Sie sind ziemlich rar in der Foodblogger-Szene, Rezepte mit Lammhüfte. Das ist sehr schade, denn Lammhüfte ist ein wunderbar saftiges Stück Fleisch und daher bei mankannsessen.de sehr beliebt.
Ob dieses Lamm-Biryani à la Effilee authentisch ist - keine Ahnung. Aber das ist eigentlich auch zweitrangig, denn unter Geschmacksgesichtspunkten bekommt es eine dicke Empfehlung. Trotz eher winterlichen Zutaten wie Trockenfrüchte (in diesem Fall Aprikosen), Zimt und Sternanis passt dieses Biryani perfekt in den Sommer: Leicht, fruchtig, frisch und würzig.
Passend zur kalten Jahreszeit in Deutschland eine meiner Lieblingssuppen (ja, ich bin ein bekennender Suppenfan :-)). Diese Suppe ist eigentlich eine Thaisuppe, die ich vor einigen Jahren in Thailand 'entdeckt' habe. Die Suppe durfte ich mir schmecken lassen während einer Pause zwischen Tauchgängen in der Andaman Sea (Tauchgebiete wie z.B. Raya Noi, Phi Phi, etc.) auf Deck unseres Schiffes. Das war zur Stärkung zwischen den Tauchgängen genau das richtige. Obwohl diese Tauchgebiete eigentlich recht warm sind, kühlt man beim Tauchen doch ziemlich ab und da es unter Wasser soviel zu bestaunen gibt (z.B. Clownfische bekannt aus dem Film Nemo oder den wirklich hübschen aber giftigen Rotfeuerfisch und nicht zu vergessen den Mantarochen, der nahezu schwerelos und majestätisch durch die Tiefen schwebt) merkt man das nicht. Nach dem Auftauchen dann umso mehr, wenn man am ganzen Körper zittert vor Kälte. Dann ist eine warme Suppe zum Aufwärmen genau das Richtige.
Damals habe ich mir leider das Rezept nicht geben lassen, aber manchmal kommt einem dann der Zufall zuhilfe - so in meinem Fall.
Hier also nun mein Debüt auf Man kann's essen!. Wer so lange wie ich in Indien lebt (nunmehr fast 5 Jahre) und ebenfalls begeisterter Hobbykoch ist, wird ggf. auch gerne das beste aus 'zwei Welten' kombinieren und Neues ausprobieren wollen. An reicher Inspiration aus der indischen Cuisine mangelt es wahrlich nicht. Insbesondere im Norden Indiens ist die Küche geprägt durch die Epoche des Mogulreichs (bekanntestes Bauwerk dieser Ära ist das Taj Mahal), z.B. Fleischgerichte (Lamm) aber auch Reisgerichte wie Pulao, etc.
Nicht zu vergessen die fantastische Vielfalt an Gewürzen, verschiedenen Hülsenfrüchten, Reis, Gemüse, etc. Manchmal verspüre ich dann aber doch die Lust, zwischendrin etwas 'Heimisches' zu essen und ggf. mit indischen Köstlichkeiten zu kombinieren. So ist auch das Rezept, das ich heute vorstelle, entstanden - relativ simpel, zeichnet sich aber zugleich durch ein reiches Geschmacksspektrum aus.
Das Kartoffel-Masala (potato masala) hat einen würzigen, leicht scharfen und gleichzeitig frischen, säuerlichen Geschmack (Zitronensaft, Koriander und Ingwer). Demgegenüber hat der Fleischkäse einen leicht süßlichen Geschmack, der durch die karamellisierten Zwiebeln wundervoll abgerundet wird.
Nicht ganz einfach ist es hingegen, in Bangalore Fleichkäse aufzutreiben. Außer im deutschsprachigen Raum, vornehmlich Deutschland und Österreich ist Fleischkäse kaum bekannt (es existiert auch kein englischer Begriff dafür - am nächsten kommt wohl noch ‘meat loaf’ wobei das eigentlich eher einen ‘Hackbraten’ bezeichnet). Daher bleibt mir persönlich momentan nichts anderes übrig, als mir meinen Fleischkäse von Deutschland mitzubringen oder selbst zu machen (das Rezept werde ich vielleicht in einem meiner nächsten Beiträge vorstellen).
Mittlerweile ist die Mangosaison in Indien längst zu Ende. Es wird also langsam Zeit, dass ich mit der Veröffentlichung des vierten und letzten Teils der Mangoverwertung nachkomme.
Zuguterletzt habe ich mich an ein Mango-Dessert herangewagt. Vorlage dazu war das Rezept zu Tiramisu al Frutto. Leicht variiert (z.B. ging der Mascarpone eine Liaison mit Joghurt ein, und das Fruchtpüree trat im Duett mit frischer Minze auf) passte es wunderbar für die Mangoverwertung.
Dies ist mein Beitrag zum Blogevent "Some like it HOT".

Ich bin mal wieder bei Madhur Jaffrey gelandet. Dieses Mal gibt es Hähnchenkeulen, die mit einer höllisch scharfen Paste mariniert sind. Das schreit natürlich nach neutralisierenden Beilagen. Dies sind Reis mit grünen Erbsen (Tahiri) und der Minzjoghurt mit Gurke von hier. Gerade der Joghurt ist wegen der darin enthaltenen Gurkenwürfel und der Minze sehr schön frisch und passt bestens zu den scharfen Keulen.
Das eigentlich scharfe bei diesem Gericht sind nicht so sehr die Keulen, sondern der Bratensatz. Darin hat sich die scharfe Paste gesammelt, die im Backofen von den Keulen herunter geflossen ist.
Dieses Gericht ist aus dem Buch "Indian Cookery" der indischen Autorin Madhur Jaffrey. Ich habe das Buch vor einigen Jahren während eines Aufenthaltes in Bangalore (Südindien) gekauft. Damals wollte ich unbedingt ein möglichst authentisches indisches Kochbuch haben, und dieses Buch war das einzige im Buchladen, das - obwohl in englischer Sprache geschrieben - zumindest die Mengenangaben in kontinentaleuropäischen Einheiten enthielt. Bücher, die lediglich britische Mengeneinheiten enthalten, sind nichts für mich, da ich als Mann nur eines von beiden gleichzeitig kann: Entweder kochen oder zwischen Mengeneinheiten umrechnen. 
Nachdem ich es gekauft hatte, habe ich es aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen ungelesen zu Hause ins Regal gestellt. Dort stand es dann jahrelang ungenutzt. Unlängst nahm ich es wieder zur Hand, und habe festgestellt, dass es wirklich eine Menge sehr schöner Gerichte enthält. Die Zutaten sind nicht so exotisch als das man sie hier nicht bekäme, und zu jedem Gericht werden die passenden Beilagen empfohlen. Das ist gerade für Nichtexperten der indischen Küche hilfreich.
Ich bin von diesem Buch so angetan, dass ich hier in Zukunft sicher immer mal wieder einige Rezepte daraus veröffentlichen werde. Den Anfang macht "Rindfleisch mit Spinat". Eigentlich ist dieses Gericht für Lamm konzipiert (dann heißt es "Dilli ka saag gosht"). Laut Buch ist die Ersetzung des Lammfleisches durch Rind aber durchaus zulässig.
Das Gericht ist ein typisches indisches Schmorgericht mit einer Menge Zwiebeln und typisch indischen Gewürzen. Hinzu kommt frischer Spinat, der mitgeschmort wird. Das Essen ist scharf (aber nicht zu scharf). Als Beilage gab es würzigen Reis und Minzjoghurt mit Gurke. Der Joghurt bringt Frische hinzu und nimmt etwas Schärfe vom Fleisch weg.
Dies ist also mal wieder ein typischer Fall für DKduW.
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