Das Gericht lässt sich nicht einer bestimmten Region zuordnen, sondern ist eine Mischung verschiedener Stile.

Fenchel-Oktopus-Salat mit Orangen und Kreuzkümmel-Teriyaki-Vinaigrette

Fenchel-Oktopus-Salat mit Orangen und Kreuzkümmel-Teriyaki-Vinaigrette

Viele Male schon gab es bei uns Oktopussalat traditionell zubereitet. Der ist zwar sehr gut, allerdings ist er doch eher sommerlich und passt damit nicht so recht in die aktuelle Jahreszeit. Zeit also, etwas Neues auszuprobieren.

Fündig geworden bin ich einmal mehr in Tanja Grandits Buch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche. Bei ihr wird der Oktopus mit Fenchel und Orangenfilets zubereitet und mit einer japanisch (Sushi-Ingwer, Teriyaki-Sauce) angehauchten Vinaigrette kombiniert. Das hört sich erst einmal sehr ungewöhnlich an, schmeckt jedoch zusammen ganz wunderbar und bekommt eine dicke Empfehlung.

Kochen im Urlaub Teil 4: Salat "Vineta" fusion baltisch-französisch

Salat Vineta fusion baltisch-französisch

Nizza-Salat kennt vermutlich jeder, es ist mein absoluter Lieblingssalat. Auch und gerade im Urlaub esse ich ihn jederzeit gern. Allerdings wäre es etwas, sagen wir, unangemessen, an der Ostsee Tunfisch und Anchovis aus der Dose zu verwenden, wenn es an jeder Ecke köstlichen heimischen Fisch gibt. In der Konsequenz entstand diese Eigenkreation baltisch-französischer Fusion-Küche: Der Salat "Vineta".

Kochen im Urlaub Teil 3: Lachs fusion baltisch-französisch

Lachs fusion baltisch-französisch

Und noch ein Fusion-Rezept. Auch die ursprüngliche Anregung hierzu ist über zwanzig Jahre alt: Zu meiner Studentenzeit in der ostwestfälischen Stadt, die es angeblich nicht gibt, war das Lieblingsrestaurant meiner ehemaligen Verlobten und mir die Kleine Plötze, ein Fisch-restaurant, damals und nach letzten Recherchen auch heute noch betrieben von dem genialen Werner Bartling und seiner Gattin. Das Ambiente war eigentlich eher das einer Eckkneipe, und genau so verräuchert war es auch. Das Kochen war mehr ein Hobby von Herrn Bartling. Allerdings hat er das seinerzeit dermaßen kreativ umgesetzt, dass wir immer extra für einen Besuch dort gespart haben. Viele kleine und große Erfolge an der Uni haben wir, wenn es das Budget hergab, dort begossen und genossen. Seitdem habe ich nie wieder ein ähnlich gutes Fischrestaurant gefunden.

Und das Allerbeste: Herr Bartling machte aus seinen Kreationen nie ein Geheimnis. Befragt nach der Rezeptur, bekam man von ihm jeweils einen detaillierten Vortrag darüber, wie das Gericht herzustellen sei. Ich bereue es heute noch, diese Rezepte seinerzeit nicht dokumentiert zu haben. Die Erinnerung gibt leider nur noch einen Bruchteil davon wieder. Eines davon ist gebackener Lachs mit Mini-Champignons.

Kochen im Urlaub Teil 2: Makrele fusion baltisch-mediterran

Makrele fusion baltisch-mediterran

Zu Teil 2 meines Urlaubs-Kochblogs wurde ich genau genommen schon vor zwanzig Jahren inspiriert, als ich meinen Sommerurlaub in einer Privatpension nahe Dubrovnik im damaligen Jugoslawien (heute Kroatien) verbrachte. Vinco, unser Gastgeber, empfing uns damals mit einem Festmahl, das ausschließlich aus gegrillten Forellen bestand. Die Forellen betupfte er während des Grillens fortwährend mit einem in Knoblauchöl getauchten Kräuterzweig. Seitdem habe ich nie wieder ein ähnlich köstliches Fischgericht gegessen. Ich glaube, ich habe damals allein zwei ganze Forellen verdrückt. An diesem Tag hatte ich mir vorgenommen, so etwas einmal selbst hinzubekommen.

Blog-Event XLIX - Ferienküche (plus Wettbewerb) - Abgabetermin 15.9.2009

Warum das bisher trotz der offensichtlich eher banalen Zubereitungsart nie gelungen ist, mag wohl daran liegen, dass drei bestimmte Faktoren zusammenkommen müssen: Fangfrischer Fisch, die richtigen Gewürze, was in diesem Fall schlicht heißt: Kräuter und reichlich Knoblauch, und – last but not least – Urlaubsstimmung. Dieses Jahr war es endlich so weit. Das Ergebnis nenne ich mal kühn baltisch-mediterrane Fusion-Küche.

Kochen im Urlaub Teil 1: Thailändisch-baltisches Fischcurry

Thailändisch-baltisches Fischcurry

Die Urlaubssaison ist ja leider schon fast wieder vorbei. Eine der beliebteste Übungen heimkehrender Urlauber ist es, die daheimgebliebenen Freunde, Verwandten und Kollegen mit Urlaubsbildern und –videos zu nerven. Ich nehme mich da natürlich nicht aus, allerdings werde ich mich hier im Blog auf Fotos meiner Urlaubs-Kochrezepte beschränken. Und da mein lieber Co-Blogger Indian Summer gerade dabei ist, die Fusion-Küche hier salonfähig zu machen, springe ich auf diesen Trend auch gleich mit auf. Der erste Versuch ist ein Thai-Fischcurry mit baltischen Zutaten.

Virtuos und einfach: Fleischkäse mit Potato Masala

Fleischkäauml;se mit potato masala

Hier also nun mein Debüt auf Man kann's essen!. Wer so lange wie ich in Indien lebt (nunmehr fast 5 Jahre) und ebenfalls begeisterter Hobbykoch ist, wird ggf. auch gerne das beste aus 'zwei Welten' kombinieren und Neues ausprobieren wollen. An reicher Inspiration aus der indischen Cuisine mangelt es wahrlich nicht. Insbesondere im Norden Indiens ist die Küche geprägt durch die Epoche des Mogulreichs (bekanntestes Bauwerk dieser Ära ist das Taj Mahal), z.B. Fleischgerichte (Lamm) aber auch Reisgerichte wie Pulao, etc.

Nicht zu vergessen die fantastische Vielfalt an Gewürzen, verschiedenen Hülsenfrüchten, Reis, Gemüse, etc. Manchmal verspüre ich dann aber doch die Lust, zwischendrin etwas 'Heimisches' zu essen und ggf. mit indischen Köstlichkeiten zu kombinieren. So ist auch das Rezept, das ich heute vorstelle, entstanden - relativ simpel, zeichnet sich aber zugleich durch ein reiches Geschmacksspektrum aus.

Das Kartoffel-Masala (potato masala) hat einen würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig frischen, säuerlichen Geschmack (Zitronensaft, Koriander und Ingwer). Demgegenüber hat der Fleischkäse einen leicht süßlichen Geschmack, der durch die karamellisierten Zwiebeln wundervoll abgerundet wird.

Nicht ganz einfach ist es hingegen, in Bangalore Fleichkäse aufzutreiben. Außer im deutschsprachigen Raum, vornehmlich Deutschland und Österreich ist Fleischkäse kaum bekannt (es existiert auch kein englischer Begriff dafür - am nächsten kommt wohl noch ‘meat loaf’ wobei das eigentlich eher einen ‘Hackbraten’ bezeichnet). Daher bleibt mir persönlich momentan nichts anderes übrig, als mir meinen Fleischkäse von Deutschland mitzubringen oder selbst zu machen (das Rezept werde ich vielleicht in einem meiner nächsten Beiträge vorstellen).

Pizza mit Räucherlachs

Pizza mit Räucherlachs

Über Tim Mälzer kann man sich sicher streiten, aber einige seiner Rezepte sind wirklich gut. So wie dieses hier. Abgesehen vom Teig (ich habe Pizza-Teig al Chef verwendet) lässt es sich sehr schnell zubereiten: Auf den fertig gebackenen Pizzateig wird eine Sauce aus Schmand, Sahne und Kräutern gegeben. Und dann wird der Räucherlachs schlicht darüber verteilt. Fertig!

Wenn es besonders schnell gehen soll, kann man versuchen, bereits fertigen Teig zu bekommen, den man nur noch ausrollen und in den Backofen schieben muss (z.B. kann man ja mal in einer Pizzeria nachfragen oder ein Fertigteigprodukt aus dem Supermarkt verwenden). In diesem Fall wäre diese Pizza ein heißer Kandidat für Cucina rapida.

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce

Schon wieder ein Rezept mit Minze. Aber was soll man machen, wenn die Minze im Garten wuchert? Dieses Mal habe ich mich für ein ziemlich ungewöhnliches Gericht entschieden, das ich einst bei Alfred Biolek gesehen habe: Pasta mit Tomaten-Thunfisch-Minz-Sauce. Was zunächst sehr gewöhnungsbedürftig klingt, hat sich als eine richtig gute Kombination entpuppt (auch wenn ein leicht schlechtes Gewissen wegen der Verwendung von Thunfisch bleibt).

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Rote-Zwiebel-Ragout und Minz-Joghurt

Rückwärts gebratene Lammhüfte mit Zwiebelragout und Minzjoghurt

retluhcsmmaL gab es jüngst bei einfach köstlich. Der Name ist ein Hingucker und verklausuliert die Zubereitungsart. Die Lammschulter ist dort nämlich rückwärts gebraten worden. Das bedeutet nicht etwa, dass der/die Kochende sich mit dem Rücken zum Herd stellt, sondern dass man die "normale" Reihenfolge, Fleisch zunächst scharf anzubraten, um es dann im Backofen bei niedriger Temperatur auf den gewünschten Garungsgrad zu bringen, umdreht. Diese Methode funktioniert nicht nur bei größeren Fleischstücken wie Lammschulter, sondern auch bei kleineren, wie - in diesem Fall - Stücken aus der Lammhüfte. Die werden bei 80 °C in den Backofen gegeben, bis die Kerntemperatur etwa 55 °C beträgt (das hat bei mir ca. 25 - 30 Minuten gedauert). Dann werden sie scharf angebraten, damit sie Farbe nehmen. Das Ergebnis ist ein innen wunderbar zartes Fleisch - genau so, wie es sein sollte.

Die Idee für dieses Rezept habe ich aus dem Buch Hitze von Bill Buford. Darin wird diese Kombination erwähnt, ohne die genaue Rezeptur zu nennen, was also noch kreative Freiheiten ließ. Zunächst hatte ich befürchtet, dass die roten Zwiebeln mit dem Rote-Bete-Saft etwas langweilig daher kommen würden, abgeschmeckt mit Zitrone, Zucker, Salz und Pfeffer erwies sich das Rote-Zwiebel-Ragout dann aber zum Glück als schön würzig. Die Bratkartoffeln schließlich bringen Rustikalität, der Minz-Joghurt angenehme Frische in dieses Gericht.

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl

Erst vor kurzem bin ich auf das Buch Aroma pur. Meine fröhliche Weltküche von Tanja Grandits gestoßen. Es enthält zu 15 Aromen (angefangen bei Basilikum und Ingwer, weiter über Rosen und Vanille bis hin zu Wasabi und Zimt) jeweils sehr innovative Rezepte für Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Ich bin von dem Buch so angetan, dass ich mit Sicherheit in Zukunft noch öfter etwas daraus nachkochen werde.

Den Anfang macht Kabeljau im Gemüsebett mit Vanilleöl. Wer sich Vanille nur in Verbindung mit Süßspeisen vorstellen kann, dem sei versichert, dass sie sich auch bestens zum Aromatisieren von Öl oder Saucen gerade auch in Kombination mit Fisch oder Geflügel eignet. Zum Originalrezept gehören eigentlich noch Miesmuscheln, die ich allerdings weggelassen habe, und wir haben sie nicht vermisst.

Als Beilage passt Kartoffelpüree mit Lauch und Zitrone.