppelte Menge Mascarpone - nichts für die schlanke Linie).

Die Tarte ist sehr einfach zuzubereiten aber dennoch köstlich: Wir hätten uns hineinsetzen können.

Pasta con verdura grigliata

Vor kurzem gab es im Hause genussmousse verlockend klingende Spaghetti alla Norma. Die sizilianischen Erfindern dieses Gerichts haben es nach der Oper Norma von Bellini benannt.

In meiner Variante muss man leider auf Ricotta verzichten, aber sie ist der Pasta alla Norma insofern ähnlich, als dass sie auch gebratenes bzw. gegrilltes Gemüse enthält. Leider habe ich auch keine Oper gefunden, die sich für die Namensgebung geeignet hätte (Pasta alla Der fliegende Holländer oder Pasta alla Götterdämmerung hört sich irgendwie nicht so einladend an). Der aus den Zutaten abgeleitete italienische Name klingt aber auch nicht schlecht, und die Sauce war köstlich.

Kalbsrouladen mit Tomaten-Sardellen-Mozzarella-Füllung

Kalbsrouladen mit Tomaten-Sardellen-Mozzarella-Füllung

Die Bücher von Marcella Hazan sind ein schier unerschöpfliches Reservoir italienischer Rezepte.

Nachdem ich bei meinem Metzger feine Schnitzel aus der Kalbshüfte bekommen habe, entschied ich mich für Involtine di vitello con fileti d'acciuga e mozzarella aus "Die klassische italienische Küche''. Die Rouladen waren wunderbar zart und die Füllung wegen der Sardellen schön würzig.

Als Beilage passte dazu sehr gut das vor kurzem verbloggte Tomaten-Sardellen-Risotto.

Wenn man - obwohl das Essen wirklich sehr köstlich ist - doch einige Rouladen übrig behält, kann man sie am nächsten Tag sehr gut kalt essen (siehe Foto).

Tomaten-Sardellen-Risotto

Tomaten-Sardellen-Risotto

Obwohl ich ein großer Risotto-Fan bin, habe ich bisher kein Tomaten-Risotto gekocht. Der letztendliche Anstoß, das auch einmal zu versuchen, kam von diesem Rezept, welches vor kurzem hier nachgekocht worden ist.

Ich habe mich aber dann doch für ein völlig anderes Rezept entschieden, dessen Grundlage das Risotto mit Sardelle und Tomate aus Valentina's Risotto war.

Sardellen geben einer Tomatensauce einen wunderbar würzigen und ganz leicht fischigen Geschmack, was auch bei diesem Risotto sehr gut kam. Genau dieser leicht fischige Geschmack verbietet allerdings das Unterrühren von Parmesan, da das überhaupt nicht passen würde.